Band 
IV.
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Der Komet.

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Mann länger in Schwanken, als wen» er gern mitzwei Vorzügen ober Siegen auf einmal stolz thunmöchte, von welchen er, da jeder den ander» auf-hebt , durchaus nur den einen oder den andernnehmen darf. „Recht fatal ! sagte Worbls zn sich.Erzähl' ich den, Gefolge meine Wissenschaft umden RepetieruhrfrieS und Karnies, und mache mitmeiner Verschlagenheit Figur: so ragt meine Ta-pferkeit nicht vor; sey' ich diese ins Licht : so lass'ich meine Feinheit im Dunkeln; eins ist aber soverssucht wie das andere/

Wie gesagt, ich selber hatte anfangs als bloserGeschichtschreiber die ähnliche Frage aufzulösen, obich nämlich den Lesern (diese steilen hier das Ge-folge vor) im Anfange des Schlacht-Lullet,,» denUmstand mit dem Stock-Knopf als Uhrgehäuseklug verdecken sollte — ich hätte dadurch die Er-wartungen gespannt — oder ob ich ihnen aufrich-tig den Umstand vorberichten und dadurch den Ar-tilleristen komischer machen wollte. Die Welt weißfreilich schon seit Seiten, daß ich hier, wie immer,ganz redlich und ohne List geschrieben, und allesheraus gesagt.

Der Wunsch aber, widerstrebende tkontradiktori-sche) Kronen des Glanzes zugleich aufzuhaben,quält manchen von uns erbärmlich und macht.daß er sein eigner Gegenkaiser wird. Der Dichterz. B- „lochte gern als einer erscheinen , der in derBegeisterung alles vergißt, und zugleich als einer,der in ihr nichts übersteht. — Ein Paar blaueAugen sähen zugleich herzlich gern wie ei» Paarschwarze aus, und eine Blonds wie eine Brü-nette. — Eine Restdenzfran erschiene mit Vergnü-ge» als geistiger Hermaphrodit, zugleich zum Be-wundern weiblich - weich und männerkräftig.—Und überhaupt wer wäre nicht ei» Paar tausendMenschen auf einmal, wenigstens ein Paar hun-dert ?— Aber die Juden verbiete» schon, zweiFreudentage an Einen, Tage zn feiern, z. B einenSabbath und eine» Hochzeittag, ja die Jtaliänerverbieten in ihren Opern unmittelbare Aufeinan-derfolge zweier pathetische» Arien hinter einanderordentlich als mären es zwei Oktaven; und somuß denn häufig jeder von uns seinen Glanzziemlich einschränken.

Etwas half sich jedoch der Reisemarschall durchein Zwielicht entrv cliicii et luup. Zuerst ließer das Gefolge, das selber eigenäugig seinen küh-nen Fechterstreichen zugeschauet, sich ganz auswan-dern über den Muth ; dann aber , da Loch die frü-here Bewunderung se'ner Keckheit (wußt' er) sichnicht ganz verflüchtigen konnte, ohne einigenfesten glänzenden Bodensatz niederzuschlagen, deckteer offen — die Sache mit den, Uhrgehäuse auf,für deren Ausspüren er immer auch einige Lvr-beerreiser für sein Kopfhaar erwarten konnte. Erverbarg es den, Hofe und dem Fürsten gar nicht,daß er überhaupt etwas keck gehandelt, da der Ar-tillerist , dessen Muth er so absichtlich hinauf ge-schraubt , doch mit der Uhr in, Degenknopf hätteeiuhauen können, oder anstatt desselben in, Waldeeinen Knittel erwischen und damit auftreten. —j »Inzwischen wenn auch, schloß er, ich dürftel dann wohl den Narren, der uns alle von,schäbigsten Kerl an bis zn ihrer Durchlauchthinauf, ordentlich verlachte, doppelt bezahlt ha-

ben, in der einen Hand mit meinem Blas-rohr, in der andern mit seinem Stachelstvck,und er hätte auf seiner Reise an Ihren Rei-semarschall denken sollen, Tire !»—

Wichtig genug bleibt übrigens das ganzeGefecht, schon wegen der Lehre, die ich dar-aus abziehe für hohe Häupter und noch tiefereKöpfe; denn sie heißt: macht nie den Knopfoder das Kapital eures Waffenstocks oder Waffen-siabS zur Zitadelle oder Burg euerer Repetiernhr, 'wollt ihr euch anders nicht erbärmlich schlagenlassen von, bloss» Blasewind, ohne nur einen Stoßoder Stich gethan zu haben; eben so gut und sosicher könntet ihr eine wichtige Handelstatt ineine wichtige Gränzfestung stecken.-

Nach diesem ersten Siege, der unter MarzgrafSRegierung vvm tapfer» Marschall erfochten wor-den , kam mit deniz Nachrichten eines schönerneigenhändigen schon der Rezeptuarius nachgetrabt,der sich längst von, hohen Sattel auf den stillenWagensttz herabgesehnt. Nikolaus ging ihm stracksentgegen und fragte mit den freundlichste» Linienuni den Mund den Reiter, ob der dürftigen Fraudie unerwartete Gabe recht gewesen, was sie gesagtund gemacht. --Das alte Stück backte, sagte derRezeptuar, ich wolle sie Schulden halber ku-rauzen und festnehme» und stieß vor Schreckendas Spinnrad um."— -Die wird aber, sagteStoß, Freudensprünge gethan haben, müuckivu.» — --Wer 'läugnets k -- »'ersetzte der Rei-ter, der alles lieber machte als viel Worte, »ndaus dessen Phlegmablvck irgend eine historischeGestalt nur Schlag nach Schlag konnte hervorgemeißelt werden; uns der Stößer mußteihm immer die Entzückungen der Soldaten-frau im Brennspiegel seiner eignen entgegenhalten, bevor der Rezeptuar versetzte: wer läug-nels?

Für Marggraf gab es keinen feinern Nachge-schmack einer Wohlthat als ein recht ausführlichesVerhör der Empfänger über ihre Empfindungenund über ihre Beschlüsse und Hoffnungen dabei;nur ein so reicher Reisetag ließ ihn die Ein- unsDreistlbigkeit deS NeilerS aushalten, bis endlichdieser die Weitlauftigkeit selber wurde und berich-tete : »das unvernünftige WcibS- Präparat setztesich in der Lustigkeit gar mir auf den Sattel, blosdamit sie den goldnen Batzen bälder sähe beiihren. Manne; ich wäre ja sonst viel früher ge-kvmmen.--

Der wöchentliche Gastwirth des Gastes Peuk sahnun auf allen Seiten, was wahre Gäste sind undwahre Landesherren, und er sagte dem Nsisemar-schall dreist ins Odr c könnt' er seinen Gasihofmit auspacken, er führe, bei Gott! mit undaus dem Hnngerleiderland hinaus ; — und dannsollte es scto» gehen. Damit es aber früherginge, ließ er sich in seiner WirthSrechnungvon einen, reisenden Landesherr» selber alleSteuer» eines Unterthanen zahlen, Kopfsteuer

— Servicestener — Erbstener — Schuldensteuer

— Prinzesstnsteuer — Pferdesteuer — Juden -und Türken - und Nachsteuer — und viele Gelder,wie Tafelaeld, Fensie-geld, Abzuaaeld, sammtden Pfennigen, wie Mahlpfcnnig, Schreibepfen-nig und Peterspfennig, so daß die ganze marg-