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Goethe's sämmtliche Werke : Vollständige Ausgabe in sechs Bänden
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Materialien zur Geschichte der Farbenlehre.

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Johann Heinrich Winkler, Ivstitutioves mutliemn-tieo-pliz-sicsc, 1738. H. 1112 erwähnt er der NewtonschenLehre im Vorbeigehen, bei Gelegenheit der undeutlichen Bilderdurch die Linsen: krusteren Xevvtoruis odservuvit, rsckiumullum per retrsotionein in plures äiversi coloris ckispesci,gui ciiw estketo retractionjz (liversos angulos cKeiunt.

Samuel Christian Hollmann, krimae pb^gicse sxpe-rimeutnlis liuese, Göttingen 1742. Die Newtonsche Lehrelakonisch, jedoch noch mit vickctur vorgetragen. In den Aus-gaben von 1749, 1753, 1765 lakonisch und ganz entschieden.

Vernünftige Gedanken von den Wirkungen der Natur, vonChristian Wolf, fünfte Ausgabe von 1746. Im ersten TheileZ. 129 erklärt er die Farbcnerscheinung an den Körpern ganznach Newtonscher Manier, und beruft sich auf den zweiten Theilseiner Experiments.

Johann Andreas von Gegner, Einleitung in die Natur-lehre, erste Auflage 1746, zweite Göttingen 1754, trägt dieNewtonschen Versuche so wie die Theorie kurz vor. Seine Fi-guren sind nach Newton copirt. Es zeigt sich keine Spur, daßer die Phänomene selbst gesehen.

Georg Wolfgang Kraft, krueleetiones in küvsicsmtlieoreticnm, Tübingen 1750. Er folgte, wie er selbst sagt,dem Muschenbroek, läßt die Lehre von den Farben ganz aus,und verweist auf einen optischen Tractat, p. 267.

Andreas Gordon, kü^sicss experimentslis eiements,Erfurt 1751. Ein Benediktiner im Schottenkloster zu Erfurt,ein sehr fleißiger Mann voller Kenntnisse. Man sieht, daß inkatholischen Schulen man damals noch mit der Scholastik zustreiten hatte.

Im 1220. Z. sind ihm die Farbe» auch Körper, die sich vomLicht Herschreiben. Sein Vertrag der Newtonschen Lehre ist einwenig confns; seine Figuren sind, wie die der ganzen Schule,falsch und mährchenhaft.

Die chemischen Experimente trägt er zuletzt vor und schließt:djuus omnis puleüra guiäsm, suis tarnen lisucl csrentclillicultstitzus.

Johanne Charlotte Zi egl erinn, Grundriß einer Natur-lehre für Frauenzimmer, Halle 1751. Seite 424 trägt siedie hergebrachte Lehre vor und verweist ihre Leserinnen aufAlgarotti.

Johann Peter Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre,Halle 1753. Die Newtonsche Theorie, doch mit einiger Modi-fikation, die er schon in einer kleinen Schrift angegeben. Im387. §. fängt er den ganzen Vertrag mit dcni bekannten Re-frain an: „Man lasse durch eine kleine runde Oeffnung rc."Seine Figuren sind klein, schlecht, und wie alle aus dieserSchule nicht nach dem Phänomen, sondern nach der Hypothesegebildet. In seiner Sammlung der ausgemachten Wahrheitender Naturlehre (1755) setzt er, wie natürlich, die NewtonscheTheorie auch unter die ausgemachten Wahrheiten. Man seydarüber einig, daß die Sonnenstrahlen nicht gleich stark ge-brochen werden. Er bringt etwas von der Geschichte der Far-benlehre bei, und ciürt wegen des Beifalls, den Newton fastüberall gefunden, die Schriften mehrerer Naturforscher. „Eshat zwar der bekannte Pater Castel Einwürfe dagegen gemacht,die aber auf solche Versuche gegründet waren, bei welchen dergute Franzose keine mathematische Accurateste bewiesen. (Welchewunderlichen Redensarten! als wenn es keine andereAccuratesse

gäbe als die mathematische!) Man sieht aus den Llweeil.eurios. p. 115, daß man auch schon damals in Paris NewtonsTheorie angegriffen, welches aber aus einem Mißverständnißgeschehen."

Florian Dalham, Iiwtitntiones ptzz-sicue, Wien 1753.Ein Geistlicher bringt etwas weniges von der Geschichte derFarbenlehre vor; dann intonirt er: kuäius solw per ksramen

etc. Mit den Einwürfen ist er bald fertig; dann folgeneinige chemische Experimente.

Emanuelvon Swedenborg, kroäromus krineipiorumreruir, »stnrsiium, Hildbnrghausen 1754 p. 137. Wie erdurch diese ganze Schrift die Körper aus Kugeln verschiedenerGröße und Art, aus Kreisen und Kränzen und deren Jnter-stitien auf's wunderlichste zusammensetzt, eben so macht er esmit der Transparenz, dem Weißen, Rothen und Gelben.Alles sey transparent seinen kleinsten Theilen nach: allbsäo,8i aiiguli reüexionis vsrie conluncksntur in psrtieulistrsnsparentibus, sldeckinsm oriri. kubecko; si ouperücisspsrticulnrum varii Aeneris pnrtieulis vsriexetur, oririrudeckinem. blnveäo; si sldecko mixtn sit eum rudeckine,tisveclinem oriri.

Jakob Friedrich Maler, Physik, Carlsruhe 1767. S. 225.Kurz und schlechtweg Newtons Lehre.

Bernhard Grant, kr.ieiectiones enozwlopseckieae inplivsicarn experimentaler». Erfurt 1770. p. 47. NewtonsLehre schlechtweg und kurz.

Johann Christian Polykarp Erxleben, Anfangsgründeder Naturlehre, 1772. „Wenn man durch ein kleines rundesLoch rc." Er trägt übrigens die Newtonsche und Eulersche Lehrein der bösen, halb historischen, halb didaktischen Manier vor,die sich nicht compromittiren mag, und immer noch eine Hinter-thüre findet, wenn die Lehre auch falsch befunden würde.

Ludwig Christoph Schmahling, Naturlehre für Schulen,Göttingen und Gotha 1774. S. 8. Das gewöhnliche Stoß-gebet.

Johann Loren; Böckmann, Naturlehre, Carlsruhe 1775.S. 321. Das alte Lied: „Man lasse durch eine mittelmäßigerunde Oeffnung rc."

Matthias Gabler, Naturlehre, drei Theile, München1778. S. 319. Item: „Man lasse einen Lichtstrahl rc."S. 323 läßt er sich in Controvers ein, glaubt aber, wie dieSchule überhaupt, viel zu geschwind mit dem Gegner fertig zuwerden. Einwand eines Anti-Newtonianers oder eigentlichAnti-Enlerianers, von den Trabanten des Jupiter hergenom-men. Auch Herr Gabler fertigt Mariotte und Rizzetti leicht ab.

Wenceslaus Johann Gustav Karsten, Naturlehrc, 1781.Erst wie gewöhnlich die Lehre von der Brechung für sich: dann8. 390: „Mit der Strahlenbrechung ist noch ein Erfolg ver-bunden rc." Merkwürdig ist, daß der Verfasser seine Ausdrückebehutsamer als hundert andere stellt, z. B.: „Der Erfolg läßtsich am besten erklären, wenn man mit Herrn Newton an-nimmt rc. Wenn es wahr ist, daß rothes Licht am wenigstenbrechbar ist rc."

Christian Gottlieb Kratzenstein, Vorlesungen über Ex-perimentalphysik, Kopenhagen 1782. S. 134: „Das weißeLicht besteht nach Newton aus sieben Hanptfarben rc."

Johann Daniel Tietz, küzwicss experimentaiis eie-ment», Inpsikw 1782. Z. 111. Der lisciius solsris, dann