Band 
IV.
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Der Komet.

wähl aus des Teufels Papieren:» ck. K. !''.Ilusus (*).» —

— --Erst viel später, — fiel Richter ein, — lasich i» einem alten Buche rseetiae raostianum,sogenannte tlresss rte Iinsisua et Iiusibill qunli-tate, auch das Wort Uasidilitus; aber wahrlichich erinnere mich nicht des geringsten Spaßes dar-aus und weiß kaum, warum ichs nur hier an-führe (**).--

"Alles spricht ja, fuhr Worble fort, von Wortzu Wort immer mehr für den Hasen, der sogar

— wenn ich ihn gegen den Bock, Esel, Teufel halte

— sich unter die glänzender» »Wappen-- einreiht,da er eben so schlau gegen die Jäger ist, als lern-fähig bei ihnen, und immer offne Augen, erstlichschon bei der Geburt, und dann auch in, Schlafehat, und viel leichter bergauf — waS jedem zu fei-ne», Aufkommen zu wünschen wäre — läuft, alsbergab. Ein Wappenwesen überhaupt, das tapferist und die Trommel nicht scheuet, sondern selberrührt, und Las sich keck gegen seines Gleichen mitden Borderläuften, (wie wir Menschen ja auch mitden unserigen), so laut herum schlägt, daß es nachBechstein verschiedene Fuß weit zu hören ist ....aber übergenug, und ich möchte doch wissen, wasgeht denn dergleichen alles Ihre Durchlaucht oderdas hasenköpfige Pittschaft an. Las ich aus so gutenGründen zum Inkognito vorgeschlagen und an-geboten ?" —

Nikolaus Warggraf genehmigte Inkognitosammt Pittschaft — und ich darf sagen, mehr alseiner freuele sich darüber — jedoch gab der Fürst,recht vernünftig, vor dem zu modernen Wappen-titel von Haseukopf, mit allgemeinem Einklang,dem ältern, ehrwürdigen Titel Hacencoppenden Vorzug.

Sofort wurde der Neiseuiaischall beordert, ausNikolopel noch diesen Nachmittag nach Lukas-Stadtabzureiten und für den Grafen und sein Gefolg einIlütel zu miethen, was es auch koste. Er brauchtegewöhnlich alles mitgegebene Geld nur auszuge-ben, niemals vorzuberechnen.

Wenn ich dabei mit Wohlgefallen bemerke, daßer bei aller seiner Vorliebe für Gerichte, Getränkeund Gesichter, nie den Fürsten nur um einenHeller betrog: >o werden viele Ncisemarschälle sichverwundern und dabei sagen: ein seltsamerMensch!

Er miethete nun in dem römischen Hof —dem größten, aber theuersten Gasthofe der Stadt

— alle Zimmer dieses Vatikans. So nenn' ichden Gastkvf zum Theil im Erliste; denn der Be-sitzer führte wirklich den Namen Pabst, undhatte deshalb den heiligen Ochsen— so hießdas frühere Gastbofschild, nach dem Stadtwappen,das den Ochsen des Evangelisten Lukas führte —zu», römischen Hofe erhoben.

(*) Diese» Namen llasus, welchem aller Geschmacknicht abzusprechen ist, gab sich derselbe Versager da-mals auch in seinen Aufsätzen für Archcnholz s Litcratur-und Völkerkunde, und im deutschen Museum; — wieim »Konversationslexiken - unter dessen Namen dasWeitere ,» lesen.

(") Ich bin ganz im nämlichen Falle. AIS Werk-b chcn gehört es unter die tzibri ruriorns, und ist IÜU5gedruckt.

Der überraschte Pabst nahm die Nachricht voneinem einkehrenden Grase» von Hacencoppen,und die starke Vorausbezahlung mit einer reinenFreude an, welche der Himmel seinem Herzenlange nicht gegönnt; den» seit Jahren waren allehohen Häupter vorübergefahren, welche sonst, alsGegenspiel der otaheilischen Könige (*), derenEintritt in ein fremdes Haus, nach den vtaheitischenReichsgesetzen, die Niedereißung desselben nach sichzieht, seinen römischen Hof gerade mit ihreneignen Händen größer ausbauen halfen, sobalder in diese seine Wirths-oder VStsiin-Zeltetgelegt, und sie damit gleichsam beflügelt hatte aufeine Weise, welche wohl nur der allergemeinsteSprachgebrauch Prellen, Schnellen, Rupfe,>, nen-ueu kau». Freilich blieben die Fürsten, die dergute Pabst auf solche Weise heimschickte, dann auchdaheim.

Desto begieriger bin ich, wie jeder, auf alle dieWeltgeschichten, welche Hacencoppen im römischenHofe erlebt.

Aber vorher hatte Worble eine härtere, ganzgrüne Nuß für Nikolaus aufzubeißen, jedoch halt'er zum Glück Zahnlade und Nußknacker dazumitgebracht.

Der Paß war die Nuß

Dritter Gang des Kapitels.

Schöner Nutzen eines Flebben — schöner Rüstabend»um Aufbruch nach LukaS-Stadt.

Wahrlich, es wäre gar nicht gegangen, wennes anders gegangen wäre, und wenn nicht zumGlücke Worble an hundert tausend Dinge gedachthätte. Denn sonst wüßl' ich nicht, wie der GrafMarggraf und sein Gefolge nur vor den Kunst-richtern, geschweige vor den Landrichtern, wärevorbei zu bringen gewesen. Oder ist nicht einPaß der einzige moralische Kreditbrief und See-lenlaufschei» außer Landes, und das wahre Land-Segel, d>s man nur bei günstigem Winde ein-ziehe» kann, oder einstecken?— Und kommt mannicht auf jeder Gränze als ein muthmaßlicherSpitzbube oder sonstiger Verbrecher an, da injeder fremder Gränzstein ein Nabenstein LeS ehr-lichen Namens wird, oder ein fremder Hoheit-pfahl ein Schandpsahi desselben, und ein Gränz-pfabl gleich einem Circes-Stab den ehrlichstenReisenden so lange in eine niedrige Gestalt ver-wandelt, bis er seinen Paß als Ablaßbrief her-vor zieht, und daraus das göttliche Ebenbild wie-der erneuert? — So daß, wenn der Passagier,wie ei» Wechselbrief, vv» Land zu Land giriertund endvssiert worden, und zwanzig Unterschriftenund Zeugschaften für seine Ehrlichkeit für ssch hat,doch auf der ein und zwanzigsten Gränze, fallsdas Papier zu kurz ist, kann protestiert werden,oder er selber verdammt.

(*) TurnlmlIS Reisen um die Welt.