Vermischte Gedichte.
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Und ich schwöre bei meinem Leben!
Hätte man Sanct Paulen ein Bisthum geben:Poltrer wär' worden ein fauler BauchWie eseteri oonkratres auch.
Der Schuster aber und seines GleichenVerlangten täglich Wunder und Zeichen,
Daß einer pred'gen sollt' für Geld,
Als hätt' der Geist ihn hingestellt.
Nickten die Köpfe sehr bedenklichUeber die Tochter Zion kränklich,
Daß ach! auf Kanzel und AltarKein Moses und kein Aaron war,
Daß es dem Gottesdienste ging,
Als wär's ein Ding wie ein ander Ding,
Das einmal nach dem Lauf der WeltIm Alter dürr zusammenfällt.
„O weh der großen Babylon!
„Herr, tilge sie von deiner Erden,
„Laß sie im Pfuhl gebraten werden,
„Und, Herr, dann gieb uns ihren Thron!"So sang das Häuflein, kroch zusammen,Theilten so Geist's- als Liebesflammen,Gafften und langeweilten nun,
Hätten das auch können im Tempel thun.
Aber das Schöne war dabei,
Es kam an jeden auch die Reih,
Und wie sein Bruder wälscht' und sprach,Durft' er auch wälschen eins hernach;
Denn in der Kirche spricht erst und letztDer, den man hat hinausgesetzt,
Und gläubigt euch und thut so groß,
Und schließt euch an und macht euch los,
Und ist ein Sünder wie andre Leut',
Ach und nicht einmal so gescheut!
Der größte Mensch bleibt stets ein Menschenkind,Die größten Köpfe sind das nur, was andre sind,Allein das merkt, sie sind es umgekehrt:
Sie wollen nicht mit andern ErdentröpfenAuf ihren Füßen gehn, sie gehn auf ihren Köpfen,Verachten, was ein jeder ehrt;
Und was gemeinen Sinn empört,
Das ehren unbefangne Weisen,
Doch brachten sie's nicht allzuweit:
Ihr von plus uttrs. jeder Zeit
War: Gott zu lästern und den Dreck zu Preisen.
Behalten auch zu unsern ZeitenDie Gabe, Geister zu unterscheiden:Cap und Champagner und Burgunder,Bon Hoch - nach Riidesheim hinunter.
Die Priester schrieen weit und breit:
Es ist, es kommt die letzte Zeit,
Bekehr' dich, sündiges Geschlecht!
Der Jude sprach: Mir ist's nicht bang;Ich hör' vom jüngsten Tag so lang.
Es waren, die den Vater auch gekannt.
Wo sind sie denn? Eh, man hat sie verbrannt.
O Freund, der Mensch ist nur ein Thor,Stellt er sich Gott als seines Gleichen vor.
Der Vater saß auf seinem Thron,
Da rief er seinen lieben Soh^i,
Mußt' zwei- bis dreimal schreien.
Da kam der Sohn ganz überquerGestolpert über Sterne herUnd fragt: Was zu befehlen?
Der Vater frägt ihn, wo er stickt —
„Ich war im Stern, der dorten blickt,Und half dort einem WeibeVom Kind in ihrem Leibe."
Der Vater war ganz aufgebrachtUnd sprach: Das hast du dumm gemacht!Sieh einmal auf die Erde.
Es ist wohl schön und alles gut,
Du hast ein menschenfreundlich BlutUnd hilfst Bedrängten gerne;
Du fühlst nicht, wie es mir durch Mark und Seele geht,Wenn ein geängstet Herz bei mir um Rettung fleht,Wenn ich den Sünder seh' mit glühenden Thränen....
Als er sich nun hernieder schwungUnd näher die weite Erde sah,
Und Meer und Länder weit und nah:Ergriff ihn die Erinnerung,
Die er so lange nicht gefühlt,
Wie man da drunten ihm mitgespielt.
Er auf dem Berge stille hält,
Auf den in seiner ersten ZeitFreund Satanas ihn aufgestelltUnd ihm gezeigt die volle WeltMit aller ihrer Herrlichkeit.
Wie man zu einem Mädchen fliegt,Das lang an unserm Blute sogUnd endlich treulos uns betrog:
Er fühlt in vollem HimmelsflugDer irdischen Atmosphäre Zug,