Band 
IV.
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Der Komet.

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Effenkehrerbesen,u»d endlich bis zum beiderseitige»Singe» oben anf der Feuermaner und vor demKanzelpulte sich verstieg, und dann mit der Lustaufhörte, womit schon ein Kandidat sich im Vor-aus hie und da schlotfe.qerisch schwarz ansschlüge;z. B. Halsbinde, Rockknöpfe, Hosen. » Da so-nach das Schwarze, versetzte unerwartet kühn derKandidat, das beste Ziel in der weiße» Scheibeist: so setzen Sie nur gar Stiefel und Hut dazu,welche beide ich schwarz trage als Kandidat! —Aber Himmel! ich bitte Sie, was ist denn allesprotestantische Streben deS Kandidaten nach derschlechtesten Farbe, die kaum eine ist, und die jedeverderbt, gegen das katholische der Mönche nachder rothe», dieser Kardinalfarbe in manchemSinne? Wie viele tausend Mönche haben nichtden rothen Strumpf und Hut im Kopfe, und vorAugen, um es nur auszuhalten in ibre» Kuttenund Klöstern? Daher ich solche Violettsüchkigegern mit dem redenden Raben Iaquet (*) ver-gleiche, dem man in jeden Käfig immer einenrothen Lumpen hinhalten muß, weil er sonst inZuckungen verscheidet."

Dies war das erstemal, wo Richter sich zeigteam Hofe, nämlich vor den beiden Hosher-ren. —

Schon Nachmittags rückte Nikolaus — mit sei-nem neuen Staat - und Stadtbürger — in Niko-lvpel ei», nachdem er dasselbe unweit Lukas-Stadtvöllig aufgebaut halte, und viel schöner als vorLiebenau.

Mich dünkt, die ganze Baute sammt den erstenFrüchten dieses Treibhauses, oder eigentlich dieserTreibhäuserstadt, ist wichtig genug, daß man sie,da nicht sogleich wieder ein frisches Kapitel ange-fangen werden kann, wenigstens in einem frischenGange ausführt, und zum Glücke ist er schon inder Nähe, nämlich der

zweite Gang.

Residenzbau — 'Sitzungen über das zu nehmendeInkognito des Fürstapothekers.

Es waren zwei ganz andere Gründe, als dieWelt bei ihrem flüchtigen Wesen heraus bringt,warum Nikolaus so nahe, gerade vor den Augeneiner Residenzstadt, wieder eine neue aufbaute, daes viel bequemer gewesen wäre, mit dieser auf derAxe in jene einzuziehen. Der erste, doch schwächereBeweggrund war freilich der, den Lukas-Städterneinen kleinen Begriff von der fürstlichen Macht da-durch zu geben , daß er vor ihren Augen eineStadt von zwölf Häusern — die Vorstadt undSackgasse aus Zelten sind gar nicht anzuschlagen— so leicht aus dem Boden aufgehen ließ, wieAmphion durch seine Leierhand Städte, oderPompejus durch den Stampffuß ein Heer, oderKinder durch Spiele eine Kartenhäuserstraße.Sogar wer sich lieber in einer Judengaffe auf-hielt—und dies wollten die mitreisenden Juden —der zog nur in die Gasse hinein,sobald sie aus denabgepackten Zeltvflöcken und Zeltstangen und Lein-

s") Paris und London XIII. dl. 3.

wankmauern ordentlich aufgerichtet und hingestelltworden. Das Oberhofbauamt hielt ja der Bautenwegen still, und die Banrälhe setzten sich inBewegung und alles in baulichen Stand.

Abends sah man den glänzenden Erfolg; Leutejedes Standes kamen aus der Residenz Lukas-Stadt in die Residenz Nikolopolis gewallfahrtet,und bewunderten „»aufhörlich. Worble/der alsFreimaurer (wie er längst in Rom hieß) wissenmußte, was er sagte, erklärte öffentlich den Baufür geheime Arbeiten der Zimmerleute, und sei-nen Nikolaus für den schottischen Meister vvmStuhl, und dessen Häuschen sei die Meisterlogezum hohen Lichte; — er, Worble selber, habe diehöher» Grade, und schweige über das Meiste, wieschon die Rosen auf den Ordenschürzen ansagten.

— Sonst zwar, fuhr er fort, nehme» Logen keineJuden auf, aber der Hofbanquier HoseaS könnehalb und halb als ein Hiram oder Salon,on be-trachtet werden, von welchen beiden Juden sich jaalle Maurer Herschreiben. — Was die Logenretenanlange, so werde in allen zwölf Häuschen gere-det, und das Trinken der Arbeiter sei ja so gutda, als in den Tafellogen, nur daß diese (nachSarsenna) die Gläser Kanonen hießen und dasTrinken feuern, wiewohl es »igentlich mehr An-feuern als Abfeuern zu nennen.

Wir kehre» zur Geschichte zurück. Einer derwichtigsten Gründe — kein einziger Leser dachtedaran — nöthigte zum Aufbau der Kantonierquar.tiere: nämlich in Lukas-Stadt waren vorher die nö-thigen künftigen zu bestellen, aber zum Einlaß indiesegehörte für so viel Volk wieder ein Einlaß indie Stadt selber. Konnte denn der Fürst einziehen;zumal da er nicht einmal den fürstlichen Namenseines Herrn Vaters angeben konnte, oder wollte?

— Das war offenbar unmöglich. Und wie standeS mit den sämmtlichen Pässen? Wie vieleführte Nikolaus bei sich und andere für sich?

Er Hütte keinen einzigen überhaupt.

So seh' ich wahrhaftig denn wieder, daßder Fürstapvtheker einigen hundert Feuerfrauengleicht, welche sich eine Handel- und Wandelzu-kunft wählen, die ihnen blos als ein ferner Bergvorliegt, woran sie aus der Ferne sich leicht ge-rade grüne Steinwege hinauf ziehen, weil erst dieNähe die Schluchten und Hügel und Gebüsche beijedem Schritte entwickelt. Hüte sich doch jedervor dem Gestimmt- oder Klumpkauf der Zukunft,deren Auseinandergehen in einzelne mehre Stun-den den dunkeln Plan Einer zusammenmischendenMinute Lüge» straft und täuscht. Niemand ent-werfe nach einer Generalkarte seinen Postenlauf,den sein Leben ja nach einer Spezialkarte nehmenmuß. Wie erbärmlich fahren deshalb nicht schon —desto mehr spiegle sich das Leben selber daran — inder Phantasie die Romanschreiber, welche oft inden ersten Kapiteln keck und leicht auf irgend ei-nen Vorfall in spätern Kapiteln auf geralhewohllosbvrgen, und Wechsel — der Begebenheiten

— ausstellen, ohne voraus zu wissen, woher sie,wenn der Verfalltag, nämlich das Kapitel, kommt,den Vorfall nehmen und erstatten solle»! DieSchreiber wissen dann im Kummer weder ausnoch ein.

Aber wahrlich um kein Haar besser war Niko-