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Ruprecht seiner Hochschule, die jeder Landessürst pflegte, vielekostbare Handschriften aus Griechenland und Italien. Er er-warb Sponheim und Simmern. Von des Kaisers vielen Kin-dern kam seines Sohns Johanns Sohn, Christoph, wegenseiner Mutter 1439 auf den Thron von Dänemark und Schwe-den, starb aber 1448 obne Erben. Der älteste Sohn desKaisers, Ludwig der Bärtige, blieb den Luxemburgern treuund ward von Kaiser Sigismund zum Beschützer der Kirchen-versammlung zu Costnitz bestellt. Da er als solcher viel zumTode des Huß und Hieronymus beigetragen, so hielt sein Ur-enkel Otto Heinrich das Erlöschen seines Stammes für einGottesgericht.
Zunächst folgte der Sohn, Churfürst Ludwig der Sanft-müthige, vom Kaiser hochgeehrt. Die Vormundschaft dessenSohnes Philipp, führte Ludwigs Bruder, Friedrich der Sieg-reiche. Da dieser so große Freude am Herrschen hatte, be-stimmte er Philipp ihm das Churfürstenthum zu belassen,entsagte aber der standesmäßigen Ehe. So vermählte er sichmit Clara von Dettingen, und ward Stammvater der Grafenv. Löwenstein. Friedrich hatte viele Fehden, die er sämmtlichsiegend ausfocht. Als er dann in den Streit des Ditrich vonJsenburg und Adolf von Nassau um den Stuhl zu Mainz sichmischte, erst Adolf, später Ditrich beistand, selbst in Bann undAcht verfiel, erkämpfte er gegen seine zahlreichen Feinde, un-weit Heidelberg, einen völligen Sieg, der ihm so viele Ge-fangene lieferte, daß er sich an Geld und Land sehr bereicherte,auch seine Feinde helfen mußten. Bann und Acht zu lösen1462. — Nach Friedrichs Tode 1476 folgte erst Philipp, eingelehrter, sanfter und wohlthätiger Herr. Nur gegen seinLebensende führte die Vermählung seines Sohnes Ruprechtmit der heldenmüthigen Elisabeth, Erbtochter Herzog Georgdes gleichen von Baiern, Krieg und Verlust über sein Land,denn sie gedachten das Herzogthum zu erben. Albrecht vonBaiern als Lehnsretter, fand 1504 bei Kaiser und Reich Bei-stand, der Krieg entschied für ihn, Ruprecht und Elisabethstarben während dessen, Philipp mußte vieles Besitzthnm allenseinen Gegnern abtreten, und erhielt nur aus Georgs Erbeeinen kleinen Landstrich um Neuburg und Sulzbach, die junge