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Meine letzte Reise nach Paris / [von Jakob Heinrich Meister]
Entstehung
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Abendbrodt reichte. Sie waren bei einer Spielpar-thie gar sehr beschäftigt. Gegen fünf Uhr niufsteich wieder abreisen, und ich fand meine Spielerauf der nemlichen Stelle. Die Thaler rollten nochimmerfort über den Tisch, und der letzte Pot, denich gewinnen sah , belief sich über 30 Louisdor.Das war sonder Zweifel nichtein Huhn der Art*),welches Heinrich IV. allen Bauern seines König-reichs für den Sonntag wünschte. Wenigstens machtedies die wilde Hitze und den Unwillen sehr rege ;allein die Parthie kam damit noch nicht zu Ende.

Die Ausgaben für alle Beamte der Regierungbis zu den letzten Unterbedienten sind ausserordent-lich grofs. Als ich zurückgieng, machte ich dieReise von Paris nach Basel mit der Post; undbeiläufig will ich es hier nur anmerken , dafs michdie ganze Reise , ob ich gleich drei Centner Gepäckhatte , nur drei neue Thaler baares Geld , die Zeh-rungskosten nicht mitgerechnet, kostete. Sehr oftsah ich es denn, dafs die Fuhrleute der Regierungsich Geflügel, Wildpret , Pasteten, auftragen Hes-sen , indefs auf dem Tische der Reisenden nureine elende Hammelskeule und ein schlechtes Ne-benessen war. S. 42.

jo.) Es giebt viele Künstler und Arbeiter, diejetzt nicht das Drittel, nicht das Viertel, nicht ein-

') Der ganze Satz von verschiedenen Spielern, alles, wasjnl Pot steht, heifst im französischen ta parle; daherdas Wortspiel. A. d. L'eb.