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Materialien zur Geschichte der Farbenlehre.
aber zwei Prismen, man weiß nicht warum; denn das Lx-xeriinentum eruels ist es nicht. Auch dieser macht einenSprung: kntet ex üoe sxperiioento, äiversnm rnäiorumSolarium relrsnAibilitstem ete. Dann einige Folgerungenund etwas weniges Chemisches.
Wenceslaus Johann Gustav Karsten, Anleitung zur ge-meinnützlichen Kenntniß der Natur, Halle 1783. Z. 1 ff. Un-gefähr in dem Sinne wieinseinerNaturlehre.
Johann Philipp Hebert, Grundriß der Naturlehre, Ber-lin 1789. Z. 221. Lichtstrahl, enge Oefsnung, verfinstertesZimmer rc., wie so viele andere hinter der ganzen Heerdedrein.
Anton Bruchhausen, lustituticmes pd^sicse, übersetztvon Bergmann, Mainz 1790. Sonnenstrahl, kleine Oefsnungund sogar Lichtfäden.
Johann Baptist Horvath, LIsmsuts pli^sieas, Luäss1799. Die alte Leier. Ltsmiua lucis, eolore immutadilipraeäita.
Matthäus Pankl, Oompeuäium iustitutiouum xli^si-carum ksrs I. kosouiae 1793. p. 160, sap. 3 äs lucisüeteroASneitate. Vstsritzus luiuen simplicissima st Iiomo-Aeues sudstsutia luit. Hevrtuvus lreteroxeueam esss exti aomuem äuditatiouew posuit.
A. W. von Hauch, Anfangsgründe der Experimental-physik, aus dem Dänischen von Tobicsen. Schleswig 1795,erster Theil. Z. 286. Das hergebrachte Lied wird abgeorgelt.
Wir find bei dieser Anzeige der Compendien weit über dieEpoche hinausgegangen, in der wir uns gegenwärtig befinden,und haben die Recension solcher Schriften bis gegen das Endedes achtzehnten vorigen Jahrhunderts fortgesetzt, indem wirauf diese Wiederholungen und Nachbetereien nicht wieder zu-rückzukehren wünschten.
Akademie Göttingen.
Es ist interessant zu sehen, durch welche Reihe von Perso-nen auf einer besuchten Akademie die Newtonsche Lehre fort-gepflanzt worden. Ein Göttinger Professor hatte ohnehin, beider nahen Verwandtschaft mit England, keine Ursache, eineMeinung näher zu prüfen, welche schon durchgängig angenom-men war, und so wird sie denn auch bis auf den heutigen Tagnoch dort so gut als auf andern Akademien gelehrt.
Hollmann, 1736, lieft Physik als einen Theil des phi-losophischen Curses. Seine lustituticmes werden 1738 ge-druckt. Er lieft weitläufige Experimentalphysik, nachher die-selbe zusammengezogener. Fährt damit nach Abgang Segnersfort bis gegen 1775; stirbt 1788, nachdem er schon mehrereJahre der Physik, und später den übrigen Vorlesungen sichentzogen.
Von Segner, 1736, lieft Physik über Hamberger,Wolf, Muschenbroek nach Dictaten von 1744 an; sodann überseine Anfangsgründe von 1746 bis zu seinem Abgang 1754.
K ästn er lieft 1759 Physik nach Winkler, später nach Eber-hards ersten Gründen der Naturlehre. Er hat als Mathemati-ker den besondern Tik, die Physiker anzufeinden.
Meister lieft Perspective und Optik.
Erxleben, krolessor «xtraoräinsrius seit 1770. ErsteAusgabe seines Lompeuäii 1772; stirbt 1777.
Lichtenberg, krolessor extraoräiuarius seit 1770.Anfangs viel abwesend und mit luatüematieis beschäftigt,lieft von 1778 an über Erxleben und giebt sieben vermehrteAuflagen heraus.
Mayer, nach Lichtenbergs Tod, stimmt in einem neuenCompendium das alte Lied an.
Nachlese.
Smith und Martin, Engländer, bringen die LehreNewtons im Auszuge in ihre Lehrbücher.
Leseur und Jaquier, geistliche Väterzu Rom, commen-tircn Newtons Werke und verbreiten seine Lehre.
Encyclopädisten. Da ein Lexicon, so wie ein Com-pendium einer Erfahrungswissenschaft, eigentlich nur eineSammlung des cursirenden Wahren und Falschen ist, so wirdman auch von dieser Gesellschaft nichts weiter erwarten. Mankonnte ihr nicht znmuthen, daß sie jede Wissenschaft sollte neudurcharbeiten lassen. Und so haben sie denn auch die alte Con-fession mit Ernst und Vollständigkeit dergestalt abgelegt, daßsie vor den sämmtlichen Glaubensgenossen mit Ehren bestehenkönnen. Die Artikel, unter welchen solches aufzusuchen, ver-stehen sich von selbst.
Montucla. In der ersten Hälfte des achtzehnten Jahr-Hunderts hatten sich, wie wir wissen, die Formeln und Redens-arten völlig ausgebildet, welche man zu Gunsten Newtons undzu Ungunsten seiner Gegner wiederholte und einander nachsagte.In Montuclas Ilistoire äes Untlismsti^ues, Paris 1758,findet man auch nichts anders. Nicht allein Auswärtige, wieRizzetti, behalten Unrecht, sondern es geschieht auch Franzosen,Mariotte, Castel, Dufay, von dem Franzosen Unrecht. Dasich diese so sehr auf Ehre haltende Nation gegen das einmaleingewurzelte Vorurtheil nicht wieder erholen konnte, so wirdman ja wohl andern, nicht so lebhaften und nicht so eigenwilli-gen Völkern verzeihen, wenn sie auch bei dem einmal Ange-nommenen ruhig verharrten.
Tobias Mayer.
Oe »Diätste colorum commeutatio, leets in sonventupublico Oottiugse 1758, in den kleinen nach dessen Tod vonLichtenberg herausgegebenen Schriften.
Der Newtonsche Wortkram wurde nunmehr von allen deut-schen Kathedern ausgeboten. Man freute sich die Urfarben ausdem Licht hervorgelockt zu haben; es sollten ihrer unzählige seyn.Diese ersten homogenen, einfachen Farben hatten aber diewunderliche Eigenschaft, daß ein großer Theil derselben vonden zusammengesetzten nicht zu unterscheiden war.
Betrachtete man jedoch das sogenannte Spectrum genauer,so konnte nicht verborgen bleiben, daß, theils der Natur derSache nach, theils der Bequemlichkeit des Vertrags wegen,sich diese unendlichen Farben auf eine geringere Zahl reducirenließen. Man nahm ihrer fünf an oder sieben. Weil aber das