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III. 8cculum. IV. 6sp. Von Ketzereyen und Trennungen.
kerlics nennere, und die heydlilfchenKäyser öffentlicheEdicte wider sie ausgehen liessen, g)
VII.
Wer waren die Hieraeiten?
Diese Ketzer sind erst um das Ende dieses 5 cculi ohn-gefehr Anno 285. aufgekommen. Der Urheber hießIIIMäX, oder und lebte zu heonco! in
Egypten. Er war von scharffsinnigem Verstände/und so wohl in k-jumamonbur, als auch in der xiestj.ein und andern Künsten wohl erfahren. Die HeiligeSchrifft Altes und Neues Testaments Hatte er so flci-stg gelesen / daß er sie fast auswendig tonte / und Er-klärungen darüber schrieb / worinnen er aber viel vonseinen neuen Lehr-Sätzen mit einmeugete.
Damit ich seine Irrthümer kurtz fasse/ so Hielt erdenrael.cni5r,i)!>ctt vor den Heil. Geist/ leugnete die Außer,stehung des Fleisches / hielt den Ehestand zwar im Al-ten Testament vor zugelassen, im Neuen aber vor vor-bothen, und versprach den Kindern nicht gleich nachdem Tode das Himmelreich, weil ste nemlich nicht ge-kämpffet Hatten / und dergestalt auch nicht gecröuetwerden könren.
Daß er die Natur des Sohnes von dem Vater ge-trennte; berichtet HIU^KIVS; k) dahergegcn L?hklZ^dllVä i) versichert / daß er von der Heil. Drey-faltiqkcit richtig gelchret habe.
Sonst hat er über 92. Jahr gelebet/ und sich sehrstrenge gehalten/ wie erden« weder Wein noch kost-bare Speisen genoß. Es ward auch niemand in dieseSecte aufgenommen, der nicht ein Mönch, oder eineJungfrau, oder eine Witwe, oder ein Wiltwer war-Von seinem Buche, 0>iticium lex äicrum genannt,gedencker Lpipb-mius.
Einige K) wollen diese Secte zu den Manichäernrechnen, nach ihre» Lehr-Sätzen aber kommen sie mehrmit den Eucrakitcn überein ; wie man sie denn auchgar füglich unter die ersten Mönchs-Orden zählen kan.
VIII.
Was sind vor 8ckism3t3 oder Trennungenin diesem 8ecu1o vorgegangen?
Was vor eine Trennung sich wegen erhoben,ist
eben bereits Hin und wieder gemeldet worden.
Das fThovananisci-e 8cbijma hat seine BenennungVon dem Römischen Ächtesten klOV^H-VblO, wie-wohl es andere lieber von dlOV^ID, dem Ächtestenzu Carrhago, herführen wollen, welcher aber -as8cbisma nicht angefangen Hat, sondern demselben «ur bey-zetreten ist.
Denn dlOV/clVZ hatte anfänglich eine gantz wider-wärtige Meynung, indem er gegen die Gefallenen nichtwie !80V?c'r>^>>V8 zu scharst, sondern zu gelindewar.Ernahm währender Zeit, als cv?icianv 8 im -.xUiv wardie Gefallenen zur Gcmcmschafft an, ob sie gleich kei-,ne Kirnen Busse gethan hatten, welches denn«vz niclst nur ausdrücklich bestraffte, sondern auck
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diov.^rvxi in Beendung seiner bösen Händel undseines anfrührsscheu Bornehmens, aus der Gemeineausschloß, l)
HMV^IVä hatte seine Anhänger, sonderlich denCarthaginensischen Oiaconum rci.lc:i55H,lVN, und nochfünff Aeltesten ; begab sich daher mit selbigen nebstfolgenden vielen Gefallenen auf einen Berg, und wöl-ke seine besondere Gemeine aufrichten. Allein er wardgeuöthiget, sich nach Rom zu rcririren, woselbst eri8!OV^Dö>di>VbI in der Verbitterung gegen den Bi-schossoo«i,ri.lv>i antrass, sich zu selbigengescllete,unddessen der seinigen gantz entgegen stehende Meynungannahm. Aus diesen Ursachen wird bald einer, baldder andere von den Seribenten vor den Urheber dieses8cb,<m3kiz ausgegeben.
Worinüen die tcbitmsnsche Lehre bestanden, wie sieverdammet worden, und andere dahin gehörige Um«stände sind bereits oben bey der Frage von den fTho-vstianern, bey den Concil«;, und sonst hin und wie-der, bekannt worden.
Das 8c!,itma wegen derwieder-Tauffe der Ke-tzer war zwischen der Römischen Kirchen an einem,und der Afrikanischen und morgenländischcn am an-dern Theile. Man hat schon oben bey den Loncilii;vielfältige Nachricht davon ertheilet: die ausführli-che Umstände gehören an diesen Ort.
Es war diese Sache schon vor crom/mo unter demCarthaginensischen Vischoffe auf dem Tapet
gewesen: vorsetzo nun fand sich wieder eine Gelegen-heit darzu durch daö Scbilma der Nsvatiancr, welchedie zu ihnen tretenden Otbocioxo; wieder kauffeken,in-glcichen durch die Tauffe der LIimcorum, an derenGültigkeit einige zweifelten.
Wegen der letzter» ertheilet! xvi»ici.4nv8 den Bescheid,daß sie allerdings gültig wäre; bey den Ketzern aberhielt er davor, daß die Tauffe nach dem Exempel derVorfahren müsse wiederholet werden. Die Gründedavon zeiget er in dem Briefe an ivL^lauvki, deren vor-nehmste folgende:
1. Weil solches eine alte Gewohnheit bey der Afri-kanischen Kirchen gewesen.
2. Weil nnr eine Tauffe in der Kirchen wäre: da-her die Tauffe der Ketzer ausser der Kirchen nicht gül-tig seyn könne; indem sie nicht glanbeten, was dieKirche glaubeke, und also auch dasjenige, was sie nichtglanbeten, nicht empfangen könten.
z. Weil die von den Ketzern getauffte keine Verge-bung der Sünde« empfangen hätten, indem sie nichtan GOtk den Vater, Sohn, und H. Geist glanbeten.
4. Weil man aus der Apostel Schriffken nicht er-weisen könne, daß siedle Ketzer-Tanffegebilligct hätten.
5. Gesetzt,daß die Ketzer im Nahmen Chriss tauf-feten,so lästerten sie den Vater, und den H. Geist/und daher wäre ihre Tauffe unrichtig, als welche imNahmen Der gantzcn Heil. Drcyfaltigkeit geschehenmüsse.
6. Wenn sich die Ketzer gleich um des NahmensChristi willen bey ihren Irrthümern todten liessen , so
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