Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Werner.

Wernher.

Frauen auf einer, und St.Johamn's Bild auf derandern Seite; und an einem Ende daselbst denSchildhelm und Zeichen des H. Reichs und andem andern Ende Gisst (?) und Datum des Tho-res" ausbauen sollte. Historische Nachrichtenvon AordHausen 1740. S-146-

Werner. So hieß auch ein Schmelzmaler, vonwelchem man auf einer Monstranz in der Chur-fürstlichen Hofkapelle zu München die Geburt unddie Grablegung sehr sauber, mit der Jahrzahl H92und einem Monogramm emaillirt findet. Christindessen deutet dieses Zeichen (?), das, wie esscheint, ein dl. >V. H. u. k. in sich schloß, aufAicl. Hirschvogel.

— — (Madame). Eine solche nennt manum 177g als eine junge Wittwe von Cotbus,welche, ohne Anleitung, sehr gute Handzeichnun-gen verfertigte, und sich um 1781 zu Berlin auf-hielt, um sich daselbst mit noch mehrerem Erfolgin der Kunst zu üben. Bernouilli kurze Reise-beschreibungen TH.I. S. 25 o.

— — ( ), Bauinspektor zu Straßburgim X VIII. Jahrhundert. Er ordnete die Verzierungund Schaugerüste an, die dort bey der Durchreiseder Gemahlin des Dauphin's, einer Prinzeß vonSachsen, errichtet wurden. Dieselben sind vonHeinrich Haldenwangcr und von Johan Stridbeckin Kupfer gebracht worden. M-c.

— — ( ), Abbe, und Meister in derSchönfchreiberey zu Augsburg, lebte daselbst schonum 1804 und noch 1809. Von ihm heißt es beyMensel lH. und in Ebendesselben Archive I. ( 3 .),47—4g. »Durch fünfzehnjährigen Fleiß hat der-selbe eine Galerie zu Stande gebracht, die eineerstaunenswerthe Probe dessen ist, was sich mitder Feder Schönes ausführen läßt. Man darf sieohne Scheu einzig in ihrer Art nennen. Sie be-steht aus beynahe 200 Stücken, wo man auf ein-zelnen Bogen des beßken Velinpapiers nicht nurdie eigentlichen Schriftzüge der bekanntesten älternund neuern Sprachen in ihren verschiedenen Ab,siuffungen nach Größe und Form so getreu undschön als möglich nachgebildet findet, sondernauch von einer kalligraphischen Darstellung einesoder mehrerer der schönsten Stücke, oder wenig-stens eines Abschnitts eines Hauptwerkes von denvorzüglichsten Schriftstellern der Griechen, Römer,Teutschen, Franzosen, Engländer und Jtaliänerüberrascht wird, die dadurch einen um so größer»Werth erhält, als der Künstler, Abt Werner,sie bald mit dem Bildnisse, bald mit dem Grab-mahle, bald mit einzelnen Scenen aus dem Lebendes Schriftstellers, bald mit einer angemessenenVignette geschmückt und mit einer geschmackvollenEinfassung umgeben hat. Da ausser diesen mei-sterhaften Federzeichnungen noch einzelne schöneGedanken, so wie das Leben eines Schriftstellersauf Obelisken, Altären, Vasen und Steinen, odersonst auf eine schickliche Weise angebracht sind,so erhält man auf einem oder zwey Blättern, sozu sagen, eine gedrängte Uebersicht von allem,was auf die Einbildungskraft, den Witz, Scharf-sinn und Verstand eines lebenden oder verstorbenenSchriftstellers Bezug hat. Dieses Meisterstück istindessen nicht blos für einige wenige Liebhaberinteressant, sondern auf die Befriedigung allerKlassen von gebildeten Menschen berechnet. Der

Nämlich von 84 nur 6.

Kalligraph findet hier eine Reihe von mehr alshundert verschiedenen Schriftzügen; der Mannvon Geschmack die auserlesensten Stücke der beß-ten inn- und ausländischen Schriftsteller; derPhilosoph die schönsten und herrlichsten Gedanken;der Gelehrte kurze Lebensbeschreibungen mit denBildnissen seiner Lieblingsschriftsteller; der Künst-ler und Liebhaber von Zeichnungen, eine zahlreicheMannigfaltigkeit von neuen Original-Ideen, diebey ihm wieder andere Ideen erwecken, oder we-nigstens zur glücklichen Anwendung jener Veran-lassung geben können. Das Anziehende, das dieseGallerie der Kalligraphie für einem jeden habenmuß, der nur einigen Antheil an seltenen Kunst-werken nimmt, gewinnt noch dadurch an Reitz,daß der Künstler auch auf solche Männer Rücksichtgenommen und ihre Portraits dargestellt hat, diesich zwar nicht als Gelehrte, aber doch auf an-dere Weise berühmt und um die Menschheit ver-dient gemacht haben Es ist schwer zu entscheiden,ob man mehr dem Fleiße und der Geduld, oderder unerschöpflichen Erfindungsgabe des HerrnWerner huldigen soll. Nach den Versicherungender Kenner und Dilettanten, die diese schöneGallerie sahen, eignet sie sich ganz dazu, vonirgend einem Regenten oder reichen Privatmann,der mit freygebigem Enthusiasmus Genies undKünste aufzumuntern und zu belohnen gewohnt ist,angekauft, und öffentlich aufgestellt zu werden,da ihr Anblick und Studium nicht anders alsdie größte Belehrung und Unterhaltung gewährenkann"; und im Frühjahr 1808 las man in öffent-lichen Blättern: Derselbe habe seine Gallerie (da-mals) von 400, bloß mit der Feder bearbeitetenTafeln nunmehr vollendet, und biete sie mittelsteiner gedruckten Nachricht allen Monarchen oderandern Kunstfreunden zum Verkauf an. DieseGallerie, auf welche der ausharrende Mann dengrößten Theil seiner Lebenszeit verwendet, seykeiner Beschreibung fähig; sie müsse gesehen wer-den, um das seltene Kunsttalent, die ausge-dehnte Gelehrsamkeit und die Geduld des Verfassers,so wie die lehrreiche Unterhaltung, welche solchegewähre, bewundern zu können.

Werner, s. auch sofort die Art. wernher.

Wernerv 1 ns (I.). Nach einem solchen,uns sonst ganz unbekannten, um 1707 lebendenMaler (vielleicht zu Wien) hat Ravenet ein Bild-niß Kaiser Carl VI. gestochen.

wernher, ein Mönch von Tegernsee inBayern, in der zweyten Hälfte des XI. Jahr-hunderts (1068— iogi.). Dort befand sich einesogenannte Liblis pguperum, nach damaliger Zeitvortreflich mit der Hand gezeichnet, wahrschein-lich von ihm, da solche mit jener völlig einerleyzu seyn scheint, welche das Loblied auf dieH. Jungfrau enthält, die *) der Superinten-dent Oeder in der Ausgabe dieses Gedichtshat stechen lassen, das, wie man glaubt, selbstein Geistesprodukt dieses wernhers seyn soll.Die Bilder in diesem letztem nehmen sichdurch die schönen Färsen, besonders durch dasRothe, ganz vorzüglich aus. Eben dieser Mönchbesaß eine vorzügliche Kunst, die Bücher mit gol-denen und silbernen Zierrathen zu belegen; undendlich verdient er auch als Künstler, der mitGlasarbeiten umzugehen wußte, bemerkt zu wer-den **). F10 r , llo's Deutschi. I. ig 3 . ig 5 . 200.

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