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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchcu-Hisisvie Neues Testamentes

Auögang des Heil. Geistes vom Vater und Sohne be-weiset /(V6V5fldlV8 i) und andere. K)

Sie lehrettn von dc»n freyen willendaß derMensch denselben zwar vor dem Falle gehabt/nach demFalle aberfey ein« Nothwendigkeit zu sündigen in ihm/so lange er nach dem Fleische wandele, l) Es sey keineandere Freyheit des Willens bey dem Menschen als zusündigen/ so lange ihm der Weg der Wahrheit verborgenbleibet, m) Sie wüsten von keiner andern Freyheitdes Willens/ als die durch göttliche Gnade und Hülfegewürckel ward. n)

In der Rechtfertigung ward die Vergebung derSünden nicht anbcrs geschencket,als durch denjenigen/welcher drrrchf.in BlutdenFürsten der Sünden über

LoMeeranou Brod gcncnnet haben. Gleichwohl abersagt er vsnder wahrhaften Gegenwart desL ibcs undBlutes im Sacrammt: LUchrnetdaslndemBrod-te/ welches am Lrcuye ge! angen har , uno cin-pfanaer in den: Reiche, was aus der Seite Christigeflossen ist. a)

Xl.

Was hat man vor Fehler in der Lehre zumercken?

Ich werde mich nur kirchlich mit Anführung derFehler an den vornehmsten Lehrern begnügen.

Die Fehler ^V6V8Ildei sindi. Daß er den Heil. Geist nicht vor ein Zeichen der

wunden hak- o) Bor die Ursache unserer Wiederbkin-^ludschaft im Alten Testamente gehalten. !))

gung hielt man allein.die Barmhertzigke-it GOttes. p)Wieder die Süriden-Wunde war das wahrhaftige undkräftige Mittel. derTod des Sohnes, unsers HErr»IEsu Christi, g) Das Wercr und die Frucht desCreutzes Christi war die vollkommene Vergebung derSünden, s) Durch die göttliche Varmhertzig-keit alleintonten die Bande der menschlichen Gefangenschaftaufgelöset werden. s) Daß man die Gerechtigkeit ablein aus Gnade»/ohne die Wercke, durch den Glaubenbey GOtt gesuchet und erlanget, kangnitfast unzähligchen Zeugnissen der Lehrer dieser Zeiten beleget werdene) Sonderlich schreibet bKO: u) Der rechtsch.ffene(glaube riracvet allein das g-ntze mensthlictie Ge-scl,lecj)t lebendig/ und heiliger es auch allein.DieRechtfertigung wird nicht zur wiedcrvergel-tung vor die Verdienste gegeben, sondern alleinaus der Müdigkeit der Gnade geschemket.

Von den guten werckcn führ.ten sie folgende Lehre: Nachdem wir des Bads der wrcdcrc.eburcgewürdigct worden sind, so thun wir gute w r-che, nicht wegen der wiedervergeltrmg, sondern

2 . Daß er,die Jungfrau Mariam ohne Sünde ge-halten. c)

z. Daß er meynek/ die Heiligen im Himmel bethenvor die Verstorbenen , und von einem dritten Ort-derSeelen oder Fcgfeuer redet, ü)

Die Fehler find

r. Daß er mcynet/GOkt Habezu deu Menschen nichteher durch die Engel geredet/als zu den Zeiten des gläu-bigen Abraha. e^>

2 . Daß er den Menschen vor der Bekehrung einenfreyen Willen zueignet. 5)z. Daß er dieFürbikte der Heiligen glaubet, g)

4« Daß er scheinet von einer Irali55uvstsmiacion imHeil. Nachtmahl zu reden. l>)

Die Fehler crkIMI sind

1. Daß er dem freyen Willen zu viel zutrauet, i)

2 . Daß erben Spruch d1stch.XVl, i8. auf keuumdeutet.

Die Fehler bLOdis8 sind

a. Daß er den Allmosen eine Verdienstlichkeit zu-schreibet. K)

wegen Bewahrung der uns verliehenen Reinig- --Daß er d.c Leute auf d.e Vorbrtke der Heiligenkeir und Helligkeit, x) !«nd Märtyrer vertröstet.!)

Bey der Taufte sagten siechaß sie in dem ToMdes '

Gecreuhigken/und in dessen Auferstehung von denTod-ten eigentlich die Kraft habe/ aus der alten eine neueCreatur zu machrn/alsü/ daß in denen/ so also wieder-gcbohren würdM/ sowohl der Tod als das Leben Chri-sti würcken müsse y)

Bev dem Heil. Abendmahl wüste man noch nichts^»on Anbechung der Hostie oder des Sacraments,weilman nemlich keine Berwandelung glaubetc, sonst wür-de ^V6V8HbIV8 r) das Brod nicht auch nach der

i) v- ii-j- 3-l c I r. b) cvt<H.LV8 ^rinik.

^i-!.6.ttk>87-(?ttIV8 i-, t-ait-iib. 2. c. 6. y -(VOV8HI>tV82-conlr« ik. conrr» lib.z. m) l-t.

sptrik. L litt. c. ; kktId4^8IV5w c. l- a-i^ow. lO/idtdtL8 L^88I/t>sV8 co»,r. r;.c. ir-S'riei^lVZ üb. 2. 6e prou«j. o//rV6V8HdIV8tie^nnir. lib. iz. p)I.L0lerm. i.jsriiu. IO- ment. q) ?K08kk!8. refpons. s>1 c»p. obirü.

r) tt?.87-LttlV8 i« l eu. lib. I. c. 4. ,) l.LO

term. 10 . in Ii-liu. vom. r) Conf. Ceoruriit. bt»86ek. t. c.

LV OVSIMerin. n. <j-<,u,ärä8. c,p. ;.»)^ltLV8 cenruri-it. Lenk. 5. c,p. 4. P. lZZ-

>) I.LO ep. 4. c.z. «) yl'rAÄ. «ü. Sr 59, in lo»». IX.

Daß. er ?crrum allziihoch erhebet, und seinemVerdienste viel zuschreibet, m)

Die Fehler kkOSi-Ml sind1 . Daß er spricht: Es könten weder die Wercke ohneden Glauben / noch der Glaube ohne die Wercke ge-recht machen, r>)

s. Daß er von dcn Allmosen eine Reinigung derSünden herleitet, o)

z- Daß er dcn Märtyrer-Tod der Tauffc gleichschätzet, p)

Die Fehler ^V8H sindi. Daß er den Engeln einen Leib beyleget, g)

2 . Daß

»)8erm. »6 d(eopkvtor. b) (^u»eÜ. rec. <L no». 122.

e) I)e nslur» Sc ßrsr. c. z6. «!) Ue cur,, pro m„nuir csp. 16.

-) <^u»eK. 2. iaLenet. tjinciip. z.sS k(om. ß i.i'i»

teuic. ii) 0i,to^. 2. >) in Is. Iib.4. c. zs. iu tul. !ii».

;.c. g. lc)§erm. 2. Se tlnIIeiA. ir. 8erm. 5. 8«rm. I. cie a»-

tiu. ?erri Sc?^u!i. ik. Ler v. c!« marc^r- m) 8erm. 2- in «lie»ltumpr. »6 ?ontif 8erm. Z «iiki. n, O« vit« conr»mp!.til>>l.c. l§. o)I)s prom>a'.Lyr«e«jt<A. c. 7. x)ilr epixr»m. ix) üb.ccc»curb.