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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orléans 1673 bis 1715 / Ausgewählt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Ludwig Geiger
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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orlsans

nichts thun könnte; daß sehr zu befürchten wäre, daß man michwieder betrügen wolle wie vor vier Jahren und zudem, daß ichauch in mir selbst fände, daß ich mich mit gar großer Mühewürde mit Leuten accommodieren können, so meine Ehre attackierthaben und daß alles, was ich für den Respekt thun könne, so ichMonsieur schuldig bin, wäre, mich zu enthalten, eine öffentlicheSatisfaktion und Rache zu fordern. Drum bäte ich E. M. mirzu sagen, was ich ihnen antworten solle. Abends rief der KönigMonsieur und mich und befahl mir mit den Worten. Erstlichsagte er: Nou trsrs^) pour vous ruoutrsr gas s'uAii-ai siu-sersrnsut, ss vsux äouusr !a rspouss ä Naä. äsvaut vousäs os gu'slls w'a kalt äsrnanäsr, sur es gus oss nisssisursIn rsollsoolrsnt Is ollsv. st inarguis ä'blttiat st ruaä. Oraues^.äs us suAS Point ä propos gu'slls sutrs sr> auoun solair-sisssmsut aosoiumoäsiusut avss sux, gu'stls vivs ä8 t. Olouä trouustsmsut pour I'aruour äs vous st si avso Istsmps ils tont dien, es sarg. autrs okross; ou vsrrs,; ruaispour ts prsssnt us vous raooommoäs^ pas Naäams. Ichsagte: Vous 861-62 2 ) obsis su osla st autrs eboss gus vousIUS ooiuiuauäsr62. Andern Tages sagte mir der König: äsvous b) gf äit äs vivrs bouustsiusut avse vos suueruis, stvous !s P0UVS2, our In äsruisrs elloss gu'ils visuusnt ästairs oouti-s vous Isur tsit taut äs toit äaus I« inouäs stIss äsorit si llorriblsmsut gus vous us pourrisr: risu ap-

r)Lieber Bruder! Um Ihnen zu zeigen, daß ich aufrichtighandle, will ich in Ihrer Gegenwart Madame die Antwort aufdie Frage geben, wie sie sich auf das Gesuch des Marquis d'Effiatund der Madame de Grancey verhalten soll. Ich halte es nichtfür zweckmäßig, daß sie sich mit ihnen ausspricht und versöhnt.Einstweilen möge sie anständig aus Liebe zu Ihnen in St. Cloudleben; benehmen jene sich mit der Zeit gut, so kann man zusehen;jetzt aber versöhnen Sie sich nicht."

2)Sie werden hierin, wie in allem, was Sie mir sonst be-fehlen, Gehorsam finden."

°)Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen anständig mit IhrenFeinden leben, und Sie können das. Denn der letzte Streich, dendiese gegen Sie gethan haben, thut ihnen, soviel Schaden in derWelt und verlästert sie so furchtbar, daß Sie die Welt nichtsNeues lehren könnten, wenn Sie sich über sie beklagten. Daherverachten Sie dieselben und nehmen zu Ihrem Troste das Be-wußtsein, daß alle Welt, ebenso wie ich, Ihnen Gerechtigkeit zuteil werden läßt."