Die Beschlusse gegen die Priester und die Emigranten.
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auf diese Konstitution civile du eierte verlangte. Dieser Eidstand in unmittelbarem Widerspruch mit dem Eid, den die Priesterbei ihrem Amtsantritt geleistet, er wurde deßhalb von Vielen ver-weigert, die sonst der Revolution treu ergeben waren. Das hättebelehren und warnen sollen. Man hatte auswärts so viele Ver-legenheiten, daß man nicht auch noch im Volke den Zweifel weckendurfte, ob nicht die Religion selber in Gefahr sei.
Aber man griff mit Amtsentsetzui»gen durch und streute da-mit den Samen des Bürgerkrieges aus.
Von den Wirren wurde das Heer der Pfarrer am schwer-sten getroffen, weil die nicht in der Lage waren, ihre Existenzdaran zu geben. Die großen Kleriker konnten sich unterbringen,auch wenn sie ihre Stellen verloren, die armen Priester abermußten wählen zwischen Hunger und Eidbruch. Und die Pfarrerhatten das um die Revolution am Wenigsten verdient, denn siehatten in der ersten Krisis der Reichsstände das Zeichen zumAbfall von der hohen Aristokratie gegeben. Darum wurde ihnenjetzt von den Ultra's höhnend zugerufen: Das sei der Lohn fürihren Verrath am geistlichen Stande.
Sie jetzt zu drängen und heimzusuchen, war nicht billig.Und man griff dabei in Elemente ein, die mächtiger waren als diereiche Hochkirche.
Der Pfarrer hing mit dem Volke zusammen, der Bauerschlug sich für den Glauben, der ihm in dem Priester bedrohtward, das war ein gefährlicher Hebel zum Widerstand. Die wirk-liche Stimmung im Süden und Westen war durchaus nicht so,wie die Nationalversammlung glauben mochte.
Als der geforderte Eid verweigert ward, ging man zu Straf-maßregeln über. Dennoch blieb der Eid verweigert und zu allenandern Zerklüftungen entstand eine neue.
Ein persönliches Element kam hinzu. Der König war keinevon den Naturen, die an ein politisches Hoheitsrecht ihre Existenzgesetzt hätten. Er ließ sich seiner Souveränetät Stück für Stückentkleiden, ertrug die Plünderung seiner Würde wie ein Unglück,das ertragen werden mußte, und hatte nicht den tiefen Groll, denmanche Andre empfunden haben würden. Ganz anders war erin religiösen Dingen. Im schroffen Gegensatz zu dem verwildertenTreiben am Hofe seines Großvaters war er von einem streng-