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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

Was hat man von den OracuUs zu mer-cken?

Als die Pest zu den Zeiten dä. ^urciü in asten Län

XV. iche in damahligen Zeiten noch nicht gewöhnlich wa-

ren.

2. Die ^63 Mütt^rii 5r^?nO^u!^e, wori'nnen gantzungewöhnliche Ceremonien von der Emwcyhung des, . ' Pallasts ^ärianj, dergluchen doch bey Wohn-Gebäu-

der» sc schrecklich wnthett , wie ooen p.729. angezeiget nicht g^ch^hxn pflegen/ und andere unglaublicheworden, so fand sich ein Betrüger,welchen vorkommen, m)

xanciru.n nennet- Dieser weijstigcte ausdktt Bucherni Die Lpiäoi»? Occrecals; der Römischen Vlschösse,der Sibyllen / eS wurde ^elcul,piu, mrt nachItemcr->^^„ welchen sonst schon gehandelt worden,scheine»/ und Mittel vor die Pest entdecken. Solchem^ Znn: andern ist vs» den didlischen Ubcrsttzun-zufolge richtete er eine aus Leinwand verfertigteSchlan-j^^^ welche ausser denen/so von ^gcnia, ineonorjonsge soknnstlich zii/daß er durch selbige reden küNte, und^^^ Ouk-Ion gemacht worden, indißSecuium gehören,' .........--—- Man hs- kürtzlich zu gedcncken. Solche sind

. Die Übersetzung des VZeuen Testaments ins

ließ sich damit in derLaichschasst bomo sehen,rete yon stlbiger den Vers:

tz roMüs nutzem pestis äepellir -lycilio.

Diesen Vers schrieben die Leute an die Häuser,und mey-neten dadurch die Pest zu vertreiben : allein es stürbennirgends mehr/als in denen Häusern, welche mit diesenWorten bezeichnet waren, f)

Zu 81 /zflV 8 , einer Stadt in CilicieN/ war ein Om-cuium ^polüni;, welches auch die Träume deutete. Die-ses fragte einstens ein gewisser si-xivs. dessen Vater undVarcrö Bruder hernachmahls von demKäysr Lom-rnoäo uuigebracht wurden, um Rath/ und bckam einGemählde zur Antwort / worauf ein Knabe, welcherzwey Schlangen todter«/ingleichcn ein Löwe, so einenRehbock verfölgeke, zu sehen. Diß wurde folgendS soausgedeutet, daß die Schlangen die beyden ermordetenBruder/ und der Rchcbsck erwähnter 8cxw8 wäre, wel-

Syrische, welche die Syrer dem Evangelisten 81-nu,zuschreiben. So viel wird einstirnmig geglaubet, daßsie sehr alt, und wenigstens in diesem 8c.mo, von wemes auch geschehen seyn möchte, verfertiget worden. An-fänglich fehleren ewige streitige Episteln, nebst der Of-fenbahrung Iohannis darinnen, welche nachmals vonkoconnio und nvoovico eie oinv um den Ansang dc'S 17.8ecul>hmzu gethan worden. Es ist diese Syrische Visionsthr gut und nützlich zu gebrauchen.

2. Die alte Larcinistlie Version derBüct-er Altesund VZeuen Testaments, deren man sich in der Latei-nischen und Römischen Kirche bedienet, und mehr alseine gewesen seyn mag. Die vornehmste wurde Ve-üoverus, cowmuniz oder IcKicz genennck, auf welchebäieronxmuz im folgenden seine Übersetzung ge-

che ersten beyde Lommvciuz getödtet hatte, der, sttzkern h^et hat»

^ Von andern Omculi?. welche um diese Zeit noch be-^^ch^ina!^ie^Ubc!^M! an Er/rtz

kannk gewesen , gedencket IM1VtztzI^d;v8; b) wie- u

wohl ^tzLX^VXIdeV8.) zu verstehen »nd tn folgendem 8e.u1o sind gefunden

giebek, daß sie bereits grossen Abbruch erlitten, und pjele gar aufgeboret hätten»

Die Sidpllmlschpn Bücher, welche die Christenöfftcrs zu ihrem Behuff gegen die Heyden anführeten,wurden durchgehends, und sonderlich den Christen,zu le-sen bey Lebcns-Straffe verbothen, k)

Es waren aber dieses nicht diealtcn Bücher der Si-byllen , als welche in dem Neronjanischen Brande zuRom drauf gangen »raren; sondern andere unter die-sem Nahmen, die etwa von einem Christen, und wie L-»-peiius,6lcmciellus und andere wollen, von dlonesno er-dichtet worden.

XVI.

Drittens kan man dir Fabel von dem Märtyrer rv-sr^cuio oder^vrarnio, dessen p. 712. Erwähnungschehen, anmercken. Denn als er noch ein Heyde war,

und' einsten jagte, erschien zwischen den Hörnern ei-nes grossen und schönen Hirsches, den er verfolgte, einso hell glantzendes Creutz mit dem Bildnisse Christi^daßdir Sonne davor dunckelward. DerHirsch aber ssnganzureden, und sprach: was verfolgest du mich,(denn diß war damahls sein Nahme,) Ich»hin Ielu5 Lkriikus , welchen du unwissend jagest.Worauf er sich zu Lbrilku bekehret, und nebst seinemgantzcn Hause tauften lassen, n)

Blerdtens erzehlet 6 eiX 08 IIV 8 0) aus den

?Melchrü stttd die übl'iaen vermischten Ne- E^-l, welcher Vifchoffzn »i-rapoU gewesen seyn soll,Bpclcytv sttlv ^ daß die vor ihrer Vermahlung Mit dem

vcn ^ueyeu. Käyftr tzVLIO VMO vom Teufel wäre besessen wo»

Solches sind erstlich die falschen Schrissren, da- Endlich hätte sich der Teufel erkläret, er könnevon die meisten bey den Lebens-Beschreibungen der Leh- niemanden, als dem Bischoffe zu ttiempvli,welcher

rcr gemeldet worden. Man mercket noch folgende: ftin arösterFeind wäre,ausgerricbcn werden. Dieftm-Die LÄa mJil^sii des Römischm Bischoffs Ale-m§ch"sch^b ^vxxrlvx an den kraellciemen der Pro-

vintz Luxcnlsmim poplionem , mit dem Bedeuten, erbabe VHsnum und LssiLnum abgeordnet, den /i>der-

^ cium.

xanders, in welchen theils dieZcir-Rechnung mit an-dern glanbwürdigern Scribenten nicht zutrifft, theilsauch solche Redens-Arten gebraucht werden, wel>

f) ir, ?seuö»msnt». K)vlO ÜK.72.P.820. k) ve »»i-m, c.46. >) ?rc>!replic» sä tzrnr«. Ii) 1V8HKV8HK sxviox. 2-P-8l»

i) 8^dt. N^ 881 ^ 6 L snnsl. I'. II. psß. 4;. 44, ,n,n) t)^!^L8LkdeV8 orsr. z. äe imsgin. p. 79z, d>ELLkIIOItV5bl, ti. üb, z. c. 29. 0) sä L. n. is.