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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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243
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Durchsicht und Abschluß des Verfassungswerks. , 243

eine überaus lästige Fessel, fügte er sich ihr nach langem Sträubenwie einem Todesurtheil. Tage lang hatte man im Schloß be-rathen über Ja und Nein und vielleicht haben nur die verständigenRathschläge des Kaisers Leopold, der zur Annahme drängte, in derletzten Stunde den Ausschlag gegeben.

Als der König in die Versammlung ging, that er's, wieman einen Gang zum Gericht thut.

Freudig, mit der Ruhe und dem Muthe eines guten Ge-wissens ist er am 21. Januar 1793 aufs Schaffet gestiegen, keineGemüthsbewegung merkte man ihm an; jetzt schritt er in tiefsterSeelenerschütterung unter Thränen aus dem Schloß, wie wennes zum Tode ginge. So sah es hinter den Coulissen aus.

Am 30. Sept. 1791 beschloß die Nationalversammlung ihreSitzungen, mit der demnächst zusammentretenden Legislative sollteder neue regelmäßige Gang des neuen parlamentarischen Regi-ments beginnen. Das Werk der Constituante enthält an der Spitzedie Menschenrechte; denen reihen sich die Grundgedanken vom4. August an.*) Dann kommen die allgemeinen Rechte: Zu-lassung zu allen Aemtern, gleiche Besteuerung, gleiches Straf-recht, Glaubensfreiheit, Preßfreiheit, Versammlungs- und Pe-titionsrecht, Selbstregierung der Gemeinden, Berkehrsfreiheit,Schutz der persönlichen Freiheit (Aufhebung der lettrcs äs cuoiiet),Schutz des Briefgeheimnisses; Trennung der Rechtspflege von derVerwaltung, Beamten- und Pfarrerwahl, Unterricht, Fürsorgefür Arme und Waisen, Gemeines Recht (eoclc äcs Ivis civilescoinmuncs).

Dann die Bestimmungen über Departements, Bürgerrecht,Niederlassung, Civilehe, Gemeindebehörden. Endlich die Gesetze

*) bii Noblesse, I>i pnirie, ni Zistinstions Iwreditaires, Iii äistinetivnä'oräre, ni r6glme i^oänl, ni sustises patriinoninles ni »nenn äes titres,ä<invminations et prerogntives <zui en ä^rivaient, ni »neun oräre 4e ebevs-leris ets. —

II n'^ n plus ni venalite ni Iwreäits ä'Lueun oHioe pndli«. II n'/ »plus, pour nneuns psrtis äs In nntion ni pour aueun inäiviäu, anvnn Pri-vilegs ni ercoption »n äroit voininun äs tous les leranynis. II n'x a pln^ni suranäes ni sviporntions äs prolessions, nrts et rnetiers. Da loi nerevsnnnit pIns ni voeux religieux ni »neun antrs sngsgeinent i^ni serriteontrsire »ux äroits nnturels on n I» sonstitution.

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