Band 
IV.
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Der Komet.

100 Lh. kohlensaueres 100 Tb. kohlemauersGas Gas

17TH. Diam. 83Oxyg. ^I?Diam.

28 Kohle > iiOxyg. 82 Oxyg.

(28 nach Gupton»

Nach Biot und Arago besteht der Diamant ausKohlenstoff und Wasserstoff. Verbrennt jener, sobildet der Kohlenstoff mit dem Oxygene kohlensau-res Gas und der Wasserstoff mit dem OxygeneWasser, wie folgendes Schema zeigt:

Diamant

Kohlensaueres i Kohlenstoff Wasserstoff >

Gas j Oxygen Oxygen s

Nur wollte im Diamanten der Wasserstoff undfolglich bei dem Verbrennen das Wasser sich nochnicht finden lassen; aber vermuthet ist der Stofflängst geworden aus des Steins großer Brech-kraft des Lichts.

Wenn ich setz» dazu setze, daß man nach Pepy'sund Allen'« Versuchen so viel Oxygen zurVerbrennung bedarf, als der Diamant — dennes geben 28,46 Kohle oder Diamant mit 71,54Oxygen 100 Theile kohlensaures Gas (fixe Luft):so sieht schon ein scheidekünstlerischer Laie, daß dieseVersuche ungemein mit dem Marggraf'schen über-eintreffe», hingegen mit denen von Biot undArago weit weniger. Die Zeit muß freilichzwischen beiden entscheiden; nur nimmt sie sichimmer so gar viel Zeit zu allem.

Zehntes Kapitel -

worin beschenkt und ausgeprügelt wird — nebst derSchlacht bei Rom.

Der Unteraufschläger Schleifenheimer (so heißeninHohengeis, wie in Baiern, Rendante» aufdeutsch) war von jeher der türkische Erbfeindund Antichrist des Marggraf'schen Hauses ge-wesen. Seitdem aber sein eigner Sturz, denKassen-Stürzen einer Untersuchung nachgefolgt,dachte niemand in der ganzen Apotheke an ihn,als heute der Apotheker nach dem Gebete.

Der Mann war in frühern Zeiten abge-setzt worden, blos weil er gern kastrierte Aus-gaben der fürstlichen Einnahmen veranstaltetund die sanktorische, unmerkliche Absonderungvom Sraatkörper, als wär' es sein eignerLeib, gut unterhalten hatte. Besonders hatt'er gern, wenn er vornehme Gäste bekam, dieöffentliche Kaffen-Zisterne, wie man auch mit denWasserwerken in Marly bei Feierlichkeiten thut,immer springen lassen, wodurch er wider sei-nen Willen machte, daß, als die maxkgräflicheKommission eintraf und an, Hahne der Maschine

drehte, nichts springen wollte. Ueberhaupt hatt'er sein Haus zu sehr wie einen katholischenTempel gehalten, immer offen für jeden, bis erselber mit herausging.

Schleifenheimer nahm bald den Charakter eineskauvi-e dooteux an und ankerte in der Vor-stadt in einer Dachkammer und ohne einen an-dern treu gebliebenen Gast, als seinen Hunger:das Hemde war sein Sommerkleid, das Bett seinWinterpelz, den er selten ablegte; sein Bra-tenrock und Galakleid war ein grünseidner Schlaf-rock, welchen er anlegte, 'so oft er von seinemDachfenster heraus der Gaffe unten mit seinerBüste gleichsam einen Besuch abstattete.

Konnt' es nun für den freudetrunkenen Marg-gras einen gelegner» Einfall geben, als der,eine unten und oben versiegelte Geldrolle von100 sl. in 24kreuzerstücken einzustecken und ei-nem dürftigen, verschämten Feinde unerkanntdurch das Geschenk einer solchen Saitenrollewieder Metall zum Bezug seines saitenlosenSchallbodens zu liefern? Er konnte unterwegsdessen Freude über die lange Wachskerze vonGeld, die er dem armen Teufel von Heiligen !weihte, und die schöne Erleuchtung von dessen >Bodenkammer, wenn das Geld in papiernenLichtmanschetten Herabbrennen würde, sich gar ^nicht unbändig genug vorspiegeln,

Nur wäre dem kuuvre IwMeux schwer inder Nacht beizukommen, ja etwas beizubringengewesen, wenn nicht der Apotheker unten vordem versperrten Hause gleichsam auf einer Him-melleiter zu einem der besten Gedanken gekom-men wäre. Es war nämlich eine Bauleiter an dasnur von Armen bewohnte Haus (es lag au-ßer der Stadt), einige Ellen von dem Dach-fenster Schleifenheimer«, angelegt. Marggraf :entwarf ohne vieles Nachdenken sogleich denPlan, die Leiter ans Fenster anzurücken undzu besteigen, und oben auf ihr den stumpfenGeldkegel hineinzuwerfen. Das Fenster war zwar lnicht offen, aber doch einige Scheiben; und ;erleuchtet war im ganzen schlafenden Bettelhause ^kein einziges.

Indeß hatte der Teufel, der als der allgemeineNachtwächter der Erde aufbleibt und arbeitet,einen römischen Nachtwächter vor die Bauleitergeführt, und ihn von Weitem sehen lassen, wieMarggraf eben an ihr rückte und schob. DerNachtwächter wollte kaum seinen Augen trauen— zumal da eines von Glas war. — Weil er sichaber für versichert hielt, daß der Dieb noch langean der Leiter zu lenken habe, so schlich er ruhigdavon, um sich einen Häscher und Gehülfenzum Einfängen des nächtlichen Einbrechers zuholen.

Er kam gerade mit einem trunknen Häscher ausder nächsten Schenke zurück, dem er seinen Stabvorstreckte, damit der Mann theils angreifen,theils liehen könnte — als Marggraf auf der ober-sten Sprosse vor dem Fenster stand, und in derHand den silbernen, stumpfen Blitzableiter desUnteraufschläger« hielt, aber bei dem Lärmen so-gleich einsteckte. Die Fanggenvffenschast aber, dienur das Einstecken der Sache» und darauf dasder Menschen begriff, und den Apotheker schon aus

Zea » P»ul s Werke, IV.

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