Der Komet.
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Körperliche zu übertrugen ins Geisterreich, undals denselben durchgreifenden anzuerkennen; undzwar darum, weil ste Gewalt und Gesinnung nichtscheiden, sondern sich einbilden, da GesinnungGewalt gibt, so gebe Gewalt Gesinnung. Seht,mitten in dem weichen, süßen Pfirsich setzet sich dieSteinhülss des Kerns zusammen; und diesenStein schält nicht der Druck, sondern das sanfteTreibe» des Keims. So bildet im Staats dieöffentliche Meinung eine Gewalt, welche dieKeime der Zukunft beschirmt, und die nicht zudurchbrechen ist.
ken mit keiner andern von denals mit der rothen.
Politisches Gleich» iß, und Gegen-g l e i ch n i ß.
»Es ist Bürgergeschwätz" sagte ein Staat-mann—"Laß in England oder in Nordamerikadie Meinung des Volks, oder gar ein Geist derZeit, Regierende beherrschen kann und soll. DasWort des Herrschers treibt oben allmächtig, wenner will, das Ganze, und sogar wider den Volk -Strom; denn wie will dieser Strom, nenneman ihn Geist der Zeit, oder Meinung desVolks, entgegenströmen, gleichsam entzwei ge-theilet, und sich selber bekämpfen und beherrschen.Da blickt das Schiff au, der Staat ist ja ein Ad-miralität- uudKriegschiff und ein Kirchenschiffzugleich, und seht zu, ob dieses Schiff je ohneHülfe von oben, nämlich ohne den Wind unddie Segel, die ihn auffangen, und ohne denMastbaum dazu, jemals durch und gegen dasWasser kann getrieben werden.»
Während der Rede kam ein wunderbares Schiffdem Hafen zugeflogen, ohne einen Mastbaum undohne Segel, mit einer gefährlich rauchenden hohenFeuermauer, geradezu gegen den Wind und widerWellen treibend; und der Minister fragte, wasist aber dies für ein Haus, das sich ordentlich sel-ber bewegt und verrückt, und das noch dazu inFeuergefahr kommen kann?
Zum Glücks stand ein Gegengleichnißmacherneben ihm und konnte versetzen: »Ein Dampf-schiff ists; Wasser wird durch Wasser, dasmit Feuer im Bunde steht, besiegt und be° !herrscht — keine Winde sind nöthig, blos Räder, jwelche an den gewaltigen Dämpfen umlaufen, undkeine Ruder sind nöthig, als das stille Steuer- !rüder. Diese Macht eines, durch bloses Feuer !entbundnen Wassergeistes, scheint über das Was- !ser fast so vermögend zu sein, als die Macht des jZeitgeistes über das Volk.» Dieses war das IGegengleichniß. z
Emste Ausschweife deskap'itels.
sieben Lichtfarben
vierten Bor»
' Kanonieren bei Geburt und Begräb-n i ß.
Die Fürsten kündigen ihr Ankommen, wie ihrAbgehen es sei nun von Städten oder vvmLeben die Rede — durch Kanonen an, also durchMord - und Blutzeichen. So bezeichnet die Sonneihren Aufgaug und ihren Untergang in den Wol-
! Erstarrung der milde» Jungfrau.
! Bringt das zu weiche, biegsame Herz in die Ehe,! und gebt ihm Kinder: so wird es euch unerwartete! Kräfte des Widerstandes zeigen, und statt des jung-! fraulichen Gehorchens, vielleicht Befehle. Im! süße» Fleische des Pfirsichs bildet der Kern eine! beschirmende Steinrinde um sich; und nicht dem! äußern Schlage, blos dem warmen, linden Druckedes Keimes von Innen, gibt der harte Panzer nachund thut sich auf.
Der u nv e rwe lkl ich e Brautkranz.
Rosa hatte am Brauttags ihren Geliebten ster-ben sehen, aber ein sanfter Wahnsinn kam zu ihrund wurde ihr Tröster. Sie suchte jeden Lagweiße Blume» zu einem Kranze und stellte sich da-mit geputzt auf sein Grab, und blickte umher undsagte: er wird schon kommen, wenn er mich imMondschein mit dem Brautkranz sieht, und wirdmich heimführe». — Sie ging den ganzen Tagmit den weißen Blume» herum, wurde aber sehrbetrübt, wenn sie Abends welkten und Blätter fal-len ließen. „Er kommt blos nicht, weil meinBrautkranz nicht hält,» sagte sie, und nahm stattder Lilien weiße Rosen; aber auch ihnen flattertenBlätter davon, wenn sie auf dem Grabe stand undihm entgegen schämte, und sie sagte: »Es wollennur die Dornen bleiben und der Geliebte wirbnicht kommen.»
Da suchte eine Freundin sich ihres Irrthums zuerbarme» und spielte ihr statt der wahren Rosenseidene, mit einem Tröpfchen Rosenöl beseelt, indie Hand. Sie trug nun den ganzen Tag einenRosenkranz, woraus kein Blättche» entfiel, undstellte sich Abendsmitfroh-zitterndem Herze» rechtfrüh auf den Hügel und blickte umher und sagte:„Heute kommt er gewiß, gewiß; denn mein Braut-kranz hält." Sie stand im seligsten Vertrauenund Umherblicken so lange, bis sie ermattet, abernicht verzagend, zum Halbschlummer niedersank.Als endlich der Vollmond aufging und mit scharfenStralen ihre Augen traf: da fuhr sie entzückt zu-sammen, und griffnach dem Rosenkränze und sagte:siehst du meinen Brautkranz, Geliebter? Und siesank unter im Wonnemeers der Freude undstarb.
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