Graf Mirabeau's Vergangenheit.
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machte einen Gegenvorschlag und erreichte soviel, daß das Urtheilvon 1777 kassirt und Sophke Monnier eine Pension von ihremManne gewährt wurde. Er selbst war nun endlich völlig frei.Sein Sieg nicht gerade geeignet den Verruf zu heben, der aufseinem Wandel lastete, aber die Art seines Auftretens, der ver-wegene Trotz seiner Haltung hatte unermeßlichen Eindruck ge-macht: die Skandale seines Lebens waren arg, aber nicht vielärger als die der ganzen vornehmen Welt, die er durch seine be-deutenden Eigenschaften unendlich weit überragte.
Es folgt nun der Handel mit der Frau. Mirabcau fügt sichnach langen: Sträuben dem Drängen seines Vaters, geht nachder Provence und versucht zuerst eine friedliche Annäherung anseine Fraw; das mißlingt. Nun reicht er Februar 1783 in Aixeine gerichtliche Klage wegen böswilliger Entfernung gegen sie ein:die ihm angetraute, nicht geschiedene Frau soll binnen der gesetz-lichen Frist in sein Haus zurückkehren. Der Skandal des Pro-cesses, der nun begann, überbot bei Weitem den von Pontarlier;zumal da eine ganze Menge von andern höchst anstößigen Fami-liengeschichten dabei zum Vorschein kam, in denen durchweg ge-schiedene Eheleute und treulose Gatten eine Rolle spielten. Dieganze Provinz gerieth in Bewegung ob dieses tollkühnen Angriffs,welchen der „aus dem Grabe von Vincennes Wiedererstandene"gegen die mächtigste Familie weit und breit zu richten wagte; derAngriff schlug fehl, Mirabeau verlor den Proceß vor seinen Rich-tern, aber er gewann ihn in den Augen der Menge, die denVerhandlungen mit fieberhafter Aufmerksamkeit gefolgt und vonseiner Beredsamkeit völlig hingerissen war. Mirabeau führte,zum Aerger seines Vaters, seine Sache selbst; die Ohrenzeugeuwaren voll jenes fünfstündigen Plaidohers, in dem er den Anwaltseiner Gegner förmlich niedergeschmettert, so daß man ihn wievernichtet aus dem Saal tragen mußte, während eine unüberseh-bare Menschenmenge draußen stand, in den Fenstern und auf denDächern hing, um ihn, wenn nicht zu hören, so doch beim Her-ausgehen zu sehen; „der Art," sagt ein Brief, „hat er gesprochen,gedonnert, gebrüllt, daß die Mähne des Löwen weiß war vorSchaum und schweißtriefend herabhing." Die Menge vergaß dieschändlichen Dinge im Leben Mirabeau's, aber die Reden, die ergehalten, blieben in lebendiger Erinnerung und als er sich zur