IV. 5ecnlum. Vom bett Lehrern l'tt Asta.
!Ä0VL5^V^ mit allerhand Vorschlägen-versttchen, ob er
rur ArianischenParchey gezogen werden könrc: eölvaraber vergebens. Nach der Zeit als er Bischoff wor-den/ und der Käyser zum andern mahle nachCäsarienkommen war, nmste er sich nochmahlen vor LiooL5vostellen, welcher ihm alle ersinnliche Gnade, und da die-nicht verfangen wolte, den strcugestcn Ernst vorhielt.Allein kä8ll>lV8 war so unbeweglich, daß ^
gestehen muste, er hätte noch keinen so unerschrockener,und frcymüthigen Mami gesehen und gehöret. « )
Als der Käyser hiervon Nachricht bckanr, verwun-derte er sich über dessen Großmuth, und besaht,nichtsmit Gewalt gegen ihn vorzunehmen. Ja, der Käy-ser kam einstens gar in seine Kirche, uns ward durchden andächtigen Gottesdienst gantz aus sich selbst ge-setzt/also, daß er bey Überreichung s.ines Opssers,das niemand annehmen wolte, vor Heffligcr innerli-cher Bewegung zu Boden gefallen wäre, wentr ihnnicht die nächsten Geistlichen gehalten hätten, r)
Indessen ruheten doch dieArianischcn Bi schösse nicht,den Käyser zu bereden, er solle LA8ibIVtz1 versagen.Der Befehl war auch schon ausgestellet, nur fehleredie Unterscl-risst. Als aber der Käyser solche hinzufü-gen wolte, so zerbrachen ihm alle Federn-in den Hän-den, bis er endlich anfieng darüber zu erzittern, unddas Papier in Stücken zerrisse.
Bald darauf erkranckte -Eln rtt Sohn und
als nichts hey demselben anschlagen wolle, gaben end-lich einige den Rath, man solte L^8II.IVtzI holen lasssen. Es geschach, und der Käyser redete ihn mit denWorten an : Ist dein Glaube der wahrhaffrige, sobitte vor mein Kind, daß es nicht sterbe. tzH8llüVLverlangte - der Käser möchte sich nur von seinem irri-gen Glauben wenden, so würde «ö erfolgen. Weilaber dieser keine Lust dar-u bezeugte, so sprach er: DesHErrn Wille muß über ihn geschehen; und inkurtzem, da die Arianischen Vlschöjfe ihr Heil au demKranckeu versuchen wolten, starb er unter ihren Händen.
Besser machte es der abgedachte Moo^rvs, nachdem' er, nicht ohne augenscheinliche Fügniß GOttes, gleich-falls gefährlich darnieder lag. Er federte nemlichSlblVdl zu-sich, bath ihm das angethane Unrecht ab,bezeugte seinen rechtschaffenen Glauben, und warddergestalt auf das Gebeth des Heiligen Mannes in kur-tzcm gesund. 8) .
Einstens soll er eine Probe des rechten Glaubens,wie dort Ellas, angestellet haben. Die O.üiocivxenwaren zu tgicaca aus ihrer Kirche gestoßen wordcwLA8lbIV8 bat den Käyser , er solle nur di, Kirche festzuschließen, und denn eine jede Parthey ihrGeberb vorselbiger verrichten lassen. Auf wessen G beth sieb.di.Thüren eröffnen würden,-die sollen die Kirche haben.Solchergestalt siegeten die Rechtgläubigen, indem sichdas Wunder auf ihr Gebeth ereignete, k)
Der folgende Lands-Hauptmann «> vs wolte anck-
an ihm zum Ritter werd n, weil er eine Witwe vorden ehrenräuberischen Nachstellungen einer gewissenvornehmen MainicS-Person in den Schutz der Kirchen
genommen Hatte. w/eMv; forderte also die Weibs»Person ab, welches aber kä.81b!V8 vorweKerte, unddeswegen vor Gericht stehen muste. Allein dsö gantzeVolck erregte einer, solchen Tumult, baß ihn derLandS-Hauptmann gern wieder gehen ließ. i) ^
Wie verdient sich Lä,8lbiV8 sowohl uin seine beson.dere , als auch die allgemeine Kirche gemacht, wirdsonst Hin und wieder vorkommen. Endlich, als er fürLebens-Ende mcrckte, verfammlere er die Genügen,Hielt eine gottseelige Rede an sie, und starb mit denWorten: HErr in deine Hände besohl ick) rnei-nen Geist f '
Von Natrrr war dieser grosse Mann mit einem durch-dringenden Verstände, riesssinnigen jnciicic», und fer-tiger Zungen begäbet. An seiner Erziehung war nichtsauszusetzen, und sein Fleiß hatte ihn den Gipffel derGelcHrsmnkeit besteigen lassen, k) Er tonte, so z»reden, rechts und lincks fechten, und wüste fernen Geg-ner» auf alle Weise zu begegnen- An der Onkoäoxiehielt er mit allem Eifer, und stritt männlich wieder dieKetzer. Sein Reichthum war, daß er nichts besaß,und das Creutz war ihm lieber, als alle Schätze. ErHatte nichts als einen Rock und einen Mantel. Brodtund Saltz waren seine ordentlichen Speisen; das Was-ser sein Tranck, und der blosse Boden sein Bette. Wenn!er was hatte, gab erö den Armen. Er sammlete so-viel Geld, daß er vor der Stadt «in schönes Hospitalbauen konte, und es war seine Freude, die Arme«und Gebrechlichen darin» zu besuchen, und zu be-diene!,. I)
Seiner äußerlichen Gestalt nach wsr er lang, schmalund bräunlicher Farbe mit einem langen Gesichte, ziem-licher Nase und grossen Angenbrannen. Durch seineEnthaltung verlohr er nach und nach die Farbe, undward im Alter ziemlich kräncklich. Sein Angesichthatte einige Runtzeln, die Schlüsse waren eingefallen,und er sähe aus, als ob er stets in treffen Gedanckenwäre. Viele Hatten eine so grosse Ehrerbietung vorihm, daß sie nicht nur seine Vollkommenheiten, son-dern auch die natürlichen Fehler nachzumachen such-ten. m)
In seinen Schafften, deren viel verlohnn gegan-gen, befindet sich ein artiger, deutlicher, angenehmerund zugleich durchdringender 8tzüus. »)
Seine richtigeSchriffren
l vton-.küse IX. in Itcx.ems.'om welche Lulluiütik Lateinisch
übersetzet h a.
2. XVId. i« kislmos.
z, HomiHss XXXI. »rrii »rßnmenki.
4. De d-pritno libb. II.
5. tte vei-Ä Vtrfiinirslr »8 I.eroiulN d1«!»tens«m.ü. Commearrrii in XVI. capics prioL» lefriiie.
7. a<dirrs»s Uunnmium likb. V.
8. Hä ^«^lnlvcbium «ie 8ss>rüu §.
Kkk kk r 9. ?ra«-
e) 1 'ttLOVOir.LI V 8 litz. 4 -^, 9 . f) ie/-Liad!LkidlV 8»r»l. 20 . ß) Ibiä. st) .LOblUHirZ san,l. 1 °vm. Z. p. 26 .
I) I8788LbIV8 öe vil, 8. ^^cklldisl;. k) 8V!I->^8 invnce 8ir8II.. d!ir2l-rd!2k!d!V8 n»r. 2 O. dM8Ud!V8 orac.in L^8II.. I) Ut.ZII.Il .pitt. 52.7z. d!^LIt.k<2LIVV8 l»c.cd. m) 8/L0d!lV8 ->ö -n. Z 78 .
Ive. cir. kttvl IV§ caö. 141.