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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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Einleitung. 8- 4.

Answeg mehr übrig, vielleicht war es noch die wohlthätigste Artder Revolution, aber es war die Revolution. Den Schritt sothun, wie ihn Necker that, hieß blind in den Loostopf hineingrei-fen, ohne zu wissen ob man eine Niete oder das große Loos her-ausziehen werde, und doch war Necker darüber nicht unklarer alsMillionen seiner Landsleute. Die ganze Nation war wie ineinem Taumel, nach den endlosen Experimenten, in den «tut« xs-neraux Etwas zu haben, was noch nicht verbraucht war, nur Einersah und sagte klar, die Reichsstände sind die Revolution, die Zeitder Talente ist gekommen das war Mirabeau.

Die Regierung trifft keinerlei vorbereitende Maßregel, um sichdie Leitung der gewaltigen Körperschaft zu sichern, Necker glaubtsich stark genug, ihr zu rechter Zeit das yuos SA-o zuzurufen undverräth doch durch Alles, was er thut und nicht thut, eine wahrhaftklägliche Rathlosigkeit.

Daß man die ötnts K'önörnux im Jahr 1789 nicht einfachnach der Form von 1614 berufen könne, wo der dritte Stand nochknieend seine Bittschriften überreichte und nichts Wichtigeres zu bittenhatte, als Einschreiten gegen die schlechte Presse und die frechenPamphletisten das war so ziemlich Allen klar, nur nicht dempariser Parlament, das dein königlichen Edikt über die Einrufungder von ihm selber stürmisch verlangten Reichsstände ausdrücklichdie Clausel beifügte:in der im Jahr 1614 befolgten Form" unddadurch mit einem Mal seine ganze Popularität verlor. DieserVorgang zeigte schlagend, wessen sich die Regierung von der Seiteder Privilegirten zu versehen habe. Nichts destoweniger hielt Neckerdie Notab eln Calonne's für die'richtige Behörde, ihm Rath zuertheilen in der schwierigen Frage. Wie leicht erklärlich, konntendie Berathungen mit den zum zweiten Male berufenen Notabelnvom 6. Nov. bis 12. Dec. die Klärung der Sache nicht um einenSchritt weit fördern, und höchstens verhindern, daß die Reichs-stände schon im Jan. 1789 zusammentraten, wie ursprünglich be-absichtigt war.

Necker gab nach dem Edikt vom 27. December, welches demdritten Stande die doppelte Anzahl Vertreter zusprach, jede weitereInitiative auf und wartete mit verschränkten Armen ab, wie sichdie Dinge von selber machen würden. Die Vorfrage, wie dieStände gebildet werden, die noch wichtigere, wie sie stimmen sollten,