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I.
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Qu intus Fix lein«

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waS erbauen könnte, kein Seelensorger — «dieFülle ist schon aus der Pastete heraus" bemerkt' eröffentlich bei diesem Kopf-Hiatus, und steckte mei-nen Dikarius zu sich. — Und seitdem hab' ichdieje Kanzel nicht mehr gesehen, geschweige be-treten. .. .

Wahrlich ich schreib' ihr jetzt gerade gegenüberund ich sah heute hinauf; ich wollt' aber, ichkönnte hinaus und ich muß schon lange geschriebenhaben. Beiläufig! gerade diese Historie, die ichausschweifungweise beigebracht, dient mehr alseine, das Dasein eines Dämons, der den mit denbesten Projekten schwängern Menschen inRatten-Form unter die Füße schießet, zu be-glaubigen—aber Muttermahle sind die Nachwehendavon.

Ich schwamm wohl niemals mehr im Wonne-meer als Einmal, da der hiesige regierende Bür-germeister zur Erde bestattet wurde — dennochwußte mir mein Dämon Unrath in meine Leichen-suppe zu schmeißen. Ich würde abkommen vondem Leichenbegängniß, wenn ich weitläuftig be-richten wollte, wie wenig dieser Hausteufel dar-nach fragt, wenn er mich um eine Hinrichtung

— um eine Krönung — um eine Sonnenfinster-niß zu bringen vermag. Da diese Dinge leiderkeine Palingeneste, kein Ancora und keinen Re-frain verstatten: so hab' ich dieses Trio von Dingendas sonst wohl wenig Ähnlichkeit mit einanderhat, niemals beschauen können — es war vorbei,eh' ich daran dachte, daß eS komme.

Ich sollte Leichenmarschall beim Begräbnis' sein,und fing es auch an: der Bürgermeister, demder Tod die Sanduhr in die Augen geschüttethatte, war ein Mann, der verdiente, einen gutenLeichenmarschall zu haben, einen gestabten Leichen-TurnierVogt; denn er war in der ganzen Ge-gend jelber bei allen Leichen von Stand der allge-meine virderbalrer, der Grvßkreuz des niemeu-to mori- Ordens gewesen, der matti'6 ü« plai-sirs des Todtentanzeö. Er hätte — so gut fander sich in die Charge — Leichen-Obermarschall inLondon bei der Beerdigung der ninKiin elrai-tasein können, wäre sie kein bloßer Spaß gewesen;und falls man den alten Publizisten, Reichs-herkommen, in den Residenzstädten einmal imErnste begrübe, so könnte der Bürgermeister denSarg unterstützen, läg' er nicht selber darin.

Ich muß noch vorher erzählen, daß ich Abendsvor der Bestattung, weil ich mit dem Bürgermei-ster einerlei Natur hatte, mir an ihm ein Beispielnahm und meine Frühlingkur nämlich i 1/2 Löf-fel ächte Rhabarber gebrauchte. Ich wollte, ichhätte etwas von jenen Gelehrten an mir, die ausZerstreuung eines über das ankere vergessen:eine kleine Zerstreuung, worin ich über die Leichedie Kur vergessen hätte, würde mir den andernTag zu Paffe gekommen sein. Ich sollte fast michschämen, etwas so viele lesen zu lassen, was ichohnehin so viele sehen ließ. Im Grunde warswohl unvermeidlich und wahres splanchnologischeSFatum: denn ich trank im Trauerhause viel noch

— mußte langsam neben der schleichenden Bahrewaten und noch dazu einem lüftenden Wind ent-gegen, der den ehrwürdigsten Männern den Lei-chenmantel zn einem Fettschwänz aufflocht (den

faltigen Bettzvpf und Troddel steckt' er ihnendann wie ein Stichblatt an die reckte Seite) undich führte noch dazu die satanische Frühling-

purganz im Magen bei mir.-Inzwischen

mußte einer, der mir nachsah, wenn er nicht horn-dumm war, sogleich bemerken, daß ich lange genugmeine physiologischen Verhältnisse zum Bestenmeiner Pflicht verbiß und verwand, und hinter ^dem schwarzen fliegenden Sommer und Flor - La-barum des Huts und mit dem eingewindeltenhohen Marschalls - Taktstock das sämmtliche Lei-chenkondukt gut genug kommandierte und beglei-tete, obwohl ich im Wasser der Thränen und derLaxanz als ein gebrochener Stab erschien. — Dennmir that es wehe, so viel (am Bürgermeister) ^verloren und so viel eingenommen zu haben. — !— Meinetwegen! Unser Land kommt doch darhin- ^ter: kurz der mitsingende Wind mochte uns kaum ^bis an zehn Schritte vor die Kirchthüre geschobenhaben, als ich wirklich ohne freien Willen, gleichdem Kaiser Vespasian — und auch am nämlichenOrte — meinen verbitterten Szepter falle»ließ.. . .

Viele lachten wohl.

Zn andern Fällen weiß ich mir gegen Arzneienzu helfen. Da ich z. B. einmal dem vorigenObrisiforstmeister, mit dem ichs nicht verderbendurfte, auf seinem Jagdhause am Martinitag zuessen brieflich versprochen hatte: so traf sichs zumGlück, daß ich an dem nämlichen Tage beim hiesi- .gen Pfarrer zu speisen mündlich zugesagt hatte.Nun war ich vor Nachtheil verwahret, da es amMartinitag nicht blos in der Pfarre drunter unddrüber ging, sondern auch in meinem Magen;blos weil ich mich mit einem hübschen Brechmit-tel ausbürstete. — Denn als mir um zwölf Uhrder Pfarrer sagen ließ: --es würde alles kalt:-- sowußt' ich recht gut, wie viel Uhr es geschlagenhatte und nahn: in der Stadt, in die ich in einerViertelstunde lief, auf der Post ein Kourierpferdund kam beim Forstmeister gerade angesprengt,als die Suppe noch heißer rauchte wie meinGaul.

Ich weiß gewiß, ich wollte dem Leser noch einenrecht frappanten Kasus auftischen; aber er willmir jetzt durchaus nicht beifallen. — Andern Leu-ten muß es noch öfter so gehen: denn ich habeeine ganze ausgewählte Bibliothek durch Diebstahlgewonnen und eine verloren, weil die einen, diemir jene liehen, und die andern, die mir dieseabborgten, vergessen hatten, mit wem sie zu thungehabt — und dann kamen mir die Leute auchaus dem Kopfe.

Jetzt fället mir alles bei: es war so. Fatalienwaren mir, da ich noch Advokat war, in jedemProzesse Mispickel und Rattenpulver, und meineAppellazionen wollten swie alle lang lebende Ge-wächse) nie schon in zehn Tage» zeitigen; dennocherwiederte ich einen gut ausgebuchten Streich desbösen Dämons mit einem bessern. Ueberhauptsollten die Kollegien so gut Fäkalien zu fürchtenhaben wie die Advokaten: ist nicht oft das Beste,was die Parteien verlieren können, Zeit? Undwarum soll diese der schuldige und der unschuldigeTheil zugleich verlieren? — Was helfen alleLäufer schuhe der Advokaten (und die Hetz-