Mehrbändiges Buch 
Goethe's sämmtliche Werke : Vollständige Ausgabe in sechs Bänden
Entstehung
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Mineralogie und Geologie,

Coal seine Gemahlin belehrt, was das für eine schöne Damegewesen, ja wohl noch sey; zwar in England nicht einheimisch,doch in allen großen Häusern wohl aufgenommen. Er rühmtihre hohe Politur und versichert, an welchen Hof sie käme,würde sie sich wohl zu Hause fühlen; ja es sey jetzt eine In-trigue im Werk, sie so hoch als möglich zu erheben; denn manhöre wiederholt, Canova bezeige ihr große Aufmerksamkeit.

Der jüngere Sandstein, mit Miß Gypsum am Arme,treten vor, jedes von feiner Seite gar freundlich mit den Herrenund Damen vom Hofe liebäugelnd. -

Nun erscheint Tufstein, wunderlich bewaffnet; er warnicht er selbst, ja er schien betrunken; mit seltsamem Prunkhatte er mit Eidechsen und Fischen sein Haupt geziert. SeinSchild war eine calcinirte Schildkrötenschale; ein Ammons-horn brannte in der Mitte als Nabel; er ritt auf einem Kro- !kodil und zeigte sich als Herr sämmtlicher Fossilien. !

Nun kommt Flöz kalk und mit ihm der muntere, hart- >

herzige Bube Fli nt. Flözkalk, im südlichen England wohnend,konnte niemals ohne diesen Kobold seyn.

Hans Mergel und Jakob Thon kommen von Scheppis-eiland, und waren bei Hof wohl empfangen; die Königin wareine Freundin von Muscheln, und hatte dem Jakob Thon auf-getragen, ihr eine Sammlung zu veranstalten. Auch die Bo-tanik ward nicht hintangesetzt, und die Pflanzen der Vorweltsorgfältig gesammelt. Deßhalb erhalt denn Jakob Thon einegute Aufnahme, schmeichelt den Majestäten und sucht sich auchhier festzusetzen.

Nun kommt, zwar etwas spät, Baron Basalt, mit küh-nem Auftreten, von Lady Grllnstein und Page Zeolithbegleitet. Der Baron sieht sich verächtlich um, und da er keineSäulen sieht, findet er den Saal unwürdig; Staffa und Fin-galshöhlen seyen ganz was anders, meint er. Er verbarg seineVerachtung nicht, und man muß ihm das nicht übel nehmen,da er als vollkommener Architekt berühmt war.