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66 I. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
von Seiten des Kayfers, und den unverholenenBeyfall seines Landesherr» und andrer Fürsten, derKeim zu einer künftigen Spaltung im Reich ge-legt wurde.
Die Ursachen, warum der Kayser sich gegen Luthererklärte, waren gewiß mehr politisch als religiös. Sielagen nicht in weitaussehenden Planen, sondern in seinemVerhältniß als Schutzherr der Kirche, und dem damali-gen Bedürfniß der Freundschaft des Pabstes. Auch bliebvon ihrem Ursprünge an die politische Seite der Reforma-tion kür ihn die wichtigste; wenn sich auch die Zdeen zuihrer Benutzung erst allmahlig entwickelten, um so mehr,da die beyden ersten gleich darauf folgenden Kriege mitFrankreich ihn daran verhinderten. — Achtserklärung Lu-ther's und seiner Anhänger durch das Wormser Edict,26. May; wodurch sich der Kayser selber für die Zukunftdie Hände band.
4. Indem aber in den nächstfolgenden Jah-ren die neue Lehre, sich schnell verbreitend, und inmehreren deutschen Ländern, besonders Sachsen undI5r6 Hessen, entschieden siegend, eine noch nie gesehe-ne, jeßt durch Hülfe der Buchdruckerey unterhal-tene, Jdeengahrung erzeugte, waren es besonderszwey Vorfälle, die in den Augen der Regierun-gen ihre politische Wichtigkeit bestimmten, derBauernkrieg und die Secularisirung vonPreußen.
Ursprung und Verbreitung des Bauernkriegs von Schwa-ben 1524 bis Thüringen, wo er durch Thomas Münzerentflammt, aber durch die Schlacht bey Frankenhausen
geendigt