Mehrbändiges Buch 
Goethe's sämmtliche Werke : Vollständige Ausgabe in sechs Bänden
Entstehung
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Beiträge zur Optik.

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Wir legen sie dergestalt vor uns, daß der rothe und gelbe ^Rand unter dem Schwarzen, der blaue und gelbe über dem !Schwarzen sich befindet.

Nr. 12. Ein weißer Stab auf schwarzem Grunde mitfarbigen Enden.

Wir halten ihn perpendicular vor uns, so daß der rothe und 'gelbe Rand oben, der blaue und violette unten sich befindet. ^

Nr. 13. Ein schwarzer Stab auf weißem Grunde mit !bunten Enden.

Wir betrachten ihn dergestalt, daß das blaue und violetteEnde sich oben, das rothe und gelbe sich unten befindet.

Nr. 14. Die Gestalt einer Fackel, Weiß auf Schwarz.

Nr. 15. Eben dieselbe Gestalt mit Farben, wie sie durch's §Prisma erscheinen.

Nr. 16. Eine Tafel halb schwarz, halb weiß, auf demschwarzen Theile eine weiße Rundung mit gelber Einfassung, jauf dem weißen Theile eine schwarze Rundung mit blauer !Einfassung. !

Diese Tafel erklärt sich erst in dem folgenden Stücke. !

Nr. 17. Eine halb weiße, halb schwarze Tafel, auf jedemTheile eine elliptische Figur mit abwechselnden Farben, in deren !Mitte man noch Schwarz und Weiß erkennt. !

Nr. 18. Eine gleichfalls getheilte schwarze und weiße Tafel !mit völlig farbigen elliptischen Figuren.

Diese beiden letzten Tafeln legt der Beobachter horizontalvor sich, dergestalt daß der schwarze Theil sich zu seiner linken !Hand befindet.

Nr. 19. Zwei Hori-ontallinien, von einer Verticalliniedurchkreuzt.

Mau kann sie horizontal, vertical und diagonal vor'sPrisma halten.

Nr. 2V. Schmale weiße Streifen auf schwarzem Grunde.

Nr. 21. Schmale schwarze Streifen auf weißein Grunde.

Diese beiden Tafeln werden vor's Prisma gebracht der-gestalt, daß die Streifen mit der Achse des Prismas Parallellaufen.

Nr. 22. Gebrochene schwarze und weiße Linien.

Man kann diese Karte sowohl horizontal als vertical unddiagonal vor's Prisma bringen.

Nr. 23. Eine schwarz und weiß getheilte Tafel; auf demschwarzen Theile ein weißes Rund, auf dem weißen einschwarzes Rund.

Ich wünsche, daß der Beobachter, wenn die ganze Samm-lung vor ihm liegt, diese Nummer an die Stelle von Nr. 16und diese hierher lege; denn das ist eigentlich die Ordnung,wie sie gehören. Es versteht sich aber, daß die Nummern selbstnicht verändert werden, weil die gegenwärtige Tafel in meinemVortrage auch als Nr. 23 aufgeführt ist.

Nr. 24. Auf einer weißen Tafel in der Mitte ein schwarzerStreif, auf der einen Seite viele Punkte um ein Eentrum, aufder andern eine Cirkelfigur mit einem Kreuze und Punkten.

Nr. 25. Auf einer weißen Tafel zwei Vierecke, eins mitgeraden, das andere mit gebogenen Seiten.

Nr. 26. Linearzeichnungen mit Buchstaben.

Nr. 27. Auf einem schwarzen Grunde zwei weiße Triangel,mit den Spitzen gegen einander gekehrt, mit bunten Rändern.

Diese vier letztem Tafeln so wie Nr. 16 werden erst infolgenden Stücken erklärt.

Die Sorgfalt, womit ich die Tafeln hier abermals durch-gegangen, ist, wie ich überzeugt bin, nur für den Anfangnöthig. Man wird sich gar bald in diese Tafeln auch ohneStummem finden und sie ohne Anweisung gebrauchen lernen,da bei allen diesen Versuchen ein ganz einfaches Principiumnur auf verschiedene Weise angewendet wird.