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Von dem echten Eigenthum.
verlassen, und mich meinen Freunden, in meiner na-türlichen Gestalt zeigen zu können" gedacht habe.Seyn Sie indeß versichert, daß ich auch wahre Ver-dienste von weitem kenne, und die ihrigen vorzüglichschätze.
XI.IH.
Von dem echten Eigenthum.
Unter allen mächtigen Begriffen und Ausdrücken,die sich aus der deutschen Denknngsart und Spracheverloren haben, ist keiner so vollkommen ausgewischtworden, als der vön Eigen oder Eigenthum;kaum reichen noch einige entlehnte Züge hin, ihn nureinigermaßen zum Anschauen zu bringen. Und dochist er sür die Philosophie der Sprache sowohl, alsder Geschichte, r5on einem sehr erheblichen Werthe;man fühlt, daß, so wie der Begriff sank und fort-ging , sich auch das wahre Eigenthum verlor. In derersten,Periode seines Verfalls nennte man das wahreEigenthum noch Erbecht, oder wie wir es verdor-ben haben, Erbexenschaft, andre Orfacht,woraus einige Torfacht gemacht hgben; und inder letzten fiel auch dieses Wort ziemlich weg, wieman daraus leicht erkennet, daß wir sür die Guts-herrlichkeit, welche ein Eigenbehöriger erlangt, der sichheute frei kauft, und morgen seinen Hof mit einemvon ihm abhängenden Eigenbehörigen besetzt, und fürdiejenige, welche ein echter Gutsherr hat, nur einer-lei Ausdruck und Begriff haben: ohnerachtet jedernoch dunkel fühlt , daß dieses zwei mächtig unterschie-dene Gntsherrlichkerten sind, und seyn sollten.
Der einzige deutliche Charakter des echten
Eigen-