MaSkenzüqe.
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Der Hügel Grün, das Grünere der Matten,
Sie haben ihm ein Paradies gebaut;
Doch heute ließ' er gern den Kreis der Erden,
Nnr um das Glück, vor Euch genannt zu werden.
Doch seyd ihm gnädig, wohlgestimmt erduldet,Wenn Seltsames vielleicht vor Euch erscheint.
Als Dichter hat er manches zwar verschuldet,
Im Hähern Sinne war es gut gemeint.
Ich sehe mich allein, die andern fehlen:
Da nehm' ich mir ein Herz, und will's erzählen.
Weltverwirrung zu betrachten,
Herzensirrung zu beachten,
Dazu war der Freund berufen,
Schaute von den vielen StufenUnsres PyramidenlebensViel umher, und nicht vergebens:
Denn von außen und von innenIst gar manches zu gewinnen.
Daß nun dieß auch deutsche LeuteBei Gelegenheit erfreute,
Ließ er auf der Bühne schauenHeldenmänner, Heldenfrauen.
Wenige zuerst, dann vieleKamen zum belebten Spiele,
Immer nach verschiednen Formen,
Strengen und befreiten Normen;
Da denn unter diesem HaufenAllerlei mag unterlaufen,
Womit ich mich nicht befasse,
Sondern bittend Euch verlasse:
Daß Jhr's freundlich mögt beschauen,
Hohe Herrn und hohe Frauen.
Mahomrt.
Der Weltgeschichte wichtiges Ereigniß!
Erst Nationen angeregt,
Dann unterjocht und mit ProphetenzeugnißEin neu Gesetz den Völkern auferlegt.
Die größten Thaten, die geschehen,
Wo Leidenschaft und Klugheit streitend wirkt,
Im kleinsten Raume dargestellt zu sehen —
In diesem Sinn ist solch ein Bild bezirkt.
Das einzig macht die Kunst unsterblich,
Und bleibt der Bühne Glanz und Ruhm,
Daß sie, was groß und würdig, was verderblich,Von je betrachtet als ihr Eigenthum.
Doch mußte sie bei Füll' und Reichthum denken,Sich Zeit und Ort und Handlung zu beschränken.
Der Gallier that es, wie's der Grieche that;
Der Britte doch, mit wenigem Bemühen
Gewohnt die Segel aufzuziehen,
Erfand sich einen andern Rath :Einbildungskraft verlangt er, die so gerneGeschäftig schwärmt, den Tag im Tag vergißt,Von nächster Nähe bis zur weitsten FerneDie schnellsten Wege hin und wieder mißt,
Der es beliebt, zu immer regem Leben,
Mit Handlungen die Handlung zu durchweben.
Dort wird Verstand gefordert, um zu richten,Ob alles wohl und weislich sey gestellt,
Hier fordert man Euch auf zu eignem Dichten,Von Euch verlangt man eine Welt zur Welt,Wo Dichter, Spieler, Schauer sich verbinden,Sich wechselseits erwärmen und entzünden.
Götz von öerlichingcn.
So auch der Deutsche gern. Aus diesem PfadeNaht frei entwickelt sich ein reich Gebild.
Auch dieses bittet: Schenkt ihm Gunst und Gnade!Die bunten Züge mustert freundlich mild,
Alsdann vernehmt, ganz zur gerechten Stunde,Was er verbirgt im tiefsten Hintergründe.
Die Schreckenstage, die ein Reich erfährt,
Wo jeglicher befiehlt und keiner hört,
Wo das Gesetz verstummt, der Fürst entflieht,
Und niemand Rath und niemand Rettung sieht,Die schildr' ich nicht: denn ewig ungepaartBleibt solchem Fest Erinnrung solcher Art.
Doch dieses Bild führt uns heran die Zeit,
Wo Deutschland, in und mit sich selbst entzweit,Verworren wogte, Scepter, Krummstab, SchwertFeindselig eins dem andern zugekehrt;
Der Bürger still sich hinter Mauern hielt,
Des Landmanns Kräfte kriegrisch aufgewühlt;
Wo auf der schönen Erde nur Gewalt,
Verschmitzte Habsucht, kühne Wagniß galt.
Ein deutsches Ritterherz empfand mit PeinIn diesem Wust den Trieb, gerecht zu seyn.
Bei manchen Zügen, die er unternahm,
Er half und schadete, so wie es kam;
Bald gab er selbst, bald brach er das Geleit,
That Recht und Unrecht in Verworrenheit,
So daß zuletzt die Woge, die ihn trug,
Auf seinem Haupt verschlingend überschlug;
Er, würdig-kräft'ger Mann, als Macht gering,Im Zeitensturm unwillig unterging.
Ihm steht entgegen, selbstgewiß, in Pracht,
Des Pfaffenhofes listgesinnte Macht,