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Hesverus.
schichte und auf den Gegenstand der Eifersucht dasSekretinsiegel des schonenden Schweigens. SeineTräume stellten zwar bei ihrem Theater vollSchattenspielen und Lufterscheinungen KlotildensGestalt nicht an (gerade die geliebtesten Gesichterversaget der Traum), aber indem sie ihn in diealten dunkeln Regenmonate führten, wo er wie-der unglücklich und ohne Liebe und ohne die theu-erste Seele war. so gaben sie ihm durch die nie-dergeregnete Nacht einen Hellern Tag, und dieverdoppelte Wehmuth wurde zur verdoppelten Liebe— Und wenn er am Morgen nach solchen Träumenvom vergangnen Traum, durch den Maien-Reifneben den üppigen Freudentropfen der Weinrebenund unter dem Morgenwind, der ihn mehr trugals kühlte, hinaustrat, um die festen westlichenWälder, die mit einem grünen Vorhang dieOpernbühne seiner Hoffnung »erhingen, wietheure Reliquien mit den sehnenden Augen zubetasten — — Ei» Rezensent, der sich an meineStelle setzt, kann mir unniöglich bei dieser Kürzeder Zeit und auf meiner Extraposikutsche desPhöbnswagen (jetzt in den kürzern Tage») zumu-then, dem langen Vorsätze seinen Nachsa tz zugeben.
Sogar der steilrechte Klimax des Barometersund das magrechte Strömen des Ostwindes faßtendie Segel seiner Hoffnung an, und zogen ihn indas stille Meer der Pfingst-Zukunft und in denKalender von 17 YZ, um zu sehen, ob der Mond zuPfingsten voll wäre — Beim Himmel, er wirdswenigstens halb, welches noch viel bester ist, weilman ihn sogleich bei der Hand mitten am Himmelhat, wenn man seinen Abend anfangen will.. .
Ich hab'S doch durch außerordenrliches Nennendahin gebracht, daß ich mit dem 32 fien Hundpvst-tage fertig bin, eh Spitz mit seinem Freudenpokalam Halse über das indische Meer gesetzt ist — Undda ich ohnehin nach der eapitiilutio perpotunmit dem Leser (bei der bekanntlich die Fürsten-und Städtebank ins Gras beißet) jetzt einenSchalttag machen muß: so will ich dazu die Va-kanz des Huntes verwenden; aber ich flehe allemeine Tagwähler und Kunden, die bisher amSpringstabe des Zeigefingers über die Schalttageweggesetzt sind, ernsthaft an, eS bei diesem nicht zuthun, erstlich weil ich erbötig bin, mich erschießenzu lassen, wenn ich in diesem Schalttage mein ob-wohl unter mehren Regierungen bestätigtes Schalt-tag-Privilegium, die witzigsten und tiefsinnigstenSachen vortragen zu dürfen, nur im geringstenexerziere — und zweitens weil der Hund schon amSchalttage in den Hafen laufen und mir Faktabringen kann, die ich nicht im ZZsten Hunktageauftische, sondern schon am — VI!I. Schalttageoder an der vm. Sansculotide.
— Der Inhalt davon ist, gleich der Gegenwart,ein toller Vvrbericht von der Zukunft. —
Ich muß sagen, wenn erstlich Bella rmin(der katholische Vorfechter und Kontradiktor) be-hauptet, jeder Mensch sei sein eigner Erlöser —woraus meines Erachtens folgt, daß er auch seineeigne Eva und Schlange für seinen antiken Adam! ist — wenn zweitens die Feder eines außerordent-> lich guten Autors eins Lichtputze der Wahrheit ist,
! so wie umgekehrt dem H. von Moser im Gefäng-
niß die Lichtpntze die Feder war — wenn drittensder Despotismus statt der lebendigen Baumstämmezuletzt (denn er sägt in die Welt hinein wie blind)den Thron-Sägebock selber zersägen kann —fernermuß ich sagen, wenn viertens jede Handlung (so-gar die schlimmsten) wie Christus zwei unäbnlicheGeschlechtregister hat — wenn vollends fünftensein und der andere Rezensent sein kritiscbes Auge,womit er alles besieht, nicht auf dein Scheitel -Wirbel trägt (wie etwa MuhamedS Selige, umdie Schönheiten nicht zu sehen), noch wie Ar-gus hinten und vorncn, sondern wirklich vornengleich unter dem Magen über dem Gedärm mittenim Nabel; wenn dieser Mann noch dazu kein an-deres Herz besitzt, als das leinene, das die Näh-terin unten im Winkel des HcmdjabotS einflicktund das auf die Herzgrube aufliegt, die man ge-scheiter die Magengrube nennen sollte — endlichmuß ich sagen (wenigstens kann ichs) wenn sechS-tens wahrer Zusammenhang, strenge Paragraphen-Verkettuug vielleicht die größte Zierde undSeele der ungebundnen Rede ist, die abereinem gebundnen Klaviere gleicht, und wenndaher der Verstand wie eine epische Handlung, an,Ende der (rhetorischen und der Zeit-) Periode an-fangen muß, weil sonst gar keiner da wäre . .. .
—Es wird aber auch keiner mehr kommen. —Aber jene vier Punkte sehen wie die Hasen-fährte im Schnee aus. — Kurz: der Spitz-hund, unser biographischer Handlanger undSpeditLr, liegt schon unter dem Tische und bat einigeelysische Felder und Himmelreichs abgeladen.—Daich ohnehin im obigen nicht ganz wußte, was ichhaben wollte (ich will nicht gesund vor dem Pu-blikum sitzen, wenn ichs gewußt): so erwies mirder Hund einen wahren Liebedienst, daß er demPerioden den Nachsatzschwanz so zu sagen gar ab-biß. Es war ohnehin mein Plan, blos so langeHasensprünge zu machen in einem ellenlangenPerioden, bis der Hund mir die Angst über dieZweifelhastigkeit der Pfingstreise benommen hätte.— Ueberhaupt wollt' ich nie Worte und Gedan-ken mit einander aufwende» , sondern diese spa-ren, wenn ich jene verthat; Peuzer schrieblängst an die Regenspurger und Wetzlarer: vieleGedanken brauchen einen kleinen Wortfluß, aberje großer der Bach ist, desto kleiner kann kaSMühlrad sein. — Einen rechtschaffenen Rezensen-ten kränkt ein lakonisches Buch auch schon darum(nicht blos weil das Publikum eS nicht versieht),weil ein Deutscher ja an den Juristen und Theo-logen die besten Muster vor sich hat, weitschwei-fig zu schreiben und zwar mit einer Weitläuftig-keit, die vielleicht — denn der Gedanke ist dieSeele, das Wort der Leib — unter den Wortenjene höhere Freundschaft der Menschen stiftet, dienach Aristoteles darin besteht, daß Eine Seele(Ein Gedanke) in mehren Körpern (Worten) zu-gleich wohnet.-
—Ich hebe Viktors Vigilie, den h. Abend vorPfingsten jetzt an. Es war schon Sonnabend —der Wind ging (wie die Wissenschaften) vonMorgen — das Quecksilber sprang in der Baro-meterröhre (wie heute in meinen Nervenröhren)fast oben hinaus — Flamin war friedlich von sei-nem Freunde am Freitage geschieden und kehrte