HI.LsruIum. I. Op. Von den LehreminAsia.
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ci»m, Bischoss zu I^icrspoli mit allen Ehren-Bezeu-zungen nach Hofe abzuholen. ^ ^keeciu« kommt sol-chergestalt nach Rom, und hilffr der Besessenen, wes-wegen der Käyser Aureliux ein jährliches GeftlienckvonZsoo. Scheffeln GetreydevordieArmen der Kirchen zuI^ierzpsll gestifftcr, welche Stifftung bis aufdie ZeitendesKäysers luliani ^pottstse geblieben seyn soll.
Allein weil von den äölis ^bcrci, weder beyden Grie-chischen noch Lateinischen alten Scribenten etwas anzu-treffen ist, so wird n>an so leicht nicht zu beredn», seyn,daßsie ihre Richtigkeit haben. Uberdiß kan man sich nichteinbilden,daß derKäyscr Xt.^ureliur so grausam, wiedessen Verfolgungen zeigen, mit den Christen umgegan-gen seyn solle, wenn dergleichen im Anfang seiner Re-gierung, dahin diese Fabel gezogen wird, vorgegangenwäre. k>)
Endlich fället mir bey diesem Seculo noch bey, daßeinige Kirchen-Scribcnten g)deöannnoi,welchergökt-lich verehret worden, gcdencken. Dieser ^n^inovx war
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ein schöner Knabe, welchen der Käyser ^drisnux sehr,ohnzweifel aber ungebührlich, liebere.
Indem derKäyscr dem Aberglauben und den zaube-rischen Künsten ga-r sehr ergeben war, so mochte ihm ei»Betrüger weiß gemacht Haben, daß er sein Lebens-Zielverlängern würde, wenn sich ein junger Mensch freywil-lig vor ihn aufopfferte. r)
»nridiovs, nachdem ihm diß bekannt worden, siürtztesich also, da er einsten« mit dem Käyser auf dem Nil"fuhr, aus Liebe zu demselben ins Wasser und ersoff, wel-che ThatAäri-mum in die äusserst« Betrübniß setzcte.
Seinen Schmertzeu zu unterdrücken, und dem Ver-storbenen seine Erkänntlkchkeitzu bezeugen,richtete ihmder Käyser eine» Tempel und Gottesdienst in Egypter»auf; welches folgends an versijstedencü andern Ortennachgethan wurde; wie man ihm denn auch Oracula an,dichtete. 5)
Diese Begebenheit gab de« christlichen Apologetenviel Anlaß, die heydnische Abgötterei- durchzuziehen,«nbihren Ungrund zu erweisen.
r) vic^on. Lvkläno. §) r»
Das in. 8 K 6 VI.VI 81
Da« I. Capitel
Von den Lehrern.
i.
Worauf hat man in diesem Capitel zu sehen ?
Au-ffunsserley:
1. Auf die Lehrer.
2. Aufdie andern christlichen Gcridenten.z. Aufoie Lehre.
4. AufdieZwiftigkeiten.
5. Auf die 8Vd4LOl^
Was für Lehrer haben in diesem 8ecu!og<-leber ?
Man mcrcket nach den drey damahls bekannten Thei-len der Welt!. Die Lehrer in Asia,
N. Die Lehrer in Africa,
III. Die Lehrer in Europa.
III.
Was sind vor Lehrer in Asien zu mercken?
I. Zu Jerusalem.
Bifchsff Anno 212. Märtyrer 254.
Daß er zugleich mit nLncixro daö Bißchum zu Jeru-salem verwaltet, ist im vorigen 8eculnx>.652. angezeigetworden- Zu vorher» war er Bischofs zu ru^viLs inCappadocien.
Bey der Verfolgung unter xrvrno legte er ein herru-Aö Zeugniß der Standhaffligkcit seines Glaubens ab,«nd mustc darüber ins Gefängniß,worinnen er langeZeit,geblieben, und einen Briefan die Gemeine zu Antio-chieu geschrieben, welcher durch Oemeniem ^lexsnäri-«umüherschicktivdrysii/ Msjchk.6;7.h'MMMt habt-
Bey seiner Erlangung des BißtHums zu Jerusalemgieng etwas besonders vor. Es war ihm nemlich durchein Gesicht offenbaret, er solle uach Jerusalem geben,unddaselbst dem Bischoffe »Eisso m seinem Amtt Bey-stand leisten.
Als er sich nzm auf den Weg gemacht Hatte,und nichtmehr weit von Jerusalem war, höreten dl'e'fkommcrrLeute in der Stadt eine Stimme, daß sie hinaus ge-hen , und ihren Bischofs empfangen sollen, welchesauch geschahe.
Ob nun wohl Alexander nach abgestattet« Beste-chung seine Rückreise nehmen woltc, so schützten dochdie zu Jerusalem die göttliche Offenbarung vor, und be-hielten ihn bey sich, gestalt er denn mit Beysiimmung al-ler benachbarten Bischössc dem alten ^»crsrobeygesel«let ward; r) wiewohl es vielmehr scheinet, daß 8L»cl!-5vx als ein Mann, der über hundert Jahr alt war, denblossen Titel eine« Bischoffe geführek, -^LX.^QLLaber, als würcklicherBischoff alleAmts-Verrichtungenübernsmmcu, indem dieser in dem Briefe an die Ami-noiten schreibet: Es Auster euch u>aei;xv5, wel-cher vor mir das Bißchum verwaltet hat, undmir nunmehro nur im Gebeth zur Seiten ist,nachdem sich sein Alter bereits auf n6. Jahr er-strecket. u)
Sonst hat er mit omLsrix, der bald folgen wird, einebeständig gute Freundschafft unterhalte», weswegener auch mit orE^nio , Vischoffen zu Alexandria mZwistigkcittn verfallen, deren an seinem Otto gedachtwerden wird.
Er ist in keinen Verfolgungen, die sich zu seine» Zei-ten zugetragen haben, verschonet geblieben, worinnener sich allezeit als ein treuer Zeuge JEsu aufgeführet.Endlich ward er in seinem hohen Alter, da der KäyservLcivr seinen Grimm über die Kirche GOttes anstieß,
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