Vel.
Del (P. de). Von einem solchen in der letz-ten Hälfte des XVIlb. Jahrhunderts gestochen,kennen wir mehrere Blatter nach Lavreince, Sim-moneau, Tomkiu und Wheatly. Schlechte Arbeit.
vela (D. Anton), mit dem Zunamen ik Li-cenci'ardo, Sohn Des nachfolgenden Christophs,geboren zu Cordova 1634. und gest. 1676. wurdezwar zum geistlichen Stande bestimmt, beschäf-tigte sich aber zugleich mit der Malerey, undverband mit richtiger Zeichnung ein blühendesEolorit. Hauptwerke von ihm sind zwey Darstel-lungen aus dem Leben St. Augustins, im Augu-stiner-Kreuzgange seiner Vaterstadt. Fiorr'llo IV.204.
* — — (Christoph, oder Christobal). AuchFiorillo I V. 166. bemerkt, daß dieser Künstleres nie zu einem gefälligen Colorit bringen konnte;dann daß seine meisten Werke durch neuere Re-staurationen sehr verdorben worden.
* velasco (D. Ancislao Anton Palomino),geb. i653. und gest. 1726. „Dieser Künstler"(heißt es bey FioriUo IV. 354-58.) „der mitRecht den Namen des Spanischen Vasari füh-ren kann, hat mit seinem Pinsel und seiner FederLtwas Vorzügliches geleistet, und macht wegenseiner schätzbaren Malerbiographien auf ein dank-bares Andenken aller Kunstfreunde große Ansprüche.Er kam zu Bujalance auf die Welt, und warnoch ein Jüngling, als sich seine Aeltern in Cor-bova niederließen, wo er Grammatik, Philosophie,Theologie und die Rechte studirte. Durch denAnblick einiger Kunstsachen erwachte in ihm seinTalent zur Malerey, daher er Zeichnungen undKupferstiche, die er habhaft werden konnte, fleißigkopirte. Mehrere Blatter von seiner Hand, dieer dem Don Juan de Valdes Leal vorlegte, ge-fielen diesem so sehr, daß er sich seiner annahm,und ihn in den Anfangsgründcn der Malerey un-terrichtete. Nun legte er sich mit dem großenEifer auf die Kunst, hielt sich aber ausschließlichan die Lehren des Valdes, ohne dabey seine litte-rarischen Beschäftigungen zu versäumen. Nachdemer in der Malerey bedeutende Fortschritte gemachthatte, gab ihm Don Juan de Alfaro den Rath,nach Madrid zu reisen, um daselbst die Meister-werke verschiedener Schulen kennen zu lernen,und sich immer mehr empor zu schwingen. Erging daher im I. 1678. in Gesellschaft des Alfaronach Madrid, obgleich Rom das Ziel seinerWünsche war, und arbeitete daselbst gemeinschaft-lich mit ihm. Auch vollendete er einige Male-reyen des Alfaro, wie es dieser in seinem Testa-ment gewünscht hatte. Die innige Freundschaft,die er mit dem Kammermahler Carreno schloß,war ihm sehr nützlich und vortheilhaft, indem ihmderselbe den Auftrag verschaffte, die Galerie delCierzo zu malen, wodurch er sich die Achtungdes Königs und des Grafen Benevente erwarb,der in der Folge sein Gönner wurde. Im JahrrL88. erhielt er die Würde eines königl. Malers,
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und einige Zeit hierauf den damit verbundenenGehalt. Auch mußte er viele Sachen für denHof ausführen, die dem L. Giordano sehr gefie-len. Als man das Presbyterium der Kirche SänJuan del Mercado zu Valenzia mit Malereyenschmücken wollte, begab sich Oakommo im I.1697. dahin, und verzierte nicht nur dieses Ge-bäude, sondern auch die Kuppel der Kirche mitschönen Alfreskos, die ihm viel Ehre machten.Er zog dadurch die Aufmerksamkeit aller Künst-ler und Kunstfreunde, vorzüglich des CanonicusVictoria und des Conchillos auf sich, und erhieltso viel Bestellungen zu Arbeiten, daß viele nachseinen Zeichnungen von seinem Zögling DionisVidal ausgeführt werden mußten. Da palomi-mc>^ bis an sein Ende eine bewundernswürdigeThätigkeit hatte, so findet man von ihm in Spa-nien zahllose Werke. Die wichtigsten darunter,von denen Bermudez ein vollständiges Verzeichnisgeliefert hat, sieht man in Madrid, Valenziaund Salamanca. Auch zu Granada wird vonihm eine große geschmackvolle Malerey an derKuppel der Karthäuser-Kirche gewiesen. In allenseinen Arbeiten herrscht eine richtige Zeichnung,ein vortreffliches Colorit, viel Erfindungsgabe,und eine gründliche Kenntniß der Mathematik,Perspektive und Architektur. Nachdem er im I.1725. seine Gemalin verloren halte, trat er ineinen geistlichen Orden, seine Gesundheit aberwar so zerrüttet, daß er im folgenden Jahre inMadrid starb. Sein Tod erregte unter Künstlernund Kunstfreunden allgemeine Trauer. Palomi-no war ein gelehrter Künstler, und schrieb vieleSachen, worunter seine Biographie der Spani-schen Künstler die berühmteste ist. Allein es fehlteihm sehr viel zu einem musterhaften Biographen.Ohne zu prüfen nahm er jede mündliche Ueber-lieferung auf, bekümmerte sich wenig um die Zeit-rechnung, und war viel zu leichtgläubig. Außer-dem giebt er keine kritische Charakteristik einesKünstlers, sondern verliert sich zu oft in einerednerische Unbestimmtheit, daher man sein Werknur mit Benutzung der hinzugckommenen histori-schen Materialien, und der Berichtigungen neue-rer Biographen gebrauchen kann. Ueberhauptscheint es mir, daß er nie die Absicht gehabt hat,eine Geschichte der Künstler zu schreiben; er wolltenur sein theoretisches Werk mit einem Anhangvermehren, hat aber dadurch eine große Anzahlvon Namen der achtungswürdigsten Männer derVergessenheit entrissen *). Palomino hatte eineSchwester, Donna Francisca, die sich gegendas Ende des XVI!. Jahrhunderts zu Cordovarühmlich bekannt machte, und einen Neffen,Don Juan Barnabs Palomino, der sich je-doch mehr durch den Grabstichel als den Pinselhervorgethan hat. Dieser Künstler, von tieferEinsicht und ausgebreiteter Kenntniß, war un-sers Wissens der erste, der auf den Einfall ge-rieth, die alte Enkaustick wieder herzustellen.»Er vermuthete" (heißt es in Fiorillo'sLleinen Schriften II. 161—62.) „daß dasMechanische der ersten Gattung der Enkau-
«) Der erste Theil des Aluse-, piecorieo erschien km I. 17-5, obgleich Palomino von dem Censor, demPater Alcäzar, bereits im I. 1708. die Erlaubniß zur Herausgabe erhalten hatte. Der Titel lautet : vlMuseo pierorico ^ escala Oplica. lomo I. .Vlaäriä 171Z. kal. Dieser Theil ist der Gemahlin Philipp'sv. Donna Jsabella von Farnese, gewidmet. Der zweyte Theil, der die praktischen Regeln enthält Gl->u-ricl. 1724.), ist dem Don Louis 1. geweiht, der von seinem Vater in einer wahnsinnigen Laune aufden Throngesetzt wurde, aber nur ein Paar Monate regierte. Der dritte Theil endlich, der die Biographie derSpanischen Maler enthält, und dessen Seitenzahl mit 2ZI. anhebt, und sich an den zweyten anschließt,hat dennoch, einen besondern Titel! Ll parnsso Lspanool pimoiesco laui-asclo ola. lomo Teicero.Lr-xli-iä 1724. In London erschien im 2 - 1744. ein Auszug aus der Maler-Biographie, und in Paris einandrer unter folgendem Titel: küsioire abieges plus ksmaux peiocies, Lauipceurs er Lickiiaaces Ds-pa^uols eic. rraUuic cle l'Lspagnol <le Don ^ntonr'o Da/onrrno 7^e/a§co Paris 17Z9. 8»V- Ein elendesMachwerk! Herr von Murr (Libiiorbe^ue Ue peilllure. 1 *. I. p. 4 z.) hat den Irrthum begangen, einWerk, das nur einen Auszug aus dem dritten Bande des lAuseo pioroiico und die Beschreibung des Es-corial von Don Francisco de los Santos enthält, für eine Arbeit des Palomino auszugeben. Es hatfolgenden Titel: Das Liuclallas Iglesias ^ Loovaiicos all kspaullL 6oll<la ovias Ue l,os pillkores /
z^sLStuarios eminentes Llspallllolas, plleslos an Olllall 4lkaberico coll SI1S Odras, puasras an Sll proprjoslugarss, por Don ^ Hanto,. I.olläras 17)6' 8V0.
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