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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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Kind verschied bald. Brandenburg ward an den LuxemburgerWenzel verkauft 1374. Holland ging durch Jacoben, die Erb-tochter, 1429 an Philipp von Burgund über, nach schwerenGewaltthaten in dem Fürstenhause. Es waren nur noch Ab-kömmlinge von des Kaisers ältestem Sohne, Stephan, zu Mün-chen, aber so zertheilt in ihrem Besitz, daß es ein stetes Kriegenund Ringen nach Reichthum war, und auch in keinem Fürsten-chause so viele den Beinamen der gleichen erhielten. Die einenerwarben in auswärtigem Dienste, die andern durch Erpressung,womit sie alle Stände des Landes empörten, einige endlicherwarben auch durch guten Haushalt, und. so stiftete Ludwigder Reiche die Hochschule zu Jngolstadt 1472. Johann zuMünchen, jüngster Sohn Stephans, überdauerte mit seinemGeschlechte alle Nachkommen Kaiser Ludwigs, es waren hierdie bedachtsamsten, friedfertigsten Fürsten, daß Albrecht IV. dasganze Baiern vereinigte. Als er 1508 starb, führte er dasErstgeburtsrecht ein, belehrt durch den Jammer, der Landes-theilung, wodurch Baiern- in unaufhörlichen inneren Kriegenverwüstet ward. Auswärtige Feinde überfielen das Land selten,wo dann, wie gegen die Hussiten, sich das Volk zusammen-schaarte und abwehrte. Alle Stände waren in Baiern wahl-berechtigt, hatten auch fernerhin öfter aus Geld- und Kriegs-noth geholfen und wurden deshalb in Landesgcschäften sehrwichtig. Bei den Landesthcilungen hielten die Stände dasGanze zusammen.

In diesem Zeitraum blühte das Geschlecht Rudolfs, KaiserLudwigs Bruder, gesegnet in der Churpfalz. Nach manchemStreite billigte ihm-der Kaiser, noch die Oberpfalz von Baiernzu. Heidelberg, der Fürsten Sitz und ein Schmuck der Pfalz,erhielt durch Rudolfs Sohn Ruprecht 1346 eine Hochschule.Das feste Halten von den Psälzern zu Luxemburg verschaffteihnen in der goldenen Bulle die Chur, ausschließlich Baierns,mit dem sie vorher wechseln sollten. Wie dies das Recht derErstgeburt einführte, ward den Fürsten ein größerer Besitzbewahrt, so nöthig als sie die Vorhut am Rhein hatten. DerAnkauf von Zweibrücken stärkte diese Macht. Dieses RuprechtEnkelneffe, desselben Namens, von 1398 herrschend, ward 1400Kaiser. Ein strdnger, doch gütiger Herr, verschaffte Kaiser