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Weyer,
Weyck.
Er war ein guter Historien- und Brldmßmalerund besaß ein schönes der Natur gemäßes Colorit.Runst-Historie i Danmark af weinrvichS. 92. Ludwig blühte in dem letzten Vertheildes XVIl. Jahrhunderts. In den Funeralien desHerzogs von Holstein-Schleswig, Christian Al-brechts (die gr. Fol. 1695 zu Schleswig und Kielgedruckt wurden) findet sich, nach ihm, dasBild-niß dieses Fürsten, das allegorische Litelkupfer(beydes in Fol.), und ein kleineres eingedrucktesKupfer mit drey Brustbildern aus dieser fürstlichenFamilie, die sämmtlich Joh. Friedlein zu Kiel l 6 g 5und 1696 (obwohl der Druck nur mit 1695 datirl)in Kupfer brachte. Auch I. Gole und J.Munikhuysesollen Bildnisse nach ihm gestochen haben.
^ weyck (Thomas), f. im Lex. und unten
Wpck.
*weyde (Roger van der), s. im Lex. undunten wyde.
*weydmüller( ). Sie hieß JohanneElisabeth, geb. Rrüger aus Sorau, und (seit2771.) Mitglied (s.b. Pensionnaire) der Künstler-Akademie zu Dresden. Dieselbe legte den erstenGrund der Malerei) auf Glas bey ihrem Vater,und setzte alsdann diese Kunst durch fleißiges Stu--iren nach der Natur weiter fort. Ihre vorzüg-lichsten auf Glas gemalten Sachen sind Blumenund Fruchtstücke. Ehedem malte sie auch Portraikeauf Glas. Ihre Werke befinden sich in verschie-denen Gallerten, als zu Mannheim und München.So hieß es schon 1789 bey LReuselll. Dannaber Ebendas. III. (Lh. Z. S. r8i.) weit aus-führlicher: „Ward geb. zu Sorau 1725, wo ihrVater, Rrüger, Hofmaler des Grafen von Prom-nitz war. Nach dem siebenjährigen Krieg verheu-rathete sie sich mit dem Kursächsischen LieutenantFriedr.Aug. weydmüller. In Dresden malte sieverschiedene Stücke für den Hof, z.B. eineKreutzi-gung Christi, Salomons erstes Gericht, Ahasverus,wie er die Esther begnadigt. Sie gab der ganzenFamilie des Kurfürsten Unterricht im Zeichnen undMalen, und machte mit dem Hofe verschiedeneReisen, besonders nach München, wo sie aucheinen großen Ruf in ihrer Kunst erhielt, und woihre Arbeiten, so wie in Mannheim, in denGallerien aufgestellt wurden. Sie malte nicht nurBlumen, Früchte, Thierstücke, Porträte und hi-storische Stücke auf Glas, sondern trieb auch aufnicht gemeine Art die Seidenmalerey. Sie maltealles mit petrificirten Farben, die sie meistensaus Rom erhielt. In der kurfürstl. jetzt königl.Eallerie findet man eine große Menge von ihrenGemälden; unter andern ein sehr großes Blumen-stück, r Elle lang und fz Elle hoch; ein wahresMeisterstück, von Kennern bewundert!" Sie st.zu Dresden, als 82 I. alte Wittwe 1807. Im:
Verreick. 6. Oemälüe i. ä. Xurkürstl. 6sllsrie2. vresllen 8°. 8oi. 5 . r8Z- werden von ihr,als im dortigen Kabinet der Pastellmalereyen be-findlich, „viele Blumenstöcke, nebst einigen Figu-ren als Nachtstücke, auf Glas gemalt," genanntAnderwärts heißt sie Blumenmalerin „hinter Glas,"was freylich etwas ganz Anderes wäre.
*Weydner, s. Weidnec im Lex. u. oben.
Weyen (Hermann van). So wird irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein Landschaftsmaler genannt.Er oder dann ein anderer
— — — gleichen Namens führte einen Ku-pferstichhandel. Bey ihm fanden sich z.B nebenApostel- und Heiligenbildern: Figuren zu Sonn-tagstexten; eine Passion nachJ.Caüot, ein Catafalkdes Jesuiten P. Cotton auf zwey Blättern, mit1626 datirt, was ungefehr die Lebenszeit des
s
Unsrigen anzuzeigen scheint. Auch der Katalogvon winkler führt, bloß mit seinem excull.bezeichnet, an: Eine H. Familie, wo der kleineSt. Johann, auf einem Lamme reitend, dem Kindein Kreuz darbietet; dann eine Beschneidung,und ein Bildniß des St.Dionyflus, Apostels inGallien. Ein Bildniß des Jesuiten St. Binet,hatte nach ihm (heißt es irgendwo) C-Cherpignon(lebte in der Mitte des XVII. Jahrh.) gestochen.„Wir kennen" (sagt einer unsrer Freunde) „ein sehrartig in Queroct. geetztes Blatt: Christi Taufedurch Johannes, mit der Unterschrift: llaptismc»bsbeo örc. bezeichnet, ohne Weiteres, mit: ÄerMMcum privile^lo. In Gantkatalogenund andern dergleichen geringern Quellen derKunstgeschichte, wird er dann ausdrücklich alsKupferstecher und Kunstverleger genannt, und alsvon ihm gestochen folgendes rubricirt: Eine H. Fa-milie 40.; 42 Blatt mit Geschichten aus denEvangelien; weiter nach Callok ein Ecce Homo(oben die Passion Christi genannt,
V. ^eM-exc. 12 Bl ); nach Lorenz de la Hire, einTitelkupfer: porticus Lro.; nach Jac.Jordaens:Christus vor dem Hohenpriester Caiphas (blos mitseinem exo. und Kopie eines von Marinus gesto-chenen Blattes); und a. m. nach Guido Reni,P.P. Rubens rc. Wieder anderwerts wird dieserweyen kurz ein Kupferstichverleger und Kupfer-drucker zu Paris um 1640 genannt, und hingegenbezweifelt, daß er selbst Stecher gewesen, daseine meisten Blätter einzig mit seinem excuä.bezeichnet sind. Für seinen Verlag dann arbeitetenz.B. C. Cherpignon, I. Falk, L. de la Hire undPoilly.
weyer (D.G.) !n v. So ist eine nummerirtsFolge zwölf kleiner viereckiger Blätter (mit aller-hand Vorstellungen en Medaillon) bezeichnet, dieHeinr. Ulrich zu Nürnberg 1601, für eignen Verlag,in Kupfer brachte.
* — — (Gabriel). Er st. um (s. b. nach)1640. Sein Werk wird auf 186. Bl. geschätzt (?).Von ihm sind die Sinnbilder im Großen Rathssaalszu Nürnberg gemalt worden, welche P. Jselburg(rkl/.) auf 32 . Bl. gestochen. Von Ebendemselbenkennt man nach ihm vier Blätter aus der Geschichtedes Verlornen Sohns; dann auch die Bildnissedes Kaisers Matthias, und der Kaiserin Anna.Von D. Krüger eine Pieta, und in B. Caymox Ver-lage (1617.) die Auferweckung Lazari, ein großesBlatt. S. auch den gleich ff. Art. Liporvsky.Einer unserer Kunstfreunde giebt uns für diesenArt. ff. Zusatz: „Wir kennen schöne, getuschte,und mit der Feder umrissene historische Zeichnun-'gen, die er schon 1606 zu Nürnberg fertigte.Sebastian Heußler sagt in der mit i 6 i 5 datir-ten Vorrede zu seinem: Aeu künstlich Lechtbuch.Nürnberg bey Balthasar Caymox qu. 4°.
(andre Auflagen ib. 1616, 1617 Leo.) von denKupfern dieses Werkes: „Daß er den unsernkunstreichen Maler zu seinen Stellungen bekommen,der ihm solche auf sein Angebe» in Kupfer gebrachthabe, wie augenscheinlich zu sehen sey." DieseFiguren sind aber eben so mittelmäßig gezeichnet,als radirt. Noch kennen wir ein: Aeu Lünft-lich Fahnenbüchlein Durch Johann Renner,vnd Sebast Heußler, Kriegsmann. Nürnb. 1616.qu. kl.40. Die Kupfer dazu sind betitelt: b^erokünstlich Fahnenbüchlein ^nuo 1616. inveo.Sab. Auch diese in einem kleinen Format
radirten Stücke sind schlecht gerathen, mit Aus-nahme des zweyten Blattes (ein stehender Kriegs-mann mit einem Spieße, vor ihm ein fitzenderHund), was artig zu nennen ist. Aach ihmkennen wir: ö. Oar/Mox exe. 12 nummcr. Blattermit Meerwunder» in qu. gr. 8°. (Christ. Weigelsetzte später seine Verlagsadresse darauf, und löschtedie alte aus); die Auferstehung Lazari rc. Fol-;