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Sprüche in Prosa.
und springen lustig auf der Tenne hin und wieder, unbekümmert,ob sie zur Mühle, ob sie zum Saatfeld wandern.
Arden von Feversham, Shakspeare's Jugendarbeit.Es ist der ganze reintreue Ernst des Ansfassens und Wieder-geben«, ohne Spur von Rücksicht auf den Effect, vollkommendramatisch, ganz untheatralisch.
Shakspeare's trefflichsten Theaterstücken mangelt es hie undda an Facilität: sie sind etwas mehr, als sie seyn sollten, und ebendeßhalb deuten sie auf den großen Dichter.
Die größte Wahrscheinlichkeit der Erfüllung läßt noch einenZweifel zu; daher ist das Gehoffte, wenn es in die Wirklichkeiteintritt, jederzeit überraschend.
Allen andern Künsten muß man etwas vorgeben, der Grie-chischen allein bleibt man ewig Schuldner.
Vis superbs ldriuss. Ein schönes Wort von JohannesSecundus.
Die Sentimentalität der Engländer ist humoristisch und zart,der Franzosen populär und weinerlich, der Deutschen naiv undrealistisch.
Das Absurde mit Geschmack dargestellt, erregt Widerwillenund Bewunderung.
Von der besten Gesellschaft sagte man: Ihr Gespräch ist un-terrichtend , ihr Schweigen bildend.
Von einem bedeutenden frauenzimmerlichen Gedichte sagtejemand, es habe mehr Energie als Enthusiasmus, mehr Cha-rakter als Gehalt, mehr Rhetorik als Poesie, und im Ganzen etwasMännliches.
Es ist nichts schrecklicher als eine thätige Unwissenheit.
Schönheit und Geist muß man entfemen, wenn man nichtihr Knecht werden will.
Der Mysticismus ist die Scholastik des Herzens, die Dia-lektik des Gefühls.
Man schont die Alten, wie man die Kinder schont.
Der Alte verliert eins der größten Meuschenrechte: er wirdnicht mehr von seines Gleichen beurtheilt.
Es ist mir in den Wissenschaften gegangen wie Einem, derfrüh aufsteht, in der Dämmerung die Morgenröthe, sodann aberdie Sonne ungeduldig erwartet, und doch, wie sie hervortritt,geblendet wird.
Man streitet viel und wird viel streiten über Nutzen undSchaden der Bibelverbreitung. Mir ist klar: schaden wird siewie bisher, dogmatisch und phantastisch gebraucht; nutzen, wiebisher, didaktisch und gefühlvoll ausgenommen.
Große, von Ewigkeit her, oder in der Zeit entwickelte, ur-sprüngliche Kräfte wirken unaufhaltsam; ob nutzend oder schadend,das ist zufällig.
Die Idee ist ewig und einzig; daß wir auch den Pluralbrauchen, ist nicht wohlgethan. Alles, was wir gewahr werdenund wovon wir reden können, sind nur Manifestationen der Idee;Begriffe sprechen wir aus, und in sofern ist die Idee selbst ein Begriff.
Im Aesthetischen thut man nicht wohl, zu sagen: die Ideedes Schönen; dadurch vereinzelt man das Schöne, das doch ein-zeln nicht gedacht werden kann. Vom Schönen kann man einenBegriff haben, und dieser Begriff kann überliefert werden.
Die Manifestation der Idee als des Schönen ist eben soflüchtig, als die Manifestation des Erhabenen, des Geistreichen'des Lustigen, des Lächerlichen. Dieß ist die Ursache, warum soschwer darüber zu reden ist.
Aecht ästhetisch-didaktisch konnte man seyn, wenn man mitseinen Schülern an allem Empfindungswerthen vorüberginge,oder es ihnen zubrächte im Moment, wo es culminirt und siehöchst empfänglich sind. Da aber diese Forderung nicht zu er-füllen ist, so müßte der höchste Stolz des Kathederlehrers seyn,die Begriffe so vieler Manifestationen in seinen Schülern derge-stalt zum Leben zu bringen, daß sie für alles Gute, Schöne,Große, Wahre empfänglich würden, um es mit Freuden aufzu-fassen, wo es ihnen zur rechten Stunde begegnete. Ohne daßsie es merkten und wüßten, wäre somit die Grundidee, worausAlles hervorgeht, in ihnen lebendig geworden.
Wie man gebildete Menschen sieht, so findet man, daß sienur für Eine Manifestation des Unwesens, oder doch nur für