Mirabeau und die Krone im Okt. und Nov.
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gegen aufrührerische Zusammenrottungen, nach dreimaliger War-nung, Gewalt zu brauchen.
Ein zweites war die Heilung der Finanznoth durch eine au-ßerordentliche Maßregel. Seit Tallehrands Antrag vom 10. Ok-tober hatte mau sich mit dem Gedanken vertraut gemacht, dieGüter der Kirche als Güter der Nation zu erklären, aus ihremüberreichen Ertrag die geistlichen Stellen von Staatswegen zudotiren, die liegenden Gründe aber als ein Unterpfand in An-spruch zu nehmen, auf welches die Schuldenlast Frankreichs hh-pothecirt werden sollte.
Geschah dies, so mußte nach Mirabeau's Rechnung der Creditsich wieder beleben, denn den Gläubigern des Staates war einRückhalt geboten, dem sie vertrauen konnten, und man gewannden Weg zu dem Gleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmenwieder, das in Frankreich seit Jahrzehnten vermißt ward. DieWerthsumme der 2000 Millionen Kircheugüter hätte mehr alsausgereicht, die Schulden des Staates zu decken; die Frage warnur die, wie man die Güter auf den Markt bringen wollte, ohnedaß sie zu Schleuderpreisen losgeschlagen werden mußten? Mankam auf den Gedanken, ein Papiergeld — Assignaten — auszu-geben, dem die Kircheugüter als Unterpfand dienten und die Ver-waltung der Staatsschuld einer besonderen Behörde zu übertra-gen. *)
Man kam dadurch freilich mit der Finanzwirthschaft auf eineabschüssige Bahn, aber Mirabeau setzte auch die kraftvolle, fähigeRegierung einer festen Hand voraus, der eine so zweischneidigeWaffe übergeben werden durfte und einer solchen mißtraute er umso weniger, als er dabei an keine andere als seine eigenedachte.
Der Plan war Ende Oktober und Anfang "November auf derTagesordnung. Die Frage: soll der Clerus reich bleiben oderFrankreich untergehen? wurde trotz der Gegenreden von dergeistlichen Seite im Sinne Tallehrands und Mirabeau's entschie-den, gleich zu Anfang wurde das Princip mit großer Mehrheitgut geheißen nnv den Gläubigern des französischen Staats damitein Pfand von unermeßlichem Werthe hingehalten.
*) tSybel I. 1. Cap.l
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