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Vorschlag wie die Kirchhöfe aus der Stadtzu bringen.
Die Verlegung der Gottesäcker oder Kirchhöfeaußerhalb der Stadt, ist lange der allgemeine Wunschgewesen; man wird aber auf dessen Erfüllung Glichtrechnen dürfen, bevor man nicht die Schwierigkeitenaus dem Wege räumt, welche sich gegen eine solcheVeränderung sträuben. Diese sind von mancherlei Art,und ich will versuchen, ob ich sie nicht mit guter Ma-nier auf die Seite schieben, kann. Denn heroischeMittel wirken in dergleichen Fällen, p)o es auf dieEinbildung der Menschen ankommt, oft den unrechtenWeg; und was ein Mensch von dem andern in derGüte erhalten kann, muß er ihm nicht abzuzwingensuchen.
Unsre Vorfahren haben viele besondre Feierlichkei-ten mit der Begrabung ihrer Leichen verknüpft, dieeines Theils auf die allgemeine Sicherheit der Men-schen, andern Theils, auf die Ehre und Belohnung derVerdienste, und dritten Theils auch auf einen Vor-theil der Kirchen und Kirchenbediente abzielen.
Zur ersten Art gehört, daß die Leichen nicht zufrüh begraben, sondern einige Tage in ihren Särgenzur Schau gestellt, und hernach unter einer öffentli-chen Begleitung an einen gemeinschaftlichen Ort abge-führet werden. Hätte ein jeder dafür das Recht er-halten , ftine Todten in der Stille und bei seinemHause verscharren zu mögen: so würde vielleicht man-cher lebendig ins Grab gekommen, mancher erschlagenoder vergiftet, und mancher als todt begraben seyn, der
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