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Westermayr.
beikslös. Nachdem er noch einige Proben feinetGeschicklichkeit gegeben und auf Messing getrie-ben und ciselirt hatte, wie z. B. eine KreuzigungChristi und eine — Hirschjagd, so versank er inEchwermuth und starb aus Gram zu Hanau 1788.Von i2 Kindern, die er zeugte, blieb ihm nur derzweytgeborne obgedachte Conrad, von dessen Un-terstützung er in den letzter» Zeiten lebte. ^c. .
westmayr (Henriette), s. oben ChristianeHenrierre Dororhee westermayr.
— — (Johann Andreas), ein geschickterGold - und Silberschmied zu Augsburg, hier 170ageboren. Mrc.
— — (L.) ein falscher Name, unter dem
irgendwo Conrad Westermayr erscheint. Mrc.
— — (Marx Christoph), Miniaturmaler,
Vater des Andreas des Lex. von Augsburg ge-bürtig, aber zu Eger wohnhaft , starb daselbst um1746. Dlabacz.
— — oder westermeyer (P.), ein Ku-pferstecher, vielleicht zu Wien. Wir kennen vonihm ein Bildniß des Franz Ragoczi, nach Kupetzky,k>. Fol. und einige radirte Prospekte, nach I.Majer, zu des H. von Windisch Geographie vonUngarn. Prcßburg 1780 8°.
* — — (Thomas), Maler, Sohn des
Marx Christoph, Bruder und Lehrmeister desAndreas des Lexikons.
Weste rode (Hunold von), Münzmeisterdes Herzogs von Braunschweig zu Dudcrstadtauf dem Eichsfelde Joh. Wolf s Ge-schichte von Duderstadt Göttingen »8i,Z. 8°.S. 86. Unsrer Vermuthung nach , bedeutet hierdas Wort Münzmeister so viel als Münzpachier.
wdsterreichs ) ein Schweizer von Ge-burt, lebte 171» als Schlösser zu London. Erarbeitete so zierlich und schön, daß man ihn fürden beßten Schlösser in ganz England hielt. Uf-fenbach s Reisen d. Mede» sachsen u.s.f. II. 62g.
2 Westfalen, s. unten westphalen, undim Lex. und oben Aldegraf.
Westhorn (L. S.) oder auch Besteborn,wie er von mehrern geschrieben wird. EinHaupt-maun in König!. Preußischen Diensten, welcher-art' Unkosten des Grafen von Wernigerode. dieGrafschaft Wernigerode aufnahm, und bey dieserGelegenheit -782 einen Prospekt des bekanntenBlocksbergs zeichnete, den Homann's Erben 174gHerausgaben, wir wissen nicht von wem gestochen.Der unsere starb 1744. Adelungs verzeich-niß der Landkarten und ropograph. BlatterSachsens S- 27g.
Westiner (Stephan), Maler von Landshut,lernte zu Wien, und machte i 5 g 5 zu Münchensein Probestück. Liporvsky S. 17h. nach demMünchner-Städrzunfrbuch.
westmacott ( ), ein englischer Bildhauerneuester Zeit. Derselbe wurde, nebst andern Künst-lern, von der Mistris Montague zur Anlage ih-res berühmten Hauses in Portman - Squarc (fürsein Inneres des zierlichsten und geschmackvollstenim ganzen Königreiche) in Dienste genommen.FioriUo V. 679. Don ihm kannte man weiterdie Bildsäule bes General Abercrombie zu Pferde,in dem Augenblicke dargestellt, da er die tödtlicheWunde erhielt. Modelle von ihm und ausgeführteArbeiten sah' man auf der Londner - Ausstellung
Westphalen.
1806. In 1810 befand er sich auf der Insel Bar-bados , und fertigte dort eine Statue zum Anden-ken des Lord Nelson's. Deffenrl. zslachr.
* Westmann (Benedikt). NiklausKederließin Schweden, nach ihm selbst, eine Schaumünzeauf diesen Künstler prägen, welcheselten ist: M->c.
— — (Benjamin) ein Architekt zu Stockholm,wo er Conduktenr bey der Oberintendantur 1797war. ocü Orr-ü-On/enste-- 1797
Stockholm itzo.
* — — (R), so nennt der Balemann-fch e Münzgantkaralog I. s 54 - den Verfertigeteiner vortrefflichen Schaumünze von 1708 auf denKönig von Schweden Carl Xll. mit der Umschrift:(lioria Suecorum. Es mag aber soiider Zweifelder Vorname R. ein Druckfehler für B- (enedikt)seyn, dessen das Lex. schon gedenkt.
westmorland, s. oben werrmorland.
Westmüller ( ), ein schwedischer Bild-
niß - und Geschichtsmaler, Mitglied der Maler-und Bildhauer-Akademie zu Stockholm, lebte dortum r8oo. Auf der Kunstausstellung von 1799hatte seine Ariadne, wohl durch das Nackte der Fi-gur, das Aug der meisten Zuschauer auf sich gezo-gen, desto weniger aber durch anderweitigen Werthsich den Beyfall wahrer Kenner erworben. Auchin seinen Bildnissen bemerkte man zwar viel Lebenund Ausdruck i» den Gesichtern, meisterhaft ge-malte Hände, und schöne Drapperien, dabey abereine unangenehme Gteifigkeit in den Stellungen.Acerbi S. 118^19.
westpfehl (P.), ein Maler, nach dem I.Falck ein Bildniß des Philosophen Hartwich Wirchelmann aus Lüneburg, cec. 35. in kl. 4 °. gesto-chen hat. Mrc.
* —- s. auch im Lex. und sofort unten west-phalen.
westphal (Philipp). Ein berühmter Malerzu Königsberg in Preußen um 1647. Von ihmsieht man in der dortigen Pfarrkirche St. Bar-bara eine Altartafek, welche die vier großen Pro-pheten darstellt. In derselbe» solle der (denkwür-digen!) Sage nach, Daniel, nach dem Bildnißdes damaligen Organisten, nicht mit dem Pinsel,sondern mit dem Finger gemalt seyn. BernouilliIII. 82.
* westphalen (Albert van), welcher im Lex.und in den gegenwärtigen Zusätzen s. v. AlbertAidegraf erscheint. Hier fügen wir hinzu: Vonihm, als Maler, besitzt die Gallerie zu Wien:Eine Beschneidung. Dann eine Erscheinung derMadonna an St. Lucas; er zeichnet dieselbe, voreinem Pulte knieend, und ein Engel führt ihm dieHand. Beyde diese Bilder ( 3 ^ 7" hoch, 2^ 7" br.)sind auf Holz gemalt, ganze Figuren, in dem er-ster« ein Viertel - in dem zweyten Halbiebensgröße.Dann ein kleineres: Vertreibung von Adam undEva aus dem Paradiese; die Landschaft und diedarauf wandelnde Menge von einheimischen undfremden Thieren und Insekten jst in diesem Bildsmit bewundernswürdigem Fleiß ausgeführt. DieGa-lerie zu München bewahrt von ihm s.v. Aidegrafvollends vier Bilder.- Zwey Kniestücke einesMannesder Geld zählt, und eines Greisen in weißem Kopf-tuch ; dann den barmherzigen Samariter, wie erdem Verwundeten am Wege Oel in die Wundegießt, und wieder, wie er ihn auf feinem Eselins Wirthshaus bringt, und voraus die Zeche fürihn bezahlt (jedes 5 " 6"^ hoch, 5'^ 1"^ breit),von Männlich nennt die seltenen Gemälde dieses