Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2007
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Vanii u m.

vannnm (A. van). Nach einem solchen sollS. Fokke drey Ansichten von Dorbrecht gestochenhaben.

* vanone (Andreas). Milizia (Lll. tarx.) II.12 — 10. nennt seinen Herzoglichen Pallast zuGenua eine grandiose Masse (male), ganz mitverborgenen eisernen Ketten befestigt. Zu Sar-zana baute er auf einem geräumigen Platz einegroße Cistcrne für öffentlichen Gebrauch/ derenman schlechten Erfolg prophezeyte, was sich abernicht erwählte. Von dem Staat wurde er auchju andern, namentlich Fortifikationsarbeiten ge-braucht. Er lebte lange und geehrt, und harteeinen vollkommen stoischen verschlossenen Charak-ter , dem nichts Aeußeres anhaben konnte. Da-für war er ein guter, gefälliger, großmüthigerFreund, ohne angenehmes Aeußeres, was sooft Wesentliches ersetzen, oder doch dessen Wertherhöhen muß

vanpool, s. oben Oool. Hier bemerkenwir nur, daß dort sein Name ganz richtig an-gegeben ist, und daß derselbe schon i 8 v 3 . imAlmanach llsg 6esux-Arts, und noch 1811.IM >vmsnscll klrr Lommcroe llc ?arig, unterder Rubrik der dort lebenden Blumen-Ornaments-und Stilllebens - Maler erscheint; dann daß seineDlumenbilder auf dem Salon i8a6. (neben an-dern eine Marmorvase mit verschiedenen Rosen-gattungen auf einem alabasternen Tische) auchim pausanias Fran^ois S. 458 . m t demselbenrühmlichen Urtheile, wie bey Mensel, ange-führt sind.

vanpoucke ( ). So heißt irgendwo

ein Holländischer Bildhauer und Goldschmiedneuerer Zeit, correspondirendes Mitglied des Na-tionalinstituts zu Paris.

* vanschupen, s. van Schuppen, imLex.und oben.

* vansickleers, s. S-ckleersim Lex. undoben.

* vanson und vanzon oder vanzoon,s. oben und im Lex. Svens, Son, und inletzter», (vielleicht auch unten) Zon, oder Zoon.

vanspaendonck,s. oben Spaen-donck. Vonden beyden Gebrüdern dieses Namens wurde Ge-rard (wiewirsicherglauben, dcrältere)!» i 8 o 5 . zumMitglicde des Nationalinstituts erkiest. Als Profes-sor der Ikonographie erhielt er 1806. ein Jahrgehaltvon 5 ooo. Fr. In 1804. erscheint er irgendwo auch(wohl problematisch) als Kupferstecher für dieBlätter zu den: Annsle8 llu ülrmeum blaticmalll't>l8toirs naturelle. Fern//, xub/. S. auch, inBetreff ihrer im Salon 1806. ausgestellten Bilder,über Eines derselben (wohl Gerard's) das gültigeUrtheil des pausanias Francais (S. 459 -).Dort wird er der Schöpfer seiner angenehmen'Kunstgattung in Frankreich genannt, und beson-ders seine Gruppirung, dann die Durchsichtigkeitseiner Blumen, und der.Sammt (veloutö) sei-ner Früchte bewundert. Einzig scheint gedachterKunstrichter ihm und zwey andern seiner Kunst-genossen (van Dael und van Pool) für Blumen,den einzigen Redouts noch vorzuztehn. Gerardwar es, der vornehmlich an der (schon in i 65 o.)

Vanvitelli. 200^

durch Gaston von Orleans zuerst veranstalteten,prächtigen Sammlung von Zeichnungen für dieNaturgeschichte arbeitete, welche in i 8 o 3 . bereitsvon Pflanzen 4g. Bände, von Vögeln 10, vonInsekten und Amphibien 3 , von Fischen 1, undvon Vierfüssigen 1. (Sa. 64.) enthielt. Er lebtenoch 1808. wo er im Museum der Naturgeschichteeinen neuen Cours der Ikonographie eröffnete.Der jüngere Bruder, Cornelius, lebte noch1817. und sah man von ihm auf der Pariser-Ausstellung d. I. 5. Nummern Blumen undFruchte in alabasternen Geschirren, u. dgl.

* vanre, s. im Lex. Attavanee. NachLanzi (Lll. ter?.) I. 7g. lebte er um 1434.Zwey Briefe mit diesem Datum von ihm, ausFlorenz, an Thadd. Gaddi gerichtet *), und:IVIlnlators llel Vsscovo <ll Dolo unterschrieben,finden sich in den (.etters pittoricke lll. p.223—24. Für den König Matthias von Ungarnzierte er verschiedene Bücher mit Miniaturen aus,welche indessen in den Bibliotheken der HäuserMedici und Este zurückblicken. Ein anderes(Gedichte von Marzian Capella) sah Lanz, inder Bibliothek St. Marco zu Venedig, welchesselbst von einem poetischen Geiste des Künstlerszeugte; die Zeichnung war so gut, wie Botti-eelli's, das Kolorit fröhlich, lebendig und helle;was Alles größer» Ruhm verdiente, als vanrewirklich genoß. In vasari's Leben von Barth.Gadda wird der Unsrige mit dem MiniaturmalerGherardo verwechselt.

* vanude, s. Lucas van Üben, im Lex.und unten.

* Vanvelde, s. van de velde, im Lex.und unten.

Vanvitelli (Carl), ein würdiger Sohn desunten ff. berühmten Baumeisters von Caserta,Ludervigs, und, nach dessen Tode, selbst Hof-baumeister des Königes von Neapel. In solcherEigenschaft erscheint er noch im NeapolitanischenHofkalender 1797. MUra Lll. ter?. II. 355 .Füßli's Anna!. I. 73.

* — — (Caspar), genannt dagli Gcchiali,geb. zu Utrecht 1647. Bey Milizia (Lll. tor-r.)II. 348. heißt es: „Derselbe studirte die Ma-lerei bey Matthias warrhoes zu Haoorn **),und kam in seinem Neunzehnten nach Rom ***).Seinen Veynamen erhielt er, weil er sich früheder Ferngläser bediente, und dann beym Auf-heben eines solchen vom Boden ein Aug verlor,so daß er von da an nur noch im Großen, undnicht mehr genau nach der Natur malen konnte.Nachdem er verschiedene italienische Städte durch-wandert, und mit seiner Römischen Gemahlin,Anna Laurenzini, auch nach Neapel kam, wurdeihm dort sein nachfolgender Sohn, Ludwig,geboren, den der damalige Vicekönig, L. dellaCerda, Herzog von Medina-Celi, selbst aus derTaufe hob. Bey den dort durch Macchia erreg-ten Unruhen ging er nach Rom zurück, nahmhier seinen beständigen Aufenthalt, und arbeitetedaselbst besonders für die Häuser Sacchetti undColonna. Das Campidoglio nahm ihn zum Rö-mischen Bürger, und die Akademie von St. Lucaszu ihrem Mitglieds auf. Hier starb er auch,

tt) Muß ein grober Irrthum seyn, da Gaddi schon bald nach -55-. verstorben war.

»») Oder vielmehr M. withoos von Amersvoort, der zu Hoorn^oz. 76. I. alt verstorben war. Allein,das Ler. glaubt wohl mir Grund, daß dies einen anbetn Caspar Vanvitelli von Ralf, vielleicht garden Vater dieses Schülers von withoos (der aber Banmeister, nicht Maler war) berühre. Einer un-serer Freunde glaubt hinwieder gerade das Gegentheil, und meint, daß diese beyden Caspar Vanvi-telli's nur Eine Person ausmachen. Von ihm selbst (1680.), sehr schon und malerisch geetzt, dann seyenmehrere Blatter, für das 1665. (pol. komse) erschienene seltene Werk des Cornel. Meyer: l'-(rte äirextituirs L Koma la lraslaciata nsvigaaione clsl xuo lerere, von denen einige Mit öa-x. v. Mittelksc. bezeichnet seyen, so wie die Italiener selbst ihn kurzweg van Vitel nannten, bis er endlich sich selbst,welscher, Vanvitelli hieß.

Dies und Alles Uebrige geht nun allerdings wirklich den Caspar begli (vcchiali an.

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