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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen. Historie Nettes Testaments

k6r

Rom, und folgende auch zu Constantinopel verban-net hat. ?)

Diese ketzerische Gerte hat sonderlich 6KT6QKIV8widerleget, welcher so gar erbittertauf sie gewesen , daß er lieber die Arianer undMaccdo-nianer,als selbige leiden wollen, g)

Von den Schrifften welche verloh-

ren gegangen, oder nur einige kr-igmema , sonderlich inden Lacclii; Vercrum, Hiüterlasscn haben, werden folgen,de genennek:

1. kuru^eli» 6c lcrixr, ^poÜolorum ia form» virlogo-rum.

2 . /<6uersu! korpb/num ubb. xxx. welches ein trefflichesMerck gewesen seyn soll. r)

z. dcrncr» Lunomü »pologium Über.

4. Lommencrrii breues in lefsism.

5. flymni 6 c Lsnkic» f»crs.

6. I.iber compen6„riur, davon Hieosoretur r) ?r»xme»ks

giebet.

7. Oe inc»rnrr>one libellur.

8. O? öäe Iii>cII»L.

9. Zwey Briefe an 8,üllum, r) an deren Nichtigkeit abernoch billig zu zweifeln.

10. ve »etitibus kaminum libellu», Welches 1575 - jU §cyrden heraus gekommen.

V.

Wer waren die Macedom'aner?

Sie führen den Nahmen von wel-

chcr Anno z 51. Vischoss zir Constankinopel ward- Inseiner Jugend war er em Hederschmücker, erlangte aberin folgendem die Aeltestcn-Würde. Der alte redlicheAlexander rccvmmenäirete seinen Kirch-Kindern aufdem Tod-Bette zwey Männer zu Nachfolgern, nemlichxLvrvia, welcher ein guter Prediger war, und ra^cxvo-reiv>k, welcher sich am Hofe und bey kolnia» wohl auf-zuführen wüste, u)

Diesen beyden Leuten aber gieng es mit ihrem Biß-thume gar wunderlich und unglückseclig. Man wäh-lete sie alle beyde, dergestalt, daß die sogenannten Ho-moustaner auf o/evuvia, die Arianer aber auf xi^e-v»8iv.vi vokireren. x) Doch als der Käyser coux-r/ei^--riv;, in dessen Abwesenheit solches gcschach, wieder nachHause gelangete: so verdroß es ihn, daß man die Wahlohne sein Wissen vorgenommen hatte, und entsetzte bey-de , erhob aber rvxruiv.^ von Nicomedien auf den bi-schöfflichen Stuhl, y)

Nach LViLkn Tode Anno Z42. entstund groß Unheilder beyden Männer wegen, indem die Eulebianer b-I HCKVOdliVKI, das Volck aber haben wolte. r)

Der Käyser schickte endlich den General muexionxnxn,daß er ,nit Gewalt verbringen foltc - allein es

kam zum Ausstände , worinnen das wüthende Volck

y) 8020te1LdrV8 IW.Ü. c.25. l'ttLOOOkttcl'VZ Üb. 5.c. 9. H1(-ÜpfiOKV8 lid. i l.c. iz.L»ä, Hcoäof <te krrresl.14. I.c. r)tt1L^O>IId1V8 cle fcnpr. c.

104. r) vi.ii. I. 2. 3. r) -f. LOI'Lt.LUIVLL mv-

num. cccics. Or»ec. 1. II. u) 802Ot4ti>IV8 liv. 3 c»p. 3.

») Ibiä. chiäem 7. r) L 0 Lk ^ rL8 lw. 2.c->k>. rz.

dem Officirer das Hauß anzündete,ihn selbstaberdurchSie Gassen schleppte und unis Leben brachten)

Hierüber ward ?avi.vz, so unschuldig er sich dabenmochte verhalten haben, verwiesen, Kl^LLOOdUV8aber blieb, doch ohne Lonürmscion des Bißtbnms voudem Käyser,bey den Genügen, bis es der Käyser con-57mx bey seincin Bruder so weit brachte,

daß kävl.vs wieder eingesetzt werden muste. Ob nunwohl tck^LLOOdUV8 bey solchen Umständen i>xvix>.Mweichen genöthiget ward, so behielt er doch seine beson-dere Gemeine, worzu der Käyser, der ?LVl.vxi nichtgern wieder angenommen hatte, leicht durch die Fin-ger sahe. b)

Was ferner mit pxvro vorgegangen , ist aus seinerLebens-Veschreibung zu wiederholen. Nachdem nundieser Anno 351. wie oben gemeldet, auf die Seite ge-schasst war, fuhr der kraclicienr r»il.i??vx mitVOd-llO öffentlich nach derKircheu. Sie Hakten einestarcke Soldaten. Garde mit entblösseten Degen beysich, wodurch das Volck in Furcht gesetzt ward, daß bey-des die Homouslaner und Arianer nach der Kirchencileken- Diese ward dadurch so gedruckt voll, daß ?»i-i.n-1-vx mit nicht durchkommen konte,

weswegen die Soldaten mit Ungestüm hinein drangen.Endlich,da das Volck nicht so bald Platz finden kontezu weichen, dachten die Soldaten, man wölke sie solcher-gestalt mit Fleiß zurücke halten, und siengen an ihreSchwerster mit solchem Ernste zu gebrauchen , daß inkurtzem über 3000. Menschen zu Boden lagen, c)

Wie nun dieses ein trauriger EingangdUl zum Bißthume war r also werden bey dem Fort-gange seines Amtes noch gar viel grausame und kläg-liche Dinge von ihm crzehlet, daß er nemlich sowohldie LaiboNco; als Novatianer aufs Uttbarmhcrtzigsteverfolget, also daß er die Leute mit Gewalt zu silierLommunion soll gezwungen, undjhnen so gar Sperr«Höltzer in den Mund gesteckt haben. Die Kinder wä-ren den Eltern entrissen undgetaufft, die sich wiederse-tzenden , mit Schlägen und Gefängniß belohnet wor-den. Nach Paphlagsnien hätte er Soldaten geschickt,welche die Leute mit Gewalt hätten bekehren sollen,wor-über aber zu beyden Seiten viel Bluts vergossen wor-den. ch u.a.m.

Zu Constantinopel ereignete sich auch wiederum einjämmerliches Blut-Bad, als dck^<ILOO^iIV8 die Ge-beine couxrLui'mi ra. in die Kirche des Märtyrers Lcz«cn briugen ließ, weil das Gebäude, worinnen der Sargbisher gestanden, einfallen wolte. Diß woltcn die so-genannten Homoustaner nicht leiden, und daher kames zu einem so gräulichen Handgemenge , daß dasBlut Strom-weise aus der Kirchen auf die Gas-sen floß- c)

Diese und andere theils unglückliche Fälle , theilsGrausamkeiten setzten endlich dä^LLOOl<!iVkck aus derGnade des KayscrS, welche ihm sonst bisher ohnzweiffelallen Vorschub zu seine» Unternehmungen wieder die

Or-

,) Ibiä. c. 13. b) tviil. c. 13. iz. l6. 8020 k^kdlV 5 I'b.Z.c, 3. 9 c) 80 CK^ L8 lib. 2. c. 16- <t) ldiäem c, 2/. Z8»802 (MKNV 8 tib. 4. r. 2. eZ LS l. c.