Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Westphalen.

Künstlers hart und trocken; dagegen spricht Fio-rillo (Deutschland I. 4 « 5 .) wenigstens von diesen,als von Meisterstücken *). — Auch die Galeriedes H. Hof- uno Landgerichts-Advokaten Schmidtzu L>el besaß von ihm 0809) die drey Grazien,und zwey geharnischte Krieger, was der Katalogdieser Galerie als „sehr schön" benennt. DieLitteratur seiner Blatter, «. v. Aldegrever findetsich am ausführlichsten bey Barrsch VIH. 56 abis 449- wo deren 289 aufgezählt werden, dar-unter 61 biblische, 12 aus der Profanhistorie,29 mythologische, 78 Allegorie - und Phantasie-Gegenstände, 9 Bildnisse, und 100 Vignetten,Verzierungen von Goldschmiedsarbeiten u. drgl.Eine Auswahl derselben führt Rost 1 .178—82. auf.Darunter bemerkt man die Bildnisse des Königesder Wiedertäufer, Johanns von Leiden, und desSchwärmers Bernhard Knipperdollings; dann dieEnthauptung des Sohns von Titus Manlius,unter einer Art Guillotine, und des noch sonder-barerem Beyspiels väterlicher Justitz, des krankenGrafen von Archambeau, der einen seiner Enkel er-würgt, damit er nicht —ausarte **). Nach Barrschwäre denn doch sein jüngstes datirtesBlatt von l 656 .nicht 58 . oder gar 62. wie es auch oben in diesenZusätzen heißt. Marterte besaß sein ganzes Werkmit allen Copien (Z80 Bl.) welche nach seinemTode um den Spottpreis von 179 Livr. verkauftwurden. Look. Aemecüe Oict. s. v.

***).

westphalen (AndreasChristoph), ein Mäu-rermeister zu Hamburg 1806. Mrc.

— — (Arnold von, oder aus), ein vortreff-licher Baukünstler, der das berühmte steinerneSchloß zu Meisten erbaute, welcher Bau von 1470bis »483 anhielt. Sächsisches sslirtostraren-Cahinet. Jahrg. 1728. S. 186. Vor uns liegendehandschriftliche Anna!, d. Städtchens Frauen-stein, sagen dagegen, daß gedachter Bau ,471beendet worden sey. Aus Michael Böbm'sGeschichte Herzogs Albert von Sachsen er-fahren wir ferner, daß er auch die Brücke zu Meis-ten erbaute, welche Brücke in allen alten Schriftenals ein Meisterstück in ihrer Art genannt wird.Dieselbe wurde jedoch nachgehends im Kriege zer-stört , und besteht längst nicht mehr. Unter dem ver-derbten Namen Drnald erscheint er ferner in einemBriefe von 1471, den des Churfürst Ernst von Sach-sen Obermarschall, Hugold von Schleinitz, aus sei-»emSchloßeKriebenstein an den Rath der Stadt Mit-weida im Meißnischen erließ, und worin es heißt:»Ihm sey angelangt, daß die Kirchväter zu Mitweidavorhatten und wohlgemeint wären, den Chor in derPfarrkirche wölben zu lassen, so sie einen fügli-chen Mann dazu haben konnten, Her solch Ge-wölbe ohne Pfeiler verfertigen, und das Gottes-haus damit bewähren könnte. Nun hätte er jetzoden Meister Donald, seines gnädigen Herrn (d. h.gedachten Churfürsten) Werkmeister zum Krieben-steine bey sich, der der tauglichste und behendsteWerkmeister auf Steinwerk und Mauern zu ma-chen sey, den er je erkannt habe, so daß er nichtallein in der Kunst und Arbeit, sondern auch indem Rathe tauglich sey. Demnach wäre sein Rath"u. s f. Hermann Mitwerdlsches Denk-mal. Chemnitz 1698. 8°. S. 39.

Westphalen.

Westphalen oder westphal (Carl Da-niel) , ein Maler zu Alton« t 8 o 5 . Er wird derjüngere genannt, im Gegensatze mit dem(aber damals schon verstorbenen) dortigen MalerZoh. Georg Westphal. Alronaer- Adreß-buch auf 1806.

— — (Daniel Heinrich), ein Maler zu Ham-burg 1806. Hamburg isch es Adreßbuchauf 1806.

— — eigentlich Westphal (Friedrich), einNotenstecher zu Berlin, wo er 1809 eine Noten-druckerey anlegte. A-n.

— - (Gregor), war i 5 S 5 Münzmeister desFürsten von Pommern. Hlrsch deutsch. Münz-archiv III. 48.

— — (H.), ein geringer Kupferstecher zuHamburg, der von den Buchhändlern beschäftigtwurde. Arbeit von ihm findet sich in: GründlicheVorstellung der vorzeiten aus dem Heidenlhum indie Kirche eingeführten Gebräuche und Ceremonien.Aus dem Franz, des Mussard. Leip ig und Zell1696 8°.; E. G- Happelius stelstiones curiosssu. s. f. Hamburg 1707 — 1709 4°; Kurzer undgründlicher Entwurf der fünfzehnjährigen Cam-pagnen Carl Xll. Lunden in Schone» 1716 8°.;(das jämmerliche Bildniß Carl XII); B. Men-zer's neu verbesserte Rutils pneumsrics. Hamb.i7"9 4 "- u. s. f. Dann das Bildniß des Pet.Lambeccius, Fol.; Karten u. s. f. S. auch dengleich folg. Art.

— — — Nach einem, gleichen Namens,hat I. Falk das Bildniß eines Professors HärtungWichelmanns gestochen. S> auch den vorherge-henden Art. Ob jener Stecher und dieser Maleroder Zeichner wohl Einer und Derselbe seyn dürfte?Und ist zu bemerken, daß erwähntes Bildnißdes Prof. Hartungs, gleich oben, einem O. west-pfehl zugeschrieben wird.

— — oder westpfal (Joh. Georg), einMaler, s. oben Carl Daniel Westphalen.

— — — — (Michael), wird in des G.Thiele: Der Domkirche in Gustrorv 5 oojäh-riges Alter. Rostock 1726 4°. S. 162. als einGlockengiesser 1617 genannt.

— — — — (Michael Friedrich), ein Bern-fieinarbeiter zu Danzig um 1809. Er pflegte mitseinen Arbeiten die Märkte Teuschlands zu bezie-hen. Lkc.

— — — (P.). Nach einem solchenMaler (vielleicht mit dem obigen f). WestpfehlEine Person) hat I. C. G- Fritsch ein BildnißKaiser Joseph II. geliefert.

— — -- eigentlich westphal ( ),

erscheint um 1771 als Münzmeister zu Schwabach.Mrr.

— — — — s. auch oben Westpfehl unbwestphahl.

«) Auch Sartsck» spricht mit großer Achtung von dem Unftigen, von dem Glänze der Farben seiner Bilder,und von der Genauheit und Zartheit seines Grabstichels; einzig dürsten die allzuvielcn gebrochenen Faltenseiner Gewänder zu rügen seyn.

iiii) So lautet wirklich die Jnnschrist. Natürlicher meldet indessen die Geschichtet Ant Strafe wegenuureuscher Angriffe auf mehrere Frauenspersonen.

Ausführlicher über diesen Künstler werde« unsre künftigen Zusätze handeln.