Vermischte Gedichte.
Am schilfigteil UferLiegt die wollüstigeFlammengezüngte Schlange,Gestreichelt vom Sonnenstrahl.
Fliehe sanfte NachtgängeIn der Mondendämmerung,
Dort halten zuckende KrötenZusammenkünfte auf Kreuzwegen.
Schaden sie nicht,
Werden sie schrecken. —
Ehrlicher Mann,
Fliehe dieses Land!
Dritte.
Sey gefühllos!
Ein leichtbewegtes HerzIst ein elend GutAuf der wankenden Erde.
Behrisch! des Frühlings LächelnErheitre deine Stirne nie;
Nie trübt sie dann mit VerdrußDes Winters stürmischer Ernst.
Lehne dich nie an des MädchensSorgenverwiegende Brust,
Nie auf des FreundesElendtragenden Arm.
Schon versammelt,
Von seiner Klippenwarte,
Der Neid auf dich
Den ganzen luchsgleichen Blick;
Dehnt die Klauen,
Stürzt, und schlägtHinterlistig sieDir in die Schultern.
Stark sind die magern ArmeWie Panther-Arme,
Er schüttelt dichUnd reißt dich los.
Tod ist Trennung!
Dreifacher TodTrennung ohne HoffnungWiederzusehn.
Gerne verließest duDieses gehaßte Land,
Hielte dich nicht FreundschaftMit Blumenfesseln an mir.
Zerreiß sie! ich klage nicht.
Kein edler FreundHält den Mitgefangnen,
Der fliehen kann, zurück.
Der Gedanke
Von des Freundes Freiheit,
Ist ihm FreiheitIm Kerker.
Du gehst, ich bleibe.
Aber schon drehen
Des letzten Jahres Flügelspeichen
Sich um die rauchende Axe.
Ich zähle die SchlägeDes donnernden Rads,
Segne den letzten,
Da springen die Riegel, frei bin ich wie du
ElrLmm.
An Uranien.
Uns gaben die GötterAuf Erden Elysium!
Wie du das ErstemalLiebahndend dem FremdlingEntgegentratst
Und deine Hand ihm reichtest,Fühlt' er alles voraus,
Was ihm für SeligkeitEntgegen keimte!
Wie du den liebenden ArmUm den Freund schlangst,
Wie ihm Lila's BrustEntgegenbebte,
Wie ihr, euch rings umfassend,In heil'ger Wonne schwebtet,Und ich, im Anschaun selig,Ohne sterblichen NeidDaneben stand!
Wie durch heilige Thäler wirHand' in Hände wandelten,Und des Fremdlings TreuSich euch versiegelte,
Daß du dem liebenden,
Stille sehnenden,
Die Wange reichtestZum himmlischen Kuß!
Wenn du fern wandelstAm Hügelgebüsch,
Wandeln LiebesgestaltenMit dir den Bach hinab;
Wenn mir auf dem FelsenDie Sonne niedergeht,
Seh' ich FreundegestaltenMir winkenDurch wehende ZweigeDes dämmernden Hains;