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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orléans 1673 bis 1715 / Ausgewählt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Ludwig Geiger
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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orlsans. 97

vivons tousours su paix!

ästruit In tsirärssss,

II usucl I'smour sau« attralt.

Vouls^-vous aiiuor saus ossss,

^.ruauts, u' 8P0USS2 sams-is!

Vouls2-vous airusr 8UN8 0S886,

Anlauts, Liuants, u'öx0U8S2 saiug-is!

Und ein Cavalier, so vor ein Jahr gestorben, sagte als:,.<Zus 1 ') aiuouv gsu'ou xaisss avoir, ctös gu'ou eutrs au litck'd^msu, t'awour sort äu oosur."

An Louise.

<61) Marly, 2. Mai 1705.

Mein Husten ist weggegangen, wie ich's gedacht hatte. Ichbekümmere mich wenig um der Doktoren Ungeduld. Wie ich denmeinen gewählt, habe ich's ihm zum voraus gesagt, daß er keinenblinden Gehorsam von mir zu fordern hätte, daß ich ihm zwarerlaube, seine Meinung zu sagen, sich aber nicht zu ärgern, wennich sie nicht allemal folge, daß meine Gesundheit und mein Leibmein sei, wolle ihn also gouvernieren, wie ich's selber L xroxosfinde. Die Doktoren müssen wohl was daher sagen von ihrerKunst, um sich nötig zu machen; ich finde aber nichts Gelehrteresals die Natur, lasse also selbige walten; wenn sie fehlt, alsdannhat sie Hilfe von Nöten, und noch Zeit genug, daß man sich mitQuackeleien Plagt. Die Doktor können kaum Krankheiten heilen;wie wollten sie denn selbigen zuvorkommen? Wenn man sich an dasDoktorieren gewöhnt, wird die Natur faul und man findet sichgezwungen, alle Jahr wieder dasselbe zu thun, welches ein elen-des Leben macht. Alle Arzneien sind mir so zuwider, daß, wennich eine Medizin nehmen muß, kann ich die ganze Nacht nichtschlafen, und wenn ich sie genommen, bin ich krittlich wie eineWandlaus. Ich approbiere, daß man was braucht, wenn mankrank ist; aber ehe ich krank bin, bringt man mich nicht dazu.Das Aderlässen kann ich nicht vertragen, es benimmt mir gleichalle Kräfte; ich muß gar krank sein, wenn ich zur Ader lasse.Mich deucht, in MS, tauta Alter läßt man nicht mehr ohne große

r) „So große Liebe man auch empfinden mag, sie schwindetaus dem Herzen, sobald man ins Brautbett steigt."

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