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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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V. 5cculum. I. Von derLehre.

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s. Daß er die Seele vor was leibliches Hält. r)z. Daß er dem freyen Willen eiueKrasst zugestehet.;)

Xll.

Wie hat sich das Christenthum iu diefern8ecu1o ausgebreitet?

Nachdem die christliche Religion einmahl angefan-gen Hatte/ über den Hcydnischen Aberglauben zutrium-phiren, so verfolget« sie/ so zu reden, ihre Sieg« bis un.ter die wildesten und entfremdesten Völcker. Diejeni-gen Könige der Erden/ so zuvor die Christen verfolgethatten/ waren nun selbst Christen, und di«/ so die Kir-che vor dem gcdemnthiget hatten/ sahe man nun mit De.mrrkhin die Gemeine kommen, r)

Unter dem . yscr i«Lc>oo5-o dein Jüngern, ward!;,, Mesopotamien mehrnrahlen darzu g«brauci)t ward/das Christenthum in Drrinnd / wo nicht gcpstantzet, ^ sutdcckete ervielfältig die Betrügereien der dck-'go-dennocb erst rech. befestiget/ da die beyden Schottländi-j und offnere dadurch gar vielen die Tbüre zur Kir-schen Vischöffe erstl'p^kchtll)IV8 , und nachmahls ch? GOttes. c)

Von den Ichden ka-nen die nieisten in Lror.,, undsonst viele zur Erkäuntniß, nachdem sie durch den Be-trüger tckoten, dessen nuten an fernem Ortegedacht wird,so schändlich waren hinkcrs Licht geführer worden, c)

Die Römischen Käyser beförderte«' die Aufnahmedes Christenthums auf alle Weise durch ihre darüberausgehende Verordnungen/ nach welchen den Heydcnihre Ceremonien nachdrücklich untersaget, und ihreTempel eingerissen wurden. 6)

In Gersten ward das Christenthum gar sthr erwei-tert, als der Käyfte^«c^oiv; den König iLsiseLseLlzum Vormunde seines Sohnes bestücke. Denn dadieftrwcgen verschiedene Gesandtschafftcn hin und wie-der giengen, und sonderlich der Bischofs

stihs angelegen seyn liessen, die barbarische»Völcker zu Christo zu führen, u) wie denn der letztere dar-innen so viel Kirchen, als Tage im Jahre sind, soll auf-

Täglich wandten sich Hcyden und Ketzer zu dem all-gemeinen Lichte der Wahrheit, k) Also brachte LllKV-808I0.VIV8 nicht nur viel Scythen vom /Zriamtms,gerichtet haben. x) sondern auch Hcyden in Jsnurien und Armenien zum

Sonderlich ist die Bekehrung der Lraneken , so m Erkänntniß. ß) Ein Macedomaner bekehrte sich, alsGallien eingedrungen waren , sehr berühmt / welche^ ihn gehöret hatte.k) Und so ksnteu noch verschiede,durch die christliche Gemahlin cr.oi-n.vL-a des Könlges^e Exempel angeführet werden, i)oconov^L, befördert worden. Denn als dieser noch '

heydnische König vorhatte,seineGrautzen gcgenDeaksch

land zu erweitern, und ihn seine Gemahlin bisher aufalle Weife zu dem Heilsamen Glauben angereihet hatte,so kam er auf dem Feldzuge elnsmahlö in gefährlicheUmstände, welche ihn nöthigten, den GOtt feiner Gomahlin anzurüsten, und wenn er glücklich seyn würde,das Christenthum zugeloveii; gestalter auch nach er-folgten- Siege von kbkvllLIO, wie oben gemeldet,An-no 496. gctaufft worden, y) Bey dieser Gelegenheitwandten sich auf einmahl über drcytausend Franckenzu Christo, r) Die fabelhafften Umstände, so sich da.bey zugetragen haben sollen, wird man unter den Neben.Sachen finden.

Unter abgedachtem Käyser imrovoz-o wurden dieBurgundier von den Hunnen dermassen gcängstiger,daß sie nicht wüsten,wo stehin solten, und endlich ihre.Zuflucht, auf Anweisung der Christen , zu dem wahrenGOtt nahmen, wiewohl sie das Unglück Hatte«, unterdie Arianer zu gerathen. Indessen melden die Ge-schicht-Schreiber, daß sie sogleich nach ihrer Bekeh-rung zu dem einigen GOtt den Hunnen überlegen ge-wesen. s)

Als bey der Wandalischen Verfolgung in Africa vielMärtyrer zu den wilden Klann; verwüstn wurden,war

Was sind vor AvisttgkeitM in diesem 5ecutozu bemerkten?

^V6V81'Ib>sV8, der noch gar sung war, gerieth mitdem schon ziemlich betagten MKKO» Vlvlvjn eine Lon-rcouers. lglL^O>-Vlv1V5 nrmlich hatte in sti«em Lom-m-nraeio über die Epistel an die Galater gefetzet , daßPern-S und Paulus nach den Umstanden der Zeit zu-weilen eine Verstellung gebrauchet hätten. Diß legteÜV6V8 MV8 dergestalt aus, alSob «lMOXVr>4V8Vcrstcknngen oder Lügen in der Schufst zugeben wöl-ke, worüber unterschiedene Briefe mit einander gewech-selt wordeu. k)

Absonderlich machte das mchrmahlen bencnnctelcle-nocicum des Käystrs ^^180^118 viel Zanck und Unru-he, worzu ^L/xLiV8 von Constantinopel den Vor-schlag gegeben. Dieser meynete eine Bereinigung undFrieden damit zn stiffken, weil das Lonciüumzu Chal-ccdon bey vielen so vcrhasset war, und zu so manchem.Lermen Gelegenheit gegeben hatte. In diesem kg«nc>-rico war nichts anders, als die rechtgläubige Lehre nachden erstem Lancilii; Oecuirisnicis enthalte-^nurdaßdeFLvn.ini zu Chalcedon garnicht erwähnet ward. I)Distem kienotico unterschrieb AtWOIVL und noch

birfts ein heilsamerAnlaß zu ihrer Seeligkeit,indem sich viel andere theils rechtgläubige, theils verdächtige Bieine grosse Menge derselben durch das Wort des Evan-, schösse,

gelii zu Christo wandte. 8)

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