n. §eculum. VI.Oüp. Von dem fnncrk. Zustand der Christen.
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den können. Inglcichen an einem andern Orre: wir derer vor siel) beliebet harre, nach dem Exempelkom -nn au>st) c en Heydcn off zu Hulffe, indem '
der Aposte,welche nichts, als dre Odnnng-n, sosi von d m b-Errn empfanden harren/ den Vol-ler., anpefo^len. g)
Um di sr Ursachen willen lebten sie auch nicht nachdem Wohlgefallen der Menschen, ob diese es schon gutmeyner.n, wenn sie erkannten,daß der HErr ein andershaben weite. In solchem Verstände schreibet !6X'H'biV5a« die Rönne: Ics) will nicht mehr nach der Men-schon willen leben. Ich bin mir Christo g.creu-kZiger. k) Das hielten sie rorihregrösscheHerrlichfeit,iu oem Gehorsam GOttes bleiben.»L
XI.
W e zeigte sich ihre Hoffnung zu GOtt?
Solche ^ssfnnng saheaufs zukünffrige, und grün-dete sich in dem Glauben, der auf die göttliche» Ver«h.jssungen gefttzet ward. Davon schru'berr) Das Evangelium, so elich verkündiget wird,vermag etwas vortreffliches , nemlich die Zu-knnffr unsers Heglandrs IEsu Christi, als dieVollkommenheit der Unsterblichkeit, welchesfreylich zusammen sehr gut lst-so man es in der Lie-be Christi glaubet
g'blr.'I'Vvbl-ZNVS spricht: Waswerdendas wohlvor Dinge seyn, welche kein Auge gesehen,und keinOhr gehöret hat? Allerdings söl che,die wir schon
s.nd Gel-Mnbeit aenen rerzund einiger maffn durch den Glauben besitzen,Demuth uno Gelchsemeu: g g z,ns durch den Glauben vorstellen
und einbilden, u) Das war ihnen schon vorauseiltLust-Spiel , wenn sie im Glauben die Zukunfft desHLrrn erblickten, wie er prächtig im Triumph hereinbrechen würde. O, was Hatte» sie da bereits vor einenVorschmack des Jauchzens der Engel,welche sieindaSReich der Gerechten, und schöne neue Jerusalem be-gleiten würden, x)
Dieftmnach war ihr Verlangen und Hosten ss eifrig,daß sie auch den HErrn von freyen Stücken um dieZukunfft seines Reiches würden angeflehet haben, ober es gleich im Vater Unser nicht befohlen hätte. 7) Undeben deswegen befliessen sie sich eines so unschuldigenWandels, weil ihre Hoffnung so groß und wichtigwar. r)
Aus drin Grund« dieser Hoffnung litten sie aste Mar-ter sanit dem Tode geduldig, wie denn von der Märry«rin Blandina berichtet wird, daß si«, nachdem sie dieGeißelung, die Zähne der wilden Thiere und den glüen-den Stuhl ausgestanden , endlich von einem wildenOchsen lange Zeit in die Höhe gnvorffen wurden, den-noch wegen der Hoffnung und Ergreiffung der zu-künsttigen Guter,diesteglaubere, uichrsgefüdlethabe; wie denn auch ihren Mirmärtyrern ihre Pein ei-ne Freude war, weil sie durch die Hoffnung aufdieVerheißungen GOttes erquicket wurden. >) Da-her nennercn sie sich auch Bruder, die eine Hoff-nung
wir von GDrr mir der Gewalt begäbet sind/ deren sich der Apostel zuerst vediener r ar, daerd.nBiß der Schlang, n nicht geachtet. I-Erliche trieben Tuff auo,so - daß dies nigcn, wciehe davon befreyet worden, sich alsdenn zum christlichenGlauben wandten: etliche Heileren diejenigen , so mirSchwachheit beladen warcn/dnrch Hand auflegen; jaes stunden auch Todten auf, und lcbeten noch viele Jah-re bey ihnen.,») Dieses,wie gemeldet wird, n) geschachvielfältig durch Fasten und Bethen, welches zu dem Eildr von einergantzen Gemeine übernommen wurde.
VM.
Wie stund es um kas Leben der Christen indiesem 8ecuIo?
Man giebt dabey acht
1. Auf ihre Liebe gegen GOtt- ^
U. Auf ihre Liebe gegen den Wachsten.
III. Auf ihre Liebe gegen sich selbst.
IX.
Worinnen zeigte sich die Liebe gegen GOtt?
Sonderlich in diesen fünffStücken:r. Im GehorHm gegen GOcr.
2. In der Hoffnung zu GOrr.z. In der Lreudigkerc gegen SO".
4. In derGOtt.
5. In dein Eifer GOtt Seelen zuzuführen.
x.
Wie zeigte sich der Gehorsam gegen GOtt?
Weil dex Wille GOtteS ist, daß man feinen Gebotheniiachwandele, so bathen sie GOtt, daß er ihnen dasWe-sen und die Krafft seines Willens verleihen wolle, damitsie seelig seyn möchten aufErdcn undimHl'mmel.Denndie Summe des göttlichen Willens ist das Heil derje-nigen, so er zu Kindern angenommen hat. Gleichwiealso der Heyland den Willen GOttes durch Lehren,Würckcn und Leiden ausgerichtet hatte: also grenzensie seinem Exempel nach, zu lehren, zu würckrn und zuleiden bis in den Tod.«)
Nachdem nun treue und redliche Knechte nach ihresHerrn Sinn leben, so schickten sie sich auch in den Wil-len GOttes. Denn einem nach seinem Willen leben,ist die rechte Art seine Liebe zu gewinne», und im Ge-horsam sich nnterwkrffcn, ist eben der Weg nach seinemWillen zu leben. Sie erkannten sich also vor Knechtede« lebendigen GOttes, dessen Urtheil ihnen das ewigeWohl oder Wehe zusprechen konte. Nach der Grössefeiner Drohungen und Verheißungen aus seiner Gerechtigkeit oder Güte nahmen sie auch das Maaß ihrrs Gehorsams p-
Jnsgemein bezeigten sie ihren Gehorsam darinnen,daß sie nichts nach ihrem eigenen Gefallen ein-führeren, oder auch das erwahleren, was ein an-
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