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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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V. 8rcu!vm. n. Op. Vom Gottesdicuste.

ehren, 5) welches doch ^V6V81!^V8 ß) garnicht gutheißen wolte. Es mag ihnen also um die Mitten diefts 8ecul> mehr Ehre, als sich geziemet, beygeleget worden seyn, doch ist solches weder durchgehends, noch aufsolche Weise, als im folgenden, geschehen. !>)

Was ist bey der Tauffe zu bemcrcken?

Hierbey hat man noch alle Gebräuche der vorherge-henden Zeiten beobachtet. Absonderlich ist klarlich zufinden, daß bey der Kinder-Tanffe diejenigen, ß> sie her-zu brachten, auf die sonst gewöhnlichen Fragen antwor-ten musten. Y Mau gab ihnen Nahmen, woben abergescholten ward,daß man den Kindern aus Aberglau-ben gewisse Nahmen, so ein langes Leben bedeuten sollen,beylegetc. K) Die geraufften wurden beschencket, wcl-ches den gcldsüchtigen Juden schon dazumahl Anlaßgab, sich öffterö tauffen zu lassen. 1)

Wie ist das Heil. Abendmahl gebrauchtworden?

Die Gewohnheit, diese Heil- Handlung ein Opsserzu nennen, nahm nunmehr und mehr überhand. Manfindet zwar, daß man sich dieser RedenS-Art gar bald inder Kirchen, und zumahl im vorhergehenden 8-cuIa zubedienen angefangen: doch muß man sonderlich in die-sem 8cc»Ic> derselben gedencken , da sie mehr gemeingeworden.

Die Gelegenheit zn sothaner Benennung war dasOpffer zum Sacramenr, und vor die Armen, welchesman bey der Celebrirung des Nachtmahls darzubrin-gen pflegte, wie man bisher schon vielfältig gemeldet

Besessenen und Büßenden gebethet, gedancket, und sol.ches mir dem Vacer Unser beschlossen, p) Die Lon-1-craliun geschahe wie in vorhergehenden 8ccalü. Eil»jeder empfieng es unter beyderley Gestalt, g) Auch denKindern nach der Tauffe und sonst jungen Knaben undMagdlein ward es mitgetheilet, r^) welcher Mißbrauchschon in obigen Zeiten bemercket worden.

Im übrigen kam noch die Gewohnheit auf, bey die-ser Handlung der Märtyrer und anderer verstorbenenHeiligen zu gedencken, woraus derselben abgöttischeAnrnffung erwachsen.») Man beobachtet auch dabeyeinen grossen Verfall von der erstem Brünstigkeir, in-dem viele das Sacrameut nur etwa jährlich, oder auchwohl nur alle zwey Jahr, wie von den Einsiedlern ge-schehen, genossen. Y

VII.

Was sind noch vor Kirchen-Gebrauche undCeremonien zu bemerkten?

i. Das Lasten,s. Die Hochzeit-Ceremonien.

?. Die Begräbnisse.

4. Die überflüssigen Ceremonien.

VIII.

Wie ist es mit dem Fasten gehalten worden?

Es war dieses noch mehrentheils ein freyes und un-gezwungenes Merck, wiewohl das gesetzliche Joch demGewissen mehr und mehr an den Hals gcworffen ward.Fast im gantzcn Occident, wie auch in Africa und Pa-lästina währcte die Lasten vor Ostern 6. Wochen,zu Constankinopcl aber,und in den, andern Orient bisan Phönicien 7. Wochen, u) Man fastete aber eben

hat. Inglcichen nahm man von dem Loben und Dan-jnicht allemahl beständig hinter einander, sondern etwacken, welches dabey geschahe, undmHcil.Schrisstviel-!drey und drey Tage. x) Zum wenigsten wurden an ei-fülkig ein Opsscr genennet wird, Anlaß , den Nahmen rügen Orten zwey Tage in der Wochen ausgesetzet, dar-einzuführen. Da man sich nun auch -des OpsserS,wel.!unter sonderlich der Sonntag gemeldet wird. y)ches unser Heyland am Lreutze vor die Sünde gebracht,! In dcn Fast-.Tagen enthielt man sich einiger Spcr'dabey erinnerte, so nicynete man Ursache genug zu Ha- ftn,ssonderlich des Fleisches, der Obst-Früchte, und der

ben, diß Heil. Wcrck ein Opffer ohne Blut, Gedenek-. Opffer, u. s. w. zu benenne,:, m) Doch erkläret«:,, siesich ausdrücklich, daßsie kein nmesOpsser brächten,son-dern sich nurdes OpfferS IEsu Christi erinnerten, wieer befohlen hätte, n)

Daß-fie aber das Nachtmahl soffen als ein Opffergehalten haben, ohne solches auszutheilen, und den Tod-ten oderLebendigrn aus dem blossen opcreoperam einenNutzen zu versprechen, kan aus den vorhabenden Zei-ten mit nicht der geringsten Wahrscheinlichkeit gezei-get werden.

Was sonst den Gebrauch dieses Geheimnisses in die-sei, Zeiten selbst betrifft, so pflegte man sich durch Fa-fien darzu zu bereiten, o) Bey der Handlung selbstward zuvorderst vor alle Menschen , sonderlich vor die

Weines, r)oder man „ahm auch wohl einen oder zweyTage gar nichts zu sich. a) Manche äffen nur keinevierfüßige Thiere, liessen sich aber Phasanenund anderGeflügel nebst den Fische», wohl schm.cken. Sie trun-cken zwar keinen Wein, wüsten sich aber andere lieblicheund kostbare Getranckc zuzurichten, b) welches zwarnicht gebilligec ward, aber doch zu erkennen giebet, wiesich der muthwillige Mensch in dem selbst-erwähltenGottesdienste vergehen kan.

Daß man sonst auch an den in vorigen 8cculi; bedeu-teten Tagen, und auch an andern, aus guter Meynungvor sich gefastet, ist überflüßig in Exempeln auch dieser

Zei-

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>-vm. 17. in ep. 26 Hekn. ir. Iiom. 8)- in X1-.ttk. n) 16 . komff. ,«t v) zäe» bom. 27, t» r, n, ep. 1. sä Cor. .

p)I6. ksm. 26.ia t 4 -.kkk. 12. < 1)16 kom. Itz.in c. 8-ep.l.Cor. r) XV6V8 01 dIV 8 ep. IV7. 16 . 6e ciu, Oei lik.20. c. 9. lik. 22. c. io. t) cHKIbOr^OXIV8 5 --m. z. in c. I.-.6 Hpkes. it. kr>m. 17. in c-ip. 10 -pikl. 26 ttekr. u) 8020 -Xlk-I8IV8 lik. 7. csp. 19. x ) Ikiäem. 7 ) cttl 17 ' 8081 ' 0 -X1V8 kom. II. in c,p. 2 . 6en. r) ^V6V81 I>iV8 conrr,k'/.V8I'VX1 1ik>. zo. -2p. z. 4.5. -,) cttk)t 808 ^ 0 X 1 . k»m.

4. 26 pop. Aakiock. k) ä- vir» conl-mxl. lib. r.

csp. 22- 2Z.

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