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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

Stimme , als eines Kindes : ^lckM08IV8 ist Bi-schofs! Dieses nahm jedermann als eine Stimmevom Himmel an / und rieff: ^IckLl<03lV8 müsseBischoss seyn.

Ob sich nun wohl ^lckMV8IV8 anfalle Weife da-gegen wehrete, und gar die Flucht nahm, so ward erdoch auf Käyserlichc» Befehl wieder zurück gebracht/und muste sich nach der göttlichen Fügung bequemen.

Er ward demnach gemufft, indem er bisher noch eincareckumenus gewesen, g) undachtTagc hernach zumBischofs orclimrct, wobey der Käyfer selbst zugegenwar, und die gantze Handlung mit einer Dancksaguugzu GOtt beschloß.

Folgende rheilete er sein Geld unter die Armen, dieliegenden Gründe scbenckke er- der Kirchen, doch mitDem Bedinge, daß seine Schwester ^LkcLi.1.1^ denGenuß lebenslang davon Haben solte; seinem Brudersä-rrxo aber vertrauet? er sein Hauß-Wescn, damit ersich also gäntzlich auf die Betrachtung des göttlichenWortes legen könte, wobey er /ich der Unterweisungsikik>t.iclLkii, eines gsttsecligcn und gelehrten Römi-

der Bischoffe nicht zu ahnden versprochen, durch dieHitze seiner Officierer verleitet, über 7020. Menschenumbringeu lassen, s- Hierüber bestraffre ihnMO8IV8 c) in einem feeymüthigen Schreiben, wel-ches dem sonst frommen Käyfer sehr zu Hertzen gieng,daß er sich auch eine Zeitlang aus Bußfertigkeit deröffentlichen Versammlungen enthielt.

Bald hernach kam Ikcocloim; nach Meyland, undwölke sich gewöhnlicher mästen nach der Kirchen be-geben: allem HkrLk,08IV8 gieng ihm entgegen, underinnerte ihn - er möchte steh fernen Purpur indiesem Stücke nicht blenden lasten. Mir wasvor Herrzen könne er das Heilige in stins nochdlurtriefscnde Hände nehmen u.s. w. Er möch-te also, als ein gebundener der Riechen, nurwiederum zurück weichen.

Der Käyftr that es, und vcrharrcke über 8. Ms-nat in groster Betrübniß und Busse. Endlich fragteihir sein Oberst-Hojfmeistcr um seine Traurig-

keit, die der Käyfer sonderlich damahl, als es Weyh-nachten war, von sich spüren ließ; welchem er denn

scheu Aelkesten, welchen er zu sich nach Meyland konr-^eröffnete, daß sie daher rühre, weil er nicht in die Gcmen ließ, bcdienete. In den übrigen Stunden ließ meine des HErrn kommen dürstte. versicher

er f-ine Feder mit allerhand christlichen Schristten gefchäfftig seyn.

Bey Gelegenheit der Gothischen Einfälle in Italien,gieng er nach lll^cicurn, und endlich auch nach Rom,allwo er seine Schwester sprach, welche ihm, als ei-nem Bischoffe, nach damahliger Gewohnheit die Handküßcte. Er erinnerte sie dabey, daß er ihr in seinerJugend, auch einstens die Hand zum Küßen gereichet,mir dem Anfügen : Er wurde doch auch noch einBischofs werden.

Anno z!)O. war der Metropolit zu 8irmium gestor-ben, und die Arianische Käyserin ivsnnL eilete dahin,einen von ihrer Seele zu bestellen. Allein8lV8, welcher sich auch daselbst einfand, ließ sich nichtsirren, den rechtgläubigen oder wie ihn an-dere nennen zu verordnen, und da ihn bey der

oi-tlinaki-m «in verwegenes Frauenzimmer der ivi-r-n/evom Stuble ziehen wolte , redete er sie mit solchenWorten an: Ich bin zwar des B-ßthums unwür-dig, allein du solst dich doch vor der göttlichen

te rhn, er wolle den Bischofs erbitten, daß er den Bannaufheben solle. Der Käyfer wicderrieth cS ihm zwar,doch ließ er ihn endlich gehen, und folgte bald hinnach.

x.vrkmv5, welcher an den'Mordthaten mit schuld ge-wesen, ward von dem Bischoffe ziemlich hart angelas-sen, also, daß er dem Käyfer sagen ließ, er möchte nurzurücke bleiben. Allein der Käyfer gieng schon überden grossen Marckk, und wolte also nicht wieder um-kehrcn; sondern sagte: schwill alle Schande übermich nehmen, die ich verdienet habe.

LtaM08IV8 saß nahe bey derKirchcn unter freyemHimmel, und der Käyfer trat zu ihni, und bat umdie Wiederannehmung. Jener redete zwar noch un-terschiedenes ernsihafftes gegen ihn : als sich aber die-ser in allen Stücken sehr demüthig erwieß, und ver-sprach ein Gesetze zu stellen, vermöge dessen derglei-chen Blut-Urtheile in zo. Tagen nach derUnrerschrifftnicht sollen bewerkstelliget werden, so absolvirete ihnHH1MO8IV8 von dem Kirchen-Baime.

Der Käyfer gieng hierauf in die Versammlung, warst

Rache scheuen, und dich nicht an mir vergreife sich auf sein Angesicht zur Erden, und rieff: Meine

fen. Diß hielt sie mit solchem sie überfallenden Sehrcken zurück, daß sie des andern Tages des Todes war,welches den Arianern eine grosse Furcht einjagte.

Als die ArianerAnno 486. sich aufdie Käyserin -vri-i«Ln und ihren Sohn vAi^'imi^vn verlassende, umter Anführung einesArianischen Vischoffs, NahmenszvxE-ch die Kirchen zu Meyland mitBeyhüiffe derWaffen wieder forderten, wicdcrsctzte sich8IV8 großmüthig, und brachte es durch sein Gebeth,Ermähnen, vernünfftiges und ffandhaffres Bezeugendahin, daß auf Kaserlichen Befehl alle Gewaltthätig-keiten verbothen wurden, r) ^ ^ .

Anno z-,0. hatte der Käser rnrovv8iv8 zu Thessalo.mch wegen eines Aufruhrs, den er doch'auf incerceslion

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Ili». 4. «^.7. r) ktzVbIdIVS

Seele liegt im Staube, erquicke mich nach dei-nem bVorte. Das Nachtmahl aber muste er nicht,wie zu Constantinopel gewöhnlich war, innerhalb derSchraubten, sondern außerhalb unter den Layen em-pfangen. u) Man weiß bey dieser Geschieht nicht,ob man sich mehr über die Demuth des Käysers, oderden großmüthigen Ernst des Bischsffs verwundernsoll. Es wird zwar.^lckM08lt Verfahren von vie-len getadelt; doch wer den Zustand der damahligen Zel-ten recht einstehet, wird leicht ein gelinder Urtheil da-von fällen; mit den jetzigen Läuffren will sichs freylichnicht reimen, x) Bey

r) ^V6V8'1'tdeV8 «je ciuit.Oci üb. 5. e, 26. 1'ttkOOO-kk-IVS lib. 5. c, 17. 807,OEdtV8 1,8.7. c. 25. k ) eM.8. u) l-ttkOVOKLU-VS lib.z. e. 18. x)dl V8 u. L. üc. 4. xsx. 264.