Band 
IV.
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Der Komet,

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sonst >» Apotheke» zu Arzneimitteln verschMwurden: so wurde auch in den gedachten Zirkelndas Verstorbne geschickt zur Seifenkugel und La-! pierpille, zum Wasch- und Heilmittel des Leben-digen verarbeitet. Der Thee war am Ende einEntweihwaffer für Namen, die kein Weihwasserverdienten, oder ein Strafbier der Handwerker,das noch dazu, ungleich dem Strafbier der Hand-werker, nicht von dem Gestrafte» bezahlt wird,sondern von dem Strafenden.— Die Verbreitungsolcher Strafurtheile war unglaublich und muster-haft, denn jeder Theewasserzirkel floß wieder inneue Zirkel ein, und so hörte es, wie das Jnein-andergehen der Wafferringe auf einem Teiche, gar-nicht auf. Der Student Oh that nun weiternichts im Verträumen, als daß er jede Verfasserinoder Verlegerin eines Strafurlhels mit einemGygesring unsichtbar in einen Zirkel nach demandern stellte, wo man einer jeden den reichlichenEhrensold (wenns nicht vielmehr ein Unehrensoldzu nennen ist) für die gefertigten Urthel gewissen-haft auszahlte — das Gute der Urthelverfafferin-nen wurde von selber vorausgesetzt und blos ihrBöseS hinlänglich dargethan und aufgedeckt; —und so mußte eine solche Sonne den glänzendenThierkreis von Theezirkeln durchlaufen. — JedeMittelstädterin war im Bette außer sich und littviel, und wollte das Hassen von ihren Freundinnenkaum ihren Ohren glauben, denn keine erinnertesich — obgleich jede dasselbe gethan — bei demTheezirkel, da er eine Art Krieggericht gegen Ab-wesende ist (das Aetherflämmchen der Theemaschinewill das Bivouakfeuer vorstellen), daß die sanfte-sten Wesen von der Welt den Bewohnern derFreundschaftinseln ähnlichen, mit deren Gutmü-thigkeit Covk und Förster uns alle beschämen, dieaber doch ihre Feinde lebendig verspeisen. Undwas ist Namenzerreißen anders als eine subtileMenschenfresserei, zu deren Eingeschneizel der Theedie Tunke und Salzlake sein mag? —

Im Lagebuche des fünften magnetischen Stu-denten, Namens Uh, zeichnen sich besonders dieNächte aus, wo er einer Fürstin und ihrer Ober-hofmeisterin in einem gewissen Staate statt derNachtmusiken arge Nachtfröste gibt. Der Slaatist in Rücksicht der Quadratmeilen nicht näher be-stimmt, wo Freiheit und Gleichheit auf schöneWeise geschieden sind, und völlige Gleichheit nuraußerhalb der Hofs, und wahre Freiheit nur andiesem herrscht, so daß das Land ein Schachbretist, auf welchem man mit Steinen, oder Dame

Wallrath verwandelt gefunden. Crcllü chemische Anna-len von 179a»

(nicht mit Figuren) spielt, und wo folglich alleSteine auf allen Stellen einerlei Werth haben,die ausgenommen, welche in die Dame kommen,d. h. an den Hof. Aber eine so uralte, ja adelich-alle Rangordnung wollte Lein Selblauter Uhleider nicht schmecken, sonder» er versuchte sie(laut seines Tagebuchs S. 66) wenigstens beiNacht im Schlafe der — Fürstin und ihrernoch strengern Oberhofmeisterin umzustoßen; erträumte nämlich ihr und der grauen Hofmeisterindrei oder fünf Nächte sdie Zahl ist zu unleserlich)vor, daß beide wirklich sän der fürstlichen Tafelmit Weibern zusammen säßen, welche entwedervon Natur bloss bürgerliche waren, oder doch alsEdelfrauen an bürgerliche, wenn auch tafelfähigeDiener vermählt. Dem Fürsten, durch seinemännlichen Beamten schon an bürgerliche Gast-Einschiebsel oder Beiessen gewöhnt, wollte der Vo-kal nichts vorträumen; aber bei der Fürstin undder alten Oberhofmeisterin hatte er offenbar dieAbsicht, sie gegen die Nähe der Bürgerlichen vor-her im Schlafe abzuhärten, und den Hof durchWeiber allmälich an Männer zu gewöhnen. Aberfreilich weiß ich dann nickt mehr, wenn es denTraumbündlern gelingt, was ein Hof ist, sobaldder Respekt fehlt. Respekt nennen nämlichdie Kupferstichhändler jden reinen glänzendenRaum, welcher den grauen unscheinbaren Kupfer-stich umfaßt und hebt, und nach dessen Abschneide»das Blatt um mehre Gulden weniger gilt; — derStich mit seinen Figuren stellt hier das Volk vor,das vom Glanzraum des Hofes in gewisser Weitebleiben muß, damit dieser es vom goldnen Krön -Rahmen genugsam trenne. — Und was kann amEnde die Folge sein, wenn der magnetische Studentdas Innere der adelichen oder italiänischen Schulemit der Gallerie der bürgerlichen oder niederlän-dischen Schule durchschießt? Die erste Folge istwechselseitige Verwechslung aus Mangel des Un-terschieds; aber die zweite ist die wichtigere fürden Bürgerlichen, der immer ein gewisses republi-kanisches Feuer einbüßt, wenn er am Hofe auf-steigt , wie die an Zepter und Thron angestängel-tsn Hvfleute beweisen, daher manche Länder rechtverständig den Bürgerlichen so behandeln, wie dieWelschen den Weinstock C), den sie »»aufgerichtetauf dem Boden fortkriechen lassen, weil er da mehrFeuer gewinnt, als deutsche Reben, die man amGeländer aufrichtet.

Don hier an nimmt statt der Tagebücher wiederSaalpater Las Wort und schreibt sein Schreibenzu Ende.

(') Schuttes Briefe über Frankreich auf einer Fuß-reise.