Die urisichtb are Loge.
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ein Fürst noch wegzunehmen hat, ist sein eignes,man müßte denn aus Polen, oder der Türkei einNeu-Oesterreich, Neu-Preußen X. zu machenwissen.
Allein dieses sah bisher kein Regent als derScheerauische ein, der Liese Grundsätze seinemgeheimen Kabinette vorlegte, aber schon vor demAbstimmen seinen Entschluß gefastet hatte: daßnun die Leute alles Gewürz bei ihm nehmen soll-te». Er selber schafft nun, gleich der Natur, aufseinen Mvlucken die Gewürze, die sein Land isset,indem er stch durch den Kommerzien-Agenten vonNöper den Samen dieser Gewürze — Pfeffer-Kör-ner , Nüsse re. aber nicht zum Pflanzen, sondernzum Kochen aus Amsterdam spedieren lässet. Da-her umschnüret (weil die Molucken bei der Ge-würz-Defraudazion litten) ein Pfeffer- undZimmt-Kordon von Kadetten und Husaren das Land;niemand könnte eine Muskatnuß einschwärzenals die Muskattaube in ihrem dicken Gedärm.Alles was meine scheerauische Leser aus den Lädennehmen, der Kaufladen mag einem großen Hausegehören, das mehr Schiffe und Reisediener aufden Beinen erhält als ich Setzer, oder er magvrn einem armen Höker gemiethet sein, dessenSchilderung mich schon dauert, dessen Strazzaeins Schiefertafel ist und dessen Kapitalbuch eineschmierige Stubenthür und dessen Kaufmgnngüternicht zu Schiffe, sondern als Landfracht unter demArme, oder auch der Achse, d. h. an einemStocke auf der Achsel gebracht werden — in beidenFällen käuet der scheerauische Leser Erzeugnisseaus Molucken, die vor seiner Nase sind. —
Einer, der dergleichen beurtheilen kann, fäl-let nachher dem Gewürz-Znspektor von Herzenbei, welcher im Scheerauische» Jnielligenzblarteschreibt, 4 ) daß jetzt das Land Pfeffer und Ing-wer um niedrigern Preis erhalten könnte, weilblos der Fiskus im Stande wäre, sie in größern,mithin in wohlfeiler» Partieen zu beziehen — 2)daß der Regent jetzt vermögend sei, diese Lecke-reien , die unsern Beutel über Indien leeren, un-ter allen Deutschen zuerst den Scheerauern abzu-gewöhnen, indem er blos den Preis beträchtlichzu steigern brauchte — 3) und daß eine neueDienerschaft ihr Brod hätte.
Ich brauch' es nicht zu vertheidigen, daß unserFürst — da die Russische Kaiserin Dörfern LasStadtrecht gibt — Schutt-Hügeln das Jnselrechtertheilt, oder daß er ihnen ostindische Namenschenkt, da jeder Tropf von Schiffer bei den größ-ten Inseln, die er noch dazu mehr entdeckt alsmacht, Pathensielle vertreten darf. Unser Suma-tra ist über t/si Ouadratviertelstunde groß undhat hauptsächlich Pfeffer — die Insel Java ist nochgrößer aber noch nicht fertig — auf Banda, dasdreimal so groß als der Konzertsaal ist, liefertdie Natur Muskatnüsse, auf Amboina Gewürz-nelken — auf Teidor steht ein artiges Landhauseines bekannten ScheerauerS (des Doktors hierselber) — die kleinen Mvlucken, die in den Wei-her hineinpunktiert sind, kann ich sammt ihrenProdukten in die Westentasche stecken, sie habenaber ihr Gutes. — Wer noch in keiner Seestadt,in keinem Hafen war: der kann hieher in denScheerauer reisen und selber Nachmittags ein
Zeugs davon werden, was in unsern Tagen derHandel ist, den die verbundenen Hände allerVölker heben — hier kann er sich einen Begriffvon Kauffartheiflotten machen, von denen er soviel, aber nur blind gelesen und die er hierwirklich über unsern Teich segeln sieht — er kanndie sogenannte Gewürzflotte des H. Kommerzien-Agenten von Nöper sehen , die gleich einem hitzigenKlima die nöthigen Gewürze, die er verschrieben,unter alle Inseln austheilt — er kann auch aufarme Teufel stoßen, die auf ein wenig Floßholzsich aus Ostindien die wenigen Kaufmanngüterabholen, die sie kreuzerweiss absetzen — am Hafenund Ufer, wo er selber steht, kann er bemerkenwas der Küstenhandel ist, den da sogenannteFratschler-Weiber mit Pfeffer- und Welschen-Nüssen im Kleinen treiben. "
Ende von Nro. 18.
Das zweite Stück der Fenkischen Zeitung isteine Schilderung eben dieses Kommerzien-Agentenvon Nöper ohne seinen Namen, Wenn der Leserdiese Abschweifung gelesen hat: so wird er sagen,es war gar keine.
Nro. 21.
Ein nnvollkommiicr Charakter, so für Aomanrn-fchrcilicr im Zcitungkoinptoir zu verkaufen steht.
Im Roman gefallen, wie in der Welt, keine voll-kommen-gute Menschen; aber auch auf der andernSeite wird einer weder Lesern noch Nebenmen-schcn gefallen, der ganz und gar ein Schelm ist— blos halb, oder dreiviertel muß ers sein, wiealles in der großen Welt, Lob und Zote undWahrheit und Lüge.
Im Zeitnnzkomptoir sieht ein halber Schelmund wird allen Rvmanschreibern im Scheeraui-schen um das Wenige, waS sie dafür geben kön-nen, verkäuflich erlassen. Ich versichere die H.Schreiber, daß ich etwa nicht die Unvollkommen-heiten dieses Schelms übertreibe, um ihn theue-rer abzusetzen; der Inhaber nimmt den Schelmwieder zurück, wenn er nicht Bosheit genughat.
Dieser unvollkvmmue Charakter wurde im Kir-chenstaat gezeugt und an der Gränze von Unter-Italien geboren, und kaufte sich, nach seinerTaufe und Mündigkeit, Hecheln und Mausfallen.Die wenigsten Deutschen wissen, daß sie die Jta-liäner, bei denen dieser Handelzweig blühet, reichauskaufen. Unser Charakter schwang sich bald voneinem Hechel-Kommissionär zu einem Hechel-Asso-ciö empor; er verfertigte die Mausfallen, die eraus Italien bezog, in Deutschland, und die Maus-löcher waren sein Ophir und die Flachsfelder seineMünzstätte. Die Hechel, die er vor dem Ein-kauf seines Adeldiploms an gegenwärtigen Thier
3can Paul'S Werke. I.
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