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Einzelne Scenen zu festlichen Gelegenheiten.
Jn's Feld hinaus! Das heißt nicht meiden;Denn meine Seele scheidet nicht.
Ja mich erwarten hohe Freuden,
Und ich erfülle meine Pflicht.
Ich will in's Feld! Warum nicht scheiden?
Dir sey die Thräne, mir die Pflicht.
Nun Lebewohl! Es ist kein Leiden:
Ich bleibe dein! Vergiß mein nicht!
Erster Jäger.
Vergiß mein nicht! das ist ein schlechtes Fressen!Wer will denn leben, kann er nicht vergessen?Vergessen! ja sich selbst vergessen,
Das ist die Kunst, so soll es seyn!
Mit Feinden hab' ich mich gemessen,
Mit Mädchen und mit Flaschen Wein.
Zweiter Jäger.
Es ist nicht recht, den Gast zu stören;
Wir mochten das noch einmal hören.
Den Feind zu schlagen, das ist Scherz,
Und wer noch lebt, wird immer naschen,
Da giebt es Mädchen, giebt es Flaschen;
Doch haben wir auch eine Art von Herz,
Der Kleine soll uns singend rühren.
Lxstrr Jäger.
Ich schlase schon; laßt euch verführen!
Länger.
(wiederholt fein Lied).
Zweiter Jäger.
Ganz recht! Der Abschied ist ein Spiel!
Nun wird es ernst und immer besser:
Es sey dein Lied ein scharfes Messer;
Dem Feind die Spitze, niir den Stiel!
Lchlnßchor.
Und so hat denn der Dichter das Wahre gesagt,Wie wir es denn alle nun wissen.
Ihr Jünglinge seyd, so wie es nun tagt,
Zum Marsch und zum Streite beflissen.
Gedenket an uns in der blutigen Schlacht,
Und habt ihr das Werk mit, das große, vollbracht,So bringt uns, was ihr uns genommen.
Länger lSolo, quasi psrlsncko).
Eure GegenwartSo lieb und werth!
Lhor.
So seyd ihr uns herzlich willkommen.