Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2060
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sc>6c>, Velasco.

stick *) mit der Scagliola - Arbeit eine gewisseAehnlichkeit habe, machte daher einen starkenGrund von einer Lage aus Wachs, grub in die-selbe die Umrisse ein, füllte sie hierauf mit ge-schmolzenen Wachsfarben und glättete endlich dieOberflache mit einem großen Messer. Nicht we-niger befriedigend waren die Versuche, die Re-stauration der zwey andern Gattuugen, mit demGriffel auf Elfenbein und mit dem Pinsel, der ingeschmolzene Wachsfarben eingetaucht war, zuunternehmen. — Von seinem schon oben in der An-merkung berührten Werke giebt auch einer unsererFreunde uns eine der obigen fast gleich lautendeNotizz, und bemerkt dann, daß der Verfasser sichin demselben theils Anton polomino (nicht pa-lamino, wie das Lex. hat), theils Anton Pa-lomino velasco, theils Amon de Castro yvelasco benenne, und daß der erste Theil theore-tisch sey. Der dritte biographische Theil sollauch späterhin zu London 8<V 742. unter demTitel: Villa lle los pintorss einzeln

abgedruckt worden seyn, und früherhin (heißt eshier) davon eine Englische Uebersctzung:

/a§co an account ok tlre lives anll veorks ostbe eminent spanisk kainters, 8 cnlptors and^rcklitects ete. 8 °. I>c>nll. 737. und endlich auch(aus der Französischen) eine deutsche 8°.

Zum ersten Theil der Spanischen Original-Aus-gabe hat Rovira, zum zweyten Johann Palo-mino, und letztrer überhaupt die Kupfer zumGanzen, nach der Zeichnung des Unsrigen gesto-chen. Daß letztrer, wie es irgendwo heißt, einigeBildnisse u. a. in Kupfer gestochen Habe, ist einIrrthum und Verwechslung mit dem eben erwähn-ten Johann Palomino, der oben in gegenwär-tige» Supplementen dreymale irrig, s: v, Isaakpalamo und Isaak valomo, und noch am Beß-ren als Johann Barnabas Palomino aufge-führt wird. Cochin II. n. nennt von velascoein Bildniß ohne Namen, in der Galerie zu Flo-renz, von großer Schönheit. Es dürfte aberwohl eher dem unten folgenden Don Diegovelasquez de Silva zugehören. Noch fandenwir in einer französischen Kunstnotizz folgendeBilder von dem Unsrigen angezeigt (aus grobemVersehen aber vergaßen wir zu bemerken, ob solchesich unter den Französischen Kunsteroberungen,oder in andern Händen befunden haben **);nämlich von Bildnissen: Skizze eines Brustbildesvon Jnnocenz VIII. (doch nur der Kopf vonvelasquez, das Uebrige, ausser dem GewandUnkenntliche, von Camail (?) 27" hoch, 22" br.Das Bildniß Philipp IV. 26'^ hoch, 21" br.Ferner einen vornehmen kriegerischen Knaben mitder Jagdflinte, lebensgroß; vornehmlich aber:Einen Kriegsmann zu Fuße (vielleicht Cromwel)mit dem Beysatze: »Ein Meisterstück, so daß sichnichts Schöneres von Diego zu Madrid befinde."Dann von Geschichtlichem: Elias und Eliseus inder Wüste (2,4^ hoch, 20 br.), wie es scheint

Ecizze: Das achtmal größere Bildniß stehe im Kö-niglichen Pallaste zu Madrid.

velasco (Augustin). Von einem solchen ge-stochen, kennen wir ein Blatt in 4°. was denH. Antonius darstellt. Die Hände des Heiligen,der sitzend in einem Buche liest, sind zwar ver-zeichnet; bey alle dem ist aber dieß geetzte Blattmeist gut behandelt. Es mag ungefähr zu An-fang des XVI 11 . Jahrhunderts gefertigt wordenseyn. Mrc.

Velasquez oder Velazquez.

velasco (Christoph oder Christobal), einSohn des nachfolgenden Ludwigs, bemühte sichzwar im Styl seines Vaters zu arbeiten, hat ihnaber nie erreicht. Jedoch sind einige Sachen vonihm nicht übel gerathen, zum Beyspiel ein Altar-blatt, das er gemeinschaftlich mit seinem Vaterim I. i 588 . für die Parochialkirche zu Sonsecaverfertigte, und das Bildniß des Erherzog Albert,das im I. 1698. vollendet und im Wintersaaldes Capitels aufbewahrt wurde. Auch müssenwir bemerken, daß er für Philipp III. viele An-sichten Flandrischer Gegenden in Oel gemalt hat,welche die königlichen Zimmer im Pallast Bosquede Valsain zieren. Fiorillo IV. 122.

— — (Donna Francisca) ^ s. oben palos

— — (Don Juan Barnabe)Z mino.

— — (Ludw.),'s. am Schlüsse dieses Heftes.

* velasquez oder velazquez (D. Ale-xander), zweyter Sohn des nachfolgenden D.Pablo Gonzalez velasquez, geboren zu Mad-rid 1719. und gest. 1772. vereinigte mit der Ma-lerey die Architektur, und trug viel zur Verschö-nerung des Theaters Buenretiro und des PallastesSän Jldefonsv bey. Fiorillo IV. 3 g 4 - Lssiili-zia (kill. terri.) II. 287. sagt von ihm, daß erdie Kirche der Nonnen las Valecas zu Madridmodernisirt, ihr Inneres mit Ionischen Säulen,und die Altäre mit Korinthischen verziert, auchfür eben diesen Tempel Frescoarbeiten geliefert habe.

* — — (Anton), s. unten den velasquezdes Lex. ohne Taufnamen.

* — — (D. Anton Gonzalez), der altere,dritter Sohn des nachfolgenden D. Pablo Gon-zalez velasquez, geboren zu Madrid 1729. undgest. 179a. Maler. Derselbe hatte das Glück,einen Gehalt zu bekommen, um in Rom den Un-terricht des Corrado Giaquinto benutzen zu kön-nen. Im I. 1753. gieng er nach Spanien zurück,und arbeitete in einer Capelle zu Zaragoza, wo-durch er viel Gutes versprach. Er gelangte auch,nachdem er in Gesellschaft seiner Prüder vieleSachen in Madrid gemalt hatte, zu dem Ruhmeines der geschicktesten Künstler, und wurde vomKönig zum Kammermaler und im I. 176b. zumDirektor der Akademie ernannt. Seine Bildergewähren wirklich Befriedigung, weil er mit un-gemeiner Grazie componirie; jedoch ziehen dieKenner die Alfresko's den Oelmalereyen vor. Fio-rillo IV. 094.

— — — der jüngere, Sohn des obi-gen D. Alexander Gonzalez Velasquez, be-fleißigte sich der Architektur, und wurde zuletzt Direk-tor der Königl. Akademie St. Carlos zu Mexiko, woer in großem Ansehen stand. Fiorillo I V. 394^

— — (D. Castor und D. Jsidor), letztererder zweyte, und ersterer der dritte Sohn des gleichvorstehnden D. Anron Gonzalez velasquezdes altern. Ifidor war Architekt und Pensionärzu Rom, Castor aber Maler. Dies ist Alles,was uns von ihnen bekannt ist. FiorMo IV. 394.

----- de Silva (Don Diego). Wir ge-ben diesen Art. wesentlich ganz nach Fiorillc»IV. 235—42. wo solcher vorzüglich gut bearbeitetist: »Bermudez" (heißt es dort) »behauptet mitGrund, daß sein eigentlicher Name Don DiegoAodriguez de Splva y Velazquez war. weilsein Vater Juan Rodriguez de Silva, seineMutter aber Donna Geronima velasquez

-y plinius kannte drey Arten der Enkaustik, welche er folgender Maaßen erwähnt: »Von der EnkaustischenMalerey gab es bekanntlich von Alters her zwey Arten; die eine mit Wachs, die andere in Elfenbein mitdem Griffel oder Grabstichel, bis man Flotten zu machen anfing. Da kam die dritte Art hinzu, wobeyman das Wachs am Feuer vergeben läßt, und sich des Pinsels bedient. Eine Malerey, welche an denSchiffen nicht im Geringsten weder von der Sonne, noch vom Seewasser, noch vom Winde leidet.

'-") Dies zur Warnung bey in Eile gefertigte» Crtrakten!