Der Komet.
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teil, die nicht Höchstdenselhen in allen Träumenvorgekommen wären, seit die Vokale da sind, or-dentlich als wären die Landstreicher Landstände,welche einem höchsten Herrn alles Elend auplaudern, wenn es nur wahr ist, ohne sich dar-um zu bekümmern, wie es einen alle Untertha-nen liebenden Fürsten schmerzet.
Wie ich nun die fünf Studenten schon längstpolitischer Umtriebe für verdächtig gehalten, so warvollends nach den eingegangenen Fingerzeigen inIhrem Schreiben, hochverehrtester Hr. Legazivn-rath, weiter kein Zweifel mehr, daß die Personen zueinem neuen T-raumbunde gehörten und sich träu-merische Umtriebe erlaubten. Ich »ahm dahervor allen Dingen die fünf Vokale in Verhaft undihre Papiere in Beschlag. — Und siehe da, schonaus ihren Tagebüchern wies sichS sonnenklar aus,daß sie zur neuen geheimen Gesellschaft der Traum-bündler gehörten; es ist aber solches Komplot dasgefährlichste und strafwürdigste unter allen, ange-sehen ein Traumbündler nächtlicher Weise durch ge-waltsamen Einbruch in die verschlossenen Schlaf-kammern dringt, und allda sein politisches undsonstiges Gaukelspiel in allen Köpfen treibt undweder durch Wache, noch Schlösser abzuhalten ist.— Nicht zti spät wurden darauf die fünf Bündlerzu Protokoll genommen, so wie die dienlichstenErtrakte gemacht, und biege Ihnen sowohl Ver-höre als Auszüge hier an.-
Aber ich beuge vielleicht besser hier den Verhö-ren vor, da ein Jurist, als Wörterlatitudinarier,für das schöne blatt- und stachelreiche Gesträuch,worein er seine Beeren kleidet. Mehr Platz bedarf,als Morgenblätter und Vorreden übrig haben.Der Auszug der Protokolle folgt jedoch:
Die füissTraumdirektoren geben zu Protokoll,daßsie unterwegs in verschiedenen Städten sich aufge-halten, aber blos um da zu übernachten und zuwachen. — Auch läugnen sie ganz, daß sie dem Wi-nister und dem Pvlizeidirektvr böse Träume ge-macht, aber sie sind erbötig, die Träume von Kovf-verlieren, Ehreverlieren, Stelleverlieren und dergl.aus Beider geistigen und körperliche» Natur,durch physiologische Kettenjchlüffe befriedigend ab-zuleiten. — Ferner thun sie sämmtlich die Frage,wer ihnen, wenn jemand gräulich geträumt, be-weisen könne, daß sie gerade gewacht, oder werihnen verbieten wolle, die Welt, wenn nicht durchPredigten, doch durch Träume selig zu machen, undlogar, wie Titus für einen Tag gethan, es zu be-klagen, wenn sie eine Nacht ohne Beglücken vor-über gelassen. — Und endlich wollen sie, versichern
solche, nichts weniger als fünf Vokale oder Selb-lauter für hebräische unpunktierte Staaten volllauter Mitlauter vorstellen, da diese an Kabinet-orcti-g» und Jnquisizionen und jeder Palris u dMairie ihre guten mstvss lentionis hätten;welche Ausdrücke Saalpater mit Recht eben so an-züglich als unverständlich fand.
Hiemit bätl' ich denn den protokollarischen Sach-zwergen die juristischen Pump- und Pluderhosendes reichen schönen Vertrags ausgezogen; aberdie Welt wird sich schon mit den Zwergen begnü-gen.
Auch aus Saalpaters Auszügen der traumbünd-lerischen Tagebücher gebe ich deren hier fünf, vonjedem Studenten nur ein Vortraumstück undNachtstück; aber die Welt wird sich mit Saalpaternicht genug verwundern können, daß diese Vokale,die sich für die fünf Treffer des Staats und desSchlafs ausgeben, immer nur Nieten jede»Schläfer ziehen lassen.
Der magnetische und kraumgeberische StudentAh erzählt in seinem Tagebuch den Vortraum,daß er einem eben so reichen als behutsamen Spar-halse, der ohnehin nicht viel Schlaf genoß, dasBischen davon versalzte, indem er ihn darin inEinem fort zu verschenken zwa g. Der Mann,der nichts lieber verdauet hätte als, gleich demKrebse, seine» eignen Magen, wurde durch denStudenten genöthigt, jeden fremden zu füllen unddie halbe Stadt, nämlich die hungernde, zu Gastezu bitten, ja seine schönsten Kapitalien, die er alleauf sein Testament, als auf den Adelbrief seinesGewissens, aufhob, an öffentliche Anstalten, Schu-len und Arbeithäuser zu verschwenden. Dabeistand nun der Menschenfreund nicht etwa blos dienächtliche Qual der verschenkenden Traumbilderaus, sonder» am Tage mußte ihn auch die Besorg«»iß verfolgen, daß er sich durch dergleichen gegenLas Geld abhärte und zuletzt es wirklich herzuge-ben anfange.
Der Student E h gesteht in seinem Tagebuchedie gemeinschaftliche Mißhandlung eines begüter-ten Landpfarrers. Sie ließen den exemplarischenSeelenhirten drei Sonnabende hinter einanderseinen aufgehäuften zweijährigen Sackzehend inseinem Bette um den jetzigen Spottpreis an Judenverhandeln, zu einer Zeit, wo gewiß noch nicht jedeHoffnung eines Mißjahrs und nassen Sommersverschwunden ist: — was aber dem Seelsorgerdermaßen zusetzte, daß er die an sich frohen Oster-predigten mit einer so kläglichen Stimme vortrug,als sei ihm schon das Brod gebacken; und in derThat waren nicht, wenn nach der alten Sage