Vermischte Gedichte.
Seh' ich, verschlagenUnter schauernden HimmelsOede Gestade,
In der VergangenheitGoldener MyrtenhainsdämmerungLila'n an deiner Hand;
Seh' mich schüchternenEure Hände fassen,
Bittend blicken,
Eure Hände küssen —
Eure Augen sich begegnen,
Auf mich blicken, seh'ich,
Werfe den hoffenden BlickAuf Lila; sie nähert sich mir,Himmlische Lippe!
Und ich wanke, nahe mich,
Blicke, seufze, wanke —
Seligkeit! Seligkeit!
Eines Kusses Gefühl!
Mir gaben die GötterAuf Erden Elysium!
Ach, warum nur Elysium I
Pilgers Morgenlied.
A» Lila.
Morgennebel, Lila,
Hüllen deinen Thurm um.
Soll ich ihn
Zum letztenmal nicht sehn!
Doch mir schweben tausend BilderSeliger ErinnerungHeilig warm um's Herz.
Wie er da stand,
Zeuge meiner Wonne,
Als zum erstenmalDu dem FremdlingAengstlich liebevollBegegnetest,
Und mit einemmalEw'ge FlammenIn die Seel' ihm warfst! —Zische Nord!
Tausend - schlangenzüngigMir um's Haupt!
Beugen sollst du's nicht!
Beugen magst duKind'scher Zweige Haupt,
Von der SonneMuttergegenwart geschieden.
Allgegenwärt'ge Liebe!Durchglühst mich;
Beutst dem Wetter die Stirn,Gefahren die Brust;
Hast mir gegossenJn's früh welkende HerzDoppeltes Leben:
Freude zu leben,
Und Muth!
Mahomet's Gesang.
Seht den FelsenquellFreudehell,
Wie ein Sternenblick;
Ueber WolkenNährten seine JugendGute Geister
Zwischen Klippen im Gebüsch.
JllnglingfrischTanzt er aus der WolkeAuf die Marmorfelsen nieder,Jauchzet wiederNach dem Himmel.
Durch die GipfelgängeJagt er bunten Kieseln nach,
Und mit frühem FührertrittReißt er seine BruderquellenMit sich fort.
Drunten werden in dem ThalUnter seinem Fußtritt Blumen,Und die WieseLebt von seinem Hauch.
Doch ihn hält kein Schattenthal,Keine Blumen,
Die ihm seine Knie' umschlingen,Ihm mit Liebes-Augen schmeichelnNach der Ebne dringt sein LaufSchlangenwandelnd.
Bäche schmiegen
Sich gesellig an. Nun tritt er
In die Ebne silberprangend,
' Und die Ebne prangt mit ihm,
Und die Flüsse von der EbneUnd die Bäche von den BergenJauchzen ihm und rufen: Bruder!Bruder, nimm die Brüder mit,Mit zu deinem alten Vater,
Zu dem ew'gen Ocean,
Der mit ausgespannten ArmenUnser wartet,
Die sich ach! vergebens öffnen,Seine Sehnenden zu fassen;
Denn uns frißt in öder WüsteGier'ger Sand; die Sonne drobenSaugt an unserm Blut; ein Hügel